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Kalender Heer 2019

Story zum Monat März

März 2019

Er ist eines der Hauptwaffensysteme der Panzergrenadiere – der Schützenpanzer Marder. Die Soldatinnen und Soldaten kämpfen mit ihm auf- und abgesessen. Mit der Bordkanone oder ihren Panzerabwehrwaffen bekämpfen sie feindliche Infanterie aber auch Kampfpanzer und gepanzerte Fahrzeuge.

Dass das aber alles so funktioniert, ist eine wichtige Aufgabe von Oberfeldwebel Stefanie Schubert (l. im Bild). Sie ist Materialbewirtschaftungsfeldwebel in der 2. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 371 in Marienberg. Mit ihrem Versorgungstrupp ist sie verantwortlich für alles das, was eine komplette Schützenpanzerbesatzung zum Kämpfen braucht. „Munition, Kraftstoff, Wasser bis hin zur Verpflegung stellen wir für die Besatzungen bereit“, erklärt sie. Das sei nicht immer ganz einfach. Im Gefecht erfolge die Übergabe des Nachschubmateriales meist dicht hinter den kämpfenden Einheiten. „Wir müssen flexibel reagieren und uns den taktischen Gegebenheiten des Gefechtes anpassen“, sagt die 30-Jährige. Bei ihrem Auftrag kommt ihr ihre Ausbildung als Bürokauffrau zugute. Ist sie doch gemeinsam mit ihren Soldaten auch für die Abrechnung, wie etwa der Munition, während der Übergabe verantwortlich.

Der Truppenübungsplatz Oberlausitz ist mit flachwelligem und leicht bedecktem Gelände ideal für die Soldatinnen und Soldaten des Panzergrenadierbataillons 371. Im März letzten Jahres bekämpften sie gemeinsam mit Soldaten des Panzerbataillons 393 Ziele auf größtmöglicher Entfernung. Feuerkraft, Beweglichkeit, Stoßkraft, Schutz und Durchsetzungsfähigkeit zeichnen die Panzertruppen aus.

Die Panzergrenadiere bekämpfen ungepanzerte Ziele bis zu einer Entfernung von 2.000 Metern. Gepanzerte Fahrzeuge zerstören sie mit der Panzerabwehrwaffe MILAN. Sie ist eine in deutsch-französischer Zusammenarbeit entwickelte leichte Boden-Boden-Panzerabwehrlenkwaffe. Mit dem zugehörigen Wärmebildgerät ist das Waffensystem auch bei Dunkelheit voll kampffähig.

In der Grenadiertruppe wird der Schützenpanzer Marder auch als das „Mutterschiff“ bezeichnet. Ist er doch seit Mai 1971 im Dienst des Deutschen Heeres. Er ist ein Vollkettenfahrzeug und besitzt neben einer 20-Millimeter-Bordmaschinenkanone und einem Maschinengewehr MG3 auch eine Nebelmittelwurfanlage. In mehreren Versionen haben Ingenieure ihn über die Jahre neuen Anforderungen angepasst. Mit verbesserter Schutzausstattung war er im Afghanistaneinsatz ein sehr verlässliches Gefechtsfahrzeug für die Panzergrenadiere.


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Stand vom: 29.03.2019 | Autor: Rene Hinz


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