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Geschichte

"Vater" der Panzerlehrbrigade 9

Brigadegeneral Wilhelm von Roeder war der erste Kommandeur der Panzerlehrbrigade von 01. April 1958 bis 31. Mai 1961.

Geschichte
1. Juni 1958Aufstellung Stab und Stabskompanie Panzerlehrkampfgruppe, Unterstellung Panzerartillerielehrbataillon 95
1. Februar 1959Umgliederung und Umbenennung zur Panzerlehrbrigade 9
1. April 1959Aufstellung Versorgungslehrbataillon 96, Unterstellung Panzeraufklärungslehrbataillon 11
1. Juni 1960Aufstellung Panzerlehrbataillon 94
31. März 1974Auflösung Versorgungslehrbataillon 96
1. Januar 1980Aufstellung Panzerlehrbataillon 91
24. September 1987Verleihung Ärmelband an Panzerlehrbrigade 9
1. Oktober 1992Unterstellung Panzergrenadierlehrbataillon 332 und Panzerlehrbataillon 334
30. Oktober 1992Auflösung Panzerlehrbataillon 91 und 94
1. Oktober 1996Unterstellung Panzeraufklärungslehrbataillon 3
31. März 1997Auflösung Panzeraufklärungsbataillon 11
1. Juli 2001Unterstellung Panzerartillerielehrbataillon 325
30. September 2002Auflösung Panzerartillerielehrbataillon 95
30. Juni 2003"Abgabe" Panzeraufklärungslehrbataillon 3
21. Oktober 2005Auflösung 6. Panzergrenadierlehrbataillon 92 (Panzermörserkompanie)
30. Juni 2006Auflösung Panzerlehrbataillon 334 "Celle"
7. August 2006Unterstellung Panzerbataillon 33, Logistikbataillon 141 sowie Panzeraufklärungslehrkompanie 90


Die Geschichte der Panzerlehrbrigade 9 begann mit der Aufstellung der ersten Lehrbataillone der Bundeswehr in Munster-Lager am 3. April 1956.

Nachdem die Wiederbewaffnung Deutschlands beschlossen war, erregte es in der Öffentlichkeit dennoch Aufsehen, als der aktive Landrat Karl - Theodor Molinari und der praktizierende Arzt Dr. Hermann Wulf ihre Berufe aufgaben, um als Kommandeure das neue Panzerlehrbataillon und Panzergrenadierlehrbataillon zu führen. Am 5. März 1956 bezogen Oberstleutnant Molinari und Oberstleutnant Dr. Wulf ihre neuen Unterkünfte zusammen mit den ersten 71 Freiwilligen, meist kriegsgedienten Soldaten, im Hauptlager (heute Hindenburg-Kaserne). Es waren für jeden Soldaten gerade mal ein Bett und ein Stuhl vorhanden; Tische und Spinde wurden erst zwei Wochen später geliefert. 1958 bestanden die Bataillone aus jeweils vier Kampfkompanien, einer Stabs- und einer Versorgungskompanie und entsprachen damit dem Konzept der Heeresstruktur 1. Das Panzergrenadierlehrbataillon wurde der Panzergrenadierschule und das Panzerlehrbataillon der Panzertruppenschule unterstellt. Es gab zu diesem Zeitpunkt weder eine gemeinsame Schule noch eine übergeordnete Brigade.

Dies änderte sich erst Anfang Juni 1958 mit der Aufstellung eines Stabes und einer Stabskompanie der Panzerlehrkampfgruppe Munster im Schützenhauslager (heute Örtzetal-Kaserne) ändern. Dieser Stab hatte den Auftrag, die „Dienstaufsicht“ über die zwei Lehrbataillone auszuüben. Dies war die Geburtsstunde von Stab und Stabskompanie der heutigen Panzerlehrbrigade 9, wobei die Namensgebung erst mit der Umgliederung und Unterstellung der beiden Lehrbataillone zum 01. Februar 1959 erfolgte.

Der Personalumfang war zu diesem Zeitpunkt überschaubar: sieben Offiziere, zwei Feldwebel und eine Hand voll Mannschaften bildeten den Arbeitsstab. Zusammen mit der Stabskompanie betrug die Gesamtstärke nicht mehr als 60 Mann. Erster Kommandeur und damit „Vater“ der Panzerlehrbrigade 9 war Brigadegeneral Wilhelm von Roeder. Bereits im September 1958 musste die Panzerlehrbrigade 9 ihren Status als Lehrtruppe unter Beweis stellen, als Sie die dreiwöchige Lehr- und Versuchsübung 1958, kurz „LV 58“ durchführte. In dieser Übung, deren Abschluss die Vorführungen der verschiedenen Waffensysteme und deren Leistungsfähigkeit in Bergen-Hohne unter den Augen des damaligen Bundeskanzler Adenauer bildeten, wurde die künftige Gliederung des Heeres organisatorisch und taktisch erprobt.

Die sechziger und siebziger Jahre, waren in der Panzerlehrbrigade 9 von Umgliederungen, neuen Unterstellungen von Truppenteilen und der Einführung und Erprobung von neuem Großgerät geprägt. Der Schützenpanzer HS 30 löste anfangs 1960 den M 39 ab, die Artillerie erhielt die neue Panzerhaubitze M 109 G und die 4./Panzerlehrbataillon 93 erhielt 1963 als erste Kompanie des deutschen Heeres den Kampfpanzer Leopard 1.

Mit einem annähernd gleichen Wehrpflichtigenanteil wie andere Brigaden führte die Lehrbrigade in den Folgejahren, neben der allgemeinen Truppenausbildung, zusätzlich den anspruchsvollen Lehrauftrag durch. Zu diesem gehörten die Durchführung von zahlreichen Lehrübungen, Truppenversuchen und einer Vielzahl von repräsentativen Aufgaben für das Verteidigungsministerium.

Über Jahrzehnte fanden der Leistungswille und die Motivation der Soldaten höchste Anerkennung. Der Bundespräsident hat daher die Brigade am 24. September 1987 mit dem Ärmelband „Panzerlehrbrigade 9“ als sichtbarem Zeichen der Anerkennung ausgezeichnet.

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Verbandsabzeichen

Das Verbandsabzeichen der Panzerlehrbrigade 9

Im Rahmen der Umstrukturierung zur Brigade der Eingreifkräfte und der Traditionspflege übernahm die Panzerlehrbrigade 9, im Zuge des Unterstellungswechsel des Panzerbataillons 33 und Logistikbataillons 141 zum 01.07.2006, das Verbandsabzeichen der Panzergrenadierbrigade 1, welche zum 31.12.2007 außer Dienst gestellt wird.
Das Wappen zeigt das weiße Sachsenross auf rotem Grund im gelb-weißen Wappenschild. Es erinnert an die Geschichte der Welfenherzöge und des Königreiches Hannover. Das ursprünglich sächsische Stammesabzeichen nahmen die Welfenherzöge, ab 1235 Herzöge von Braunschweig und Lüneburg, als zusätzliches Wappenschild an. Durch die Verschmelzung eines Teiles des Lüneburgisch-Braunschweigschen Gebietes mit dem Fürstentum und späteren Königreich Hannover gelangte das Sachsenross 1705 in das kleine Staatswappen des Königreiches, das außerdem den großen Wappenschild gelb-weiß längsgestreift führte. Seit 1952 ist das Sachsenross offizielles Wappen des Bundeslandes Niedersachsen.

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Stand vom: 17.04.18


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