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Enhanced Forward Presence: Inspekteur zum Arbeitsbesuch in Litauen

Generalleutnant Jörg Vollmer (l.), Inspekteur des Heeres, und Brigadier General Valdemaras Rupšys, Kommandeur der litauischen Landstreitkräfte, tauschen Gastgeschenke aus
Generalleutnant Jörg Vollmer (l.), Inspekteur des Heeres, und Brigadier General Valdemaras Rupšys, Kommandeur der litauischen Landstreitkräfte, tauschen Gastgeschenke aus (Quelle: Bundeswehr/Bernd Schwendel)Größere Abbildung anzeigen
Vilnius/Litauen, 03.02.2017.

Der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Jörg Vollmer, ist am 1. Februar zu einem Arbeitsbesuch in Vilnius eingetroffen. Während der zweitägigen Visite führte er Gespräche mit der Führung der litauischen Landstreitkräfte. Hauptthema war das NATO-Programm Enhanced Forward Presence (eFP). In Rukla informierten sich der Generalleutnant und seine Delegation bei den Vorauskräften der multinationalen eFP-Battlegroup.

Enhanced Forward Presence startete dieser Tage mit der Verlegung erster Fahrzeuge und Ausrüstung der eFP-Battlegroups in das Baltikum und nach Polen. Die NATO-Staaten stellen im Wechsel Truppen zur Verfügung, die dort jeweils für sechs Monate präsent sein werden. Deutschland übernimmt die Führung der multinationalen Battlegroup in Litauen.

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Diplomatischer Einstieg

Die deutsche Botschafterin in Litauen, Jutta Schmitz, empfängt den Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Jörg Vollmer, zum Gedankenaustausch in ihrem Dienstzimmer
Die deutsche Botschafterin in Litauen, Jutta Schmitz, empfängt den Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Jörg Vollmer, zum Gedankenaustausch in ihrem Dienstzimmer (Quelle: Bundeswehr/Bernd Schwendel)Größere Abbildung anzeigen

Am Flughafen Vilnius begrüßte Fregattenkapitän Thomas Hacken den Inspekteur des Heeres und seine Delegation. Hacken ist der Verteidigungsattaché und Leiter des Militärattachéstabes an der Deutschen Botschaft in der lettischen Hauptstadt Riga. Er ist auch für Litauen zuständig und begleitete den Inspekteur während dessen gesamten Besuchsprogramms.
Der erste Termin führte die Delegation in der litauischen Hauptstadt zunächst auf deutschen Boden: Botschafterin Jutta Schmitz hatte zu einem Informations- und Gedankenaustausch in die deutsche diplomatische Vertretung geladen. Botschafterin Schmitz erläuterte in ihrem Briefing die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation in Litauen. „Sie können davon ausgehen, dass die NATO-Soldaten hier sehr willkommen sind“, sagte sie.

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Besuch beim Commander of the Land Forces

Generalleutnant Jörg Vollmer (l.) und Brigadier General Valdemaras Rupšys unterzeichnen eine gemeinsame Erklärung zur Zusammenarbeit
Generalleutnant Jörg Vollmer (l.) und Brigadier General Valdemaras Rupšys unterzeichnen eine gemeinsame Erklärung zur Zusammenarbeit (Quelle: Bundeswehr/Bernd Schwendel)Größere Abbildung anzeigen

Nach einem Vieraugengespräch zwischen Generalleutnant Vollmer und Brigadier General Valdemaras Rupšys, dem Kommandeur der litauischen Landstreitkräfte, folgte eine Einweisung über die Integration der litauischen Iron-Wolf-Brigade in die NATO-Kommandostruktur. Danach trug der litauische General über den Stand der Vorbereitungen zur Aufnahme der eFP-Battlegroup in Rukla vor.
Anschließend unterzeichneten der Inspekteur des Heeres und sein litauischer Amtskollege eine Willenserklärung zur weiteren engen Zusammenarbeit der Landstreitkräfte beider Länder.

„Dabei bildet der Auftrag unter Enhanced Forward Presence unsere Priorität in Litauen. Neben den festen Anteilen der eFP-Battlegroup halten wir in Deutschland Truppenteile bereit, mit denen wir bei Bedarf temporär bei Übungen unterstützen können. Darüber hinaus sind wir im Falle einer krisenhaften Entwicklung fähig und vorbereitet, notwendige Verstärkungskräfte nach Litauen zu entsenden. Darauf können Sie sich verlassen“, sagte Generalleutnant Vollmer.

Den Abend des ersten Besuchstages verbrachte man ebenfalls gemeinsam. Die Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland hatte die deutschen, litauischen und weitere internationale Gäste zu einem kleinen Empfang in die Residenz der Botschaft gebeten. Unter ihnen war auch der Verteidigungsminister Litauens, Raimundas Karoblis.

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Fortschritte in Rukla

Oberst Mindaugas Steponavičius (im Hintergrund), Kommandeur der Mechanisierten Infanteriebrigade Iron Wolf, trägt zur Iron-Wolf-Brigade vor
Oberst Mindaugas Steponavičius (im Hintergrund), Kommandeur der Mechanisierten Infanteriebrigade Iron Wolf, trägt zur Iron-Wolf-Brigade vor (Quelle: Bundeswehr/Bernd Schwendel)Größere Abbildung anzeigen

Den Schwerpunkt des zweiten Besuchstages bildete die Inaugenscheinnahme der sich noch im Entstehen befindenden Infrastruktur für die von Deutschland geführte multinationale eFP-Battlegroup. Hier, im knapp 100 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt gelegenen Rukla ist auch die Mechanisierte Infanteriebrigade Iron Wolf beheimatet. Deren Kommandeur, Oberst Mindaugas Steponavičius, begrüßte den Inspekteur des Heeres und erläuterte den deutschen Gästen in einem kurzen Vortrag die Struktur sowie die Schwerpunkte seiner „Eisernen Wölfe“ für das Jahr 2017. Im Anschluss daran stellten Soldaten der Brigade ihre Fahrzeuge und Hauptwaffensysteme in einer statischen Waffen- und Geräteschau vor.

Generalleutnant Jörg Vollmer (l.), Fregattenkapitän Christian Becker (M.) vom Kompetenzzentrum Baumanagement Düsseldorf und Oberstleutnant Christoph Huber, Kommandeur der eFP-Brigade Litauen, studieren den Plan des neuen Technischen Bereichs
Generalleutnant Jörg Vollmer (l.), Fregattenkapitän Christian Becker (M.) vom Kompetenzzentrum Baumanagement Düsseldorf und Oberstleutnant Christoph Huber, Kommandeur des eFP-Bataillons Litauen, studieren den Plan des neuen Technischen Bereichs (Quelle: Bundeswehr/Bernd Schwendel)Größere Abbildung anzeigen

Anschließend übernahm Oberstleutnant Christoph Huber. Er ist der Kommandeur der eFP-Battlegroup Litauen. Unter seiner Führung werden bis zum Sommer deutsche, belgische, niederländische und norwegische Soldaten in Rukla Präsenz zeigen. Huber begleitete die deutsche Delegation auf die Baustellen des Standortes und wies den Inspekteur des Heeres in die gemachten Baufortschritte im Vergleich zu dessen letzten Besuch im November 2016 ein. In Detailfragen unterstützte ihn dabei Fregattenkapitän Christian Becker vom Kompetenzzentrum Baumanagement Düsseldorf, das dem Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr angehört. „Hier in Rukla sind wir voll im Plan“, sagte Becker.

Der belgische Hauptmann Jelle N. (3. v. l.), Kontingentführer und Chef der belgischen Unterstützungskompanie, stellt den Bereich seiner Kompanie in der Kaserne in Rukla vor
Der belgische Hauptmann Jelle N. (3. v. l.), Kontingentführer und Chef der belgischen Unterstützungskompanie, stellt den Bereich seiner Kompanie in der Kaserne in Rukla vor (Quelle: Bundeswehr/Bernd Schwendel)Größere Abbildung anzeigen

Die Logistik und Versorgung der eFP-Battlegroup stellt die belgische Armee bereit. Hauptmann Jelle N., der belgische Kontingentführer und Chef der Unterstützungskompanie, führte durch seinen Bereich und stellte sein Hauptgerät vor. „Für uns ist klar, dass wir 24 Stunden am Tag für die multinationale Kampftruppe bereit sein werden. Das ist unser Auftrag“, betonte er.

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Inspekteur bei deutschen Vorauskräften

Hauptmann Stephan D. (r.), Stabszugführer der eFP-Battlegroup, führt für den Inspekteur des Heeres eine Geländeorientierung in der Kaserne durch
Hauptmann Stephan D. (r.), Stabszugführer der eFP-Battlegroup, führt für den Inspekteur des Heeres eine Geländeorientierung in der Kaserne durch (Quelle: Bundeswehr/Bernd Schwendel)Größere Abbildung anzeigen

Der Stabszugführer der eFP-Battlegroup, Hauptmann Stephan D., führte für Generalleutnant Vollmer eine Geländeorientierung in der Kaserne durch. Dabei beschrieb er verschiedene Gebäude und Geländeabschnitte, die schon jetzt oder in naher Zukunft für den Verband zur Verfügung stehen.

Generalleutnant Jörg Vollmer traf mit den Soldaten der deutschen Vorauskräfte zu einer Gesprächsrunde zusammen
Generalleutnant Jörg Vollmer traf mit den Soldaten der deutschen Vorauskräfte zu einer Gesprächsrunde zusammen (Quelle: Bundeswehr/Bernd Schwendel)Größere Abbildung anzeigen

Die bestmögliche Unterbringung der Soldatinnen und Soldaten ist Generalleutnant Vollmer besonders wichtig. „Unsere Männer und Frauen werden schließlich für sechs Monate hier leben. Da müssen sie auch anständig untergebracht sein. Die Unterkünfte sehen gut aus. Hier hat sich seit meinem letzten Besuch im November 2016 sehr viel getan“, sagte er bei der Besichtigung der Stuben und Sozialräume. Im Anschluss an seinen Rundgang traf er mit den Soldaten der deutschen Vorauskräfte zu einer Gesprächsrunde zusammen. Hier äußerte der Inspekteur des Heeres unter anderem seine Erwartungen an die Soldaten, dass sie neben Dienst und Übungen in ihrer Freizeit auch die Möglichkeit nutzen sollten, Land und Leute kennenzulernen.

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Office Call und Stadtrundgang in Vilnius

Lieutenant General Jonas Vytautas Žukas (r.), Chief of Defense, hatte Generalleutnant Jörg Vollmer zu einem Gespräch in sein Dienstzimmer eingeladen
Lieutenant General Jonas Vytautas Žukas (r.), Chief of Defense, hatte Generalleutnant Jörg Vollmer zu einem Gespräch in sein Dienstzimmer eingeladen (Quelle: Bundeswehr/Bernd Schwendel)Größere Abbildung anzeigen

Zurück in Vilnius folgte der Besuch beim Chief of Defense, Lieutenant General Jonas Vytautas Žukas, dem ranghöchsten litauischen Soldaten. Mit ihm führte Generalleutnant Vollmer bei einem sogenannten Office Call ein Vieraugengespräch über verschiedene Themenbereiche.

Am späten Nachmittag folgte, als Abschluss des Arbeitsbesuches, ein Stadtrundgang durch die Altstadt von Vilnius. Hauptmann Kazimiras Bogdanas, der Adjutant von Brigadier General Rupšys, geleitete die deutschen Gäste durch Straßen und Gassen und erklärte ihnen einige historische Sehenswürdigkeiten.

Zum Abschluss des Arbeitsbesuches lud der Commander of the Land Forces, Brigadier General Rupšys, zum Abendessen. Hier nutzten sowohl er als auch Generalleutnant Vollmer die Gelegenheit, die beiderseitige gute Zusammenarbeit zu würdigen. Vollmer bedankte sich für die freundschaftliche und professionelle Durchführung des Besuchs und die gute Zusammenarbeit. „Die NATO-Mitgliedsstaaten demonstrieren mit Enhanced Forward Presence ihre gemeinsame Entschlossenheit, füreinander einzustehen. Wir machen das mit unseren Partnern in Ihrem Land, in Litauen“, sagte der Inspekteur des Heeres.

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Stand vom: 15.03.18 | Autor: Bernd Schwendel


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