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Gliederung

Dem Kommandeur Gebirgsjägerbataillon 232 in Bischofswiesen sind unterstellt:

  • Stab
  • 1. Kompanie (Versorgungs- und Unterstützungskompanie)
  • 2. Kompanie (Gebirgsjägerkompanie)
  • 3. Kompanie (Gebirgsjägerkompanie)
  • 4. Kompanie (Gebirgsjägerkompanie)
  • 5. Kompanie (schwere Gebirgsjägerkompanie)
  • 6. Kompanie (Gebirgsjägerkompanie, nicht aktiv)
  • Ausbildungs- und Unterstützungskompanie

Der Stab des Gebirgsjägerbataillons 232

Der Stab des Verbandes ist in verschiedene fachspezifische Abteilungen gegliedert und unterstützt den Bataillonskommandeur in der Führung des Verbandes.

Vorstellung der Fachabteilungen:

S1

Die S1 Abteilung ist im Schwerpunkt zuständig für die Personalgewinnung, Personalführung und Reservistenangelegenheiten des Bataillons und unterstützt den Kommandeur in allen Belangen der Inneren Führung. Die Abteilungsleitung obliegt dem Personaloffizier. Unterstützt wird er durch vier Personalfeldwebel, zwei Unteroffiziere und fünf Mannschaftssoldaten.

Nachwuchsgewinnung und Personalführung sind die Schwerpunkte für alle militärischen Führer des Verbandes.

Personalführung betrifft alle Soldaten – wenn auch nicht in der Tätigkeit jedes Einzelnen, dann doch zumindest jeden persönlich. Personalmaßnahmen greifen oft tief in den persönlichen Lebensbereich des Einzelnen und der Familien ein. Daher ist eine umsichtige Personalführung ein zentrales Element.

In enger Zusammenarbeit mit den anderen Kompanien wird versucht, die persönlichen Interessen unserer Soldatinnen und Soldaten mit dienstlichen Erfordernissen bestmöglich zu verbinden.

S2

Die S2 Abteilung nimmt die Aufgaben der Bereiche militärische Sicherheit (MilSichh) und militärisches Nachrichtenwesen (MillNW) wahr. Im Teilbereich MilNW reicht das Spektrum vom Auswerten der Nachrichtenlage (Feindlage) und die ebenengerechte Umsetzung, Bewertung der Feindlage bis zur Beratung der Führung. Die MilSichh des Gebirgsjägerbataillon 232 zu gewährleisten, ist die Aufgabe des Sicherheitsbeauftragten. Sein Arbeitsspektrum umfasst für die Jägerkaserne verschiedenste Aufgabenbereiche:

  • Grundsatzangelegenheiten der Militärischen Sicherheit,
  • personelle Absicherung, dabei unter anderem die Einleitung und Überwachung von Sicherheitsüberprüfungen,
  • materielle Absicherung, zum Beispiel die bauliche und technische Absicherung der Kaserne,
  • organisatorische Absicherung, zum Beispiel die Überwachung von Schlüsselordnungen,
  • Bewertung der Lage gegnerischer Kräfte bei Übungen und im Einsatz als wesentlicher Beitrag für den Einsatz der Kräfte des Bataillons.


Die S2 Abteilung besteht aus einem Offizier, einem Feldwebel und einem Mannschaftsdienstgrad.

S3

Die S3 Abteilung ist im Grundbetrieb für Ausbildungsvorhaben und Einsatzplanung verantwortlich. Bei Übungen beziehungsweise Einsätzen unterstützt sie den Bataillonskommandeur bei der Planung von Ausbildungsvorhaben sowie  Operationen und Führung der eigenen Kräfte. Die S3 Abteilung bildet außerdem den Kern der Operationszentrale des Bataillonsgefechtsstands. Hier laufen die Meldungen der Kompanien und anderer unterstellter Elemente zusammen und werden auf den Lagekarten, zusammengefasst und ausgewertet. Das daraus resultierende Lagebild dient dem Bataillonskommandeur als wesentliche Grundlage für die Führung und Entschlussfassung.

Zukünftig soll die S3 Abteilung mit einer sogenannten „Zelle Gebirge“ verstärkt werden. Diese bewertet und beurteilt das Gelände und möglichen Ansatz eigener Kräfte insbesondere unter extremen Klimatischen Bedingungen und großen Höhen, und plant darüber hinaus Ausbildung im besonderen Fähigkeitsprofil des Verbandes.

Die Abteilung besteht aus einem Stabsoffizier, drei Offizieren, zwei Feldwebeln und fünf Mannschaftsdienstgraden.

S4

Die S4 Abteilung ist verantwortlich für die materielle Einsatzbereitschaft und Versorgung des Verbandes und berät den Kommandeur bei logistischen Führungsentscheidungen des Bataillons. In der S4 Abteilung laufen sämtliche Vorgänge der Materialbewirtschaftung und der Materialerhaltung zusammen, welche für die Beurteilung der logistischen Einsatzbereitschaft benötigt werden.

Die Abteilung besteht aus einem Stabsoffizier, zwei Offizieren, vier Feldwebeln, drei Stabsunteroffizieren und fünf Mannschaftsdienstgraden.

S6

Die S6 Abteilung ist gewissermaßen die „Technikabteilung“ des Bataillons -  sie stellt die Führungsfähigkeit des Kommandeurs in allen Bereichen sicher und gliedert sich wie folgt:

Die S6 Abteilung besteht aus dem S6 Offizier, S6 Feldwebel, einem IT Feldwebel Informationsverarbeiter und einem IT Soldat.

Die S6 Abteilung ist verantwortlich für die Planung, Koordinierung, Einsatz und Betrieb von IT-Gerät, Telekommunikationsmittel, Funk und Satellitenverbindungen des Verbandes, sowohl im Friedensbetrieb als auch bei Übungen und im Einsatz.

1. Kompanie

Die 1. Kompanie stellt mit ihren spezialisierten Teileinheiten die Einsatz- und Führungsunterstützung des Bataillons sicher. Diese umfasst unter anderem die Bereiche Verbindung, Versorgung, Transport, Verpflegung und Instandsetzung. Darüber hinaus ist der Hochgebirgsjägerzug als besonders leistungsfähige und spezialisierte Teileinheit des Bataillons in der 1./ Kompanie verortet.

Gliederung:

Die Versorgungs- und Unterstützungskompanie besteht aus fünf spezialisierten Teileinheiten, die bei jedem Großvorhaben der Kompanien oder des Bataillons gefordert sind. Dies beinhaltet Übungen, Gebirgsausbildungen und Einsätze.

Der Hochgebirgsjägerzug gliedert sich in einen Zugtrupp sowie drei Hochgebirgsgruppen mit Scharfschützentrupps. Die Soldaten des Hochgebirgsjägerzuges sind körperlich hoch leistungsfähig sowie umfassend ausgebildete Infanteristen und werden in schwierigstem Gelände und extremen Klimabedingungen unter direkter Führung des Bataillonskommandeurs eingesetzt.

Zu den Aufträgen gehören unter anderem, Angriff in Flanke und Rücken des Gegners, das Überwachen von Flanken, die Erkundung und das Gangbarmachen von Wegen in schwierigem Gelände für nachfolgende Gebirgsjägerkompanien sowie die Bergrettung und Multiplikatorenausbildung.

Der Hochgebirgsjägerzug kann zur Erfüllung seiner speziellen Aufgaben auf ein breites Spektrum moderner Ausrüstung zurückgreifen.

Die Skijägergruppe ist an den Hochgebirgsjägerzug angegliedert und besteht aus 13 im speziellen Fähigkeitsprofil des Bataillons besonders leistungsfähigen Soldatinnen und Soldaten. Diese dienen als Multiplikatoren und vertreten darüber hinaus den Verband bei vielen nationalen wie auch multinationalen Sportwettkämpfen und Weltmeisterschaften des Militärs.

Der Fernmeldezug (FM-Zug) gliedert sich in fünf Gruppen mit unterschiedlichen Aufgabenbereichen. Der Fernmeldezug bildet den Kern zur Sicherstellung der Führungsfähigkeit im Einsatz und bei Übungen. Dies beinhaltet das Einrichten von Gefechtsständen, dem Betrieb dieser und die Überbrückung von Reichweiten von Führungsmitteln mit Relais auch unter schwierigsten Bedingungen (zum Beispiel hochalpines Gelände). Unterteilt ist der FM-Zug in den Zugtrupp, die LAN Gruppe, die Funkgruppe sowie 2 Gefechtsstandgruppen. Die Soldaten sind, neben vielen Grundbefähigungen, in diversen spezifischen Bereichen bestens ausgebildet und spezialisiert. Dies beinhaltet ebenfalls zahlreiche zivilberuflich anerkannte Abschlüsse und Schulungen.

Der Materialbewirtschaftungszug hat den Auftrag die Versorgung des gesamten Bataillons mit Material, Munition und Betriebsstoff in Einsätzen, auf Übungsplätzen sowie im täglichen Dienst sicherzustellen und ist dazu in vier Gruppen und zwei Trupps unterteilt. Der Zugtrupp ist für die Auftragsverteilung der einzelnen Teileinheiten zuständig, zu denen die Materialgruppe, Munitionsgruppe, Wassergruppe, Erdarbeitsmaschinengruppe sowie der Marketender- und Betriebsstofftrupp gehören.

Der Technische Zug, die Instandsetzung, ist das Herzstück der materiellen Einsatzbereitschaft für Kfz, Führungsmittel, Waffen und sonstiges Wehrmaterial des Bataillons. Um diesem Auftrag im Auslandseinsatz und im Friedensbetrieb durchführen zu können, verfügt er über Soldaten mit einer breiten, auch zivilberuflich anerkannten Ausbildung in allen erforderlichen Fachrichtungen. Der Zug stellt ebenfalls für das Bataillon die Bergemittel bereit, um bei Bedarf die Rettung und Bergung von Fahrzeugen mit technischen Geräten zu unterstützen. Dazu verfügt er zum Beispiel über eine Bergegruppe, die mit geländegängigen Mobilkränen mit Seilwinden ausgestattet ist.

Die Verpflegungsgruppe ist verantwortlich für die Bereit- und Sicherstellung von Verpflegung sowie die Zubereitung und die Ausgabe dieser. Auf den Truppenübungsplätzen und im Einsatz wird die Verpflegung in der Truppenfeldküche zubereitet. Dazu ist sie in einen Verpflegungstrupp sowie fünf Feldküchentrupps a drei Soldaten gegliedert. Um die Aufträge und Tätigkeiten ausführen zu können wird eine vorhergehende zivilberufliche Ausbildung, die über die Bundeswehr (oder zivil als Koch, Bäcker, Konditor oder Metzger) benötigt. Neben den spezifischen Fachausbildungen ist hierbei insbesondere ein hohes Maß an Organisationstalent und persönlichem Engagement gefordert.

Die 1. Kompanie stellt mit ihren Spezialzügen die „Versorgungskompanie“ des Bataillons dar. In der derzeitigen Struktur bietet die Kompanie für 4 Offiziere, 49 Feldwebel, 32 Unteroffiziere und 125 Mannschaften Dienstposten mit einer Gesamtstärke von 210 Soldatinnen und Soldaten. Neben militärischen Fähigkeiten sind hier auch zivilberufliche Qualifikationen gefragt, um die Unterstützung der anderen Kompanien zu gewährleisten. Die Führung der Kompanie stellen als Kompaniechef Major Sebastian Lemberg und als Kompaniefeldwebel, auch Spieß genannt, Oberstabsfeldwebel Franz Michael Grüsser. Die Gemeinde Berchtesgaden ist die Patengemeinde. Der Kleine Watzmann ist seit dem 21. Februar 1973 der Patengipfel der Kompanie.

2. Kompanie

Die 2. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 232 ist neben der 3. und 4. Kompanie eine der drei Kampfkompanien des Bataillons. Der Kernauftrag ist die Durchführung von Einsatzaufträgen in allen Operationsarten im gesamten Aufgabenspektrum der Bundeswehr in den unterschiedlichsten Einsatzszenarien. Dazu zählt vorrangig die Landes- und Bündnisverteidigung, aber auch der Einsatz in unterschiedlichen Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Die Kompanie ist befähigt im extremen Gelände und unter extremen Umwelteinflüssen sowie im urbanen Gelände den Kampf zu führen. Dazu ist die Ausbildung auf den Einsatz im Gebirge, Hochgebirge, in der Wüste und im arktischen Gelände sowie Ortskampf ausgerichtet.

Gliederung:

Die 2. Kompanie ist in vier verschiedene Teileinheiten mit unterschiedlichen Aufträgen gegliedert. Darunter drei leichte Gebirgsjägerzüge. Diese sind vorrangig für den Kampf im schwierigen bis extremen sowie urbanen Gelände ausgerichtet, ausgebildet und ausgerüstet. Ausgestattet sind die Züge mit Sturmgewehren, Panzerfaust, Granatpistole, Maschinengewehren und Nachtsehmitteln.

Der vierte Zug, der schwere Zug, verfügt über die Fähigkeiten weitreichender und panzerabwehrstarker Waffen. Der Kompanie stehen somit eine Scharfschützengruppe, eine Granatmaschinenwaffengruppe sowie eine MILAN-Gruppe zur Verfügung.

Vorstellung der Kompanie:

Im Logo der „Zwoten“ ist das Edelweiß deutlich zu erkennen. Diese Bergblume stellt die besondere Verbundenheit der Soldaten der 2. Kompanie mit den Bergen unserer Heimat dar. Geführt durch Major Stefan Pankalla, als Kompaniechef und Oberstabsfeldwebel Helmut Berger, dem Kompaniefeldwebel. Immer wieder werden die Soldaten physisch und psychisch bis an ihre Grenzen geführt, wenn zum Beispiel der Patengipfel, der Watzmann, bestiegen oder fordernde Gefechtsausbildung auf den umliegenden Gebirgsübungsplätzen durchgeführt wird.

Die 2. Kompanie hat in der Vergangenheit an mehreren Auslandseinsätzen der Bundeswehr in Somalia, Bosnien, Kosovo, Afghanistan und im Irak teilgenommen.

Die Patengemeinde der 2. Kompanie ist die Gemeinde Ramsau.

3. Kompanie

Die 3. Kompanie führt im gesamten Aufgabenspektrum und in allen Operationsarten des Heeres, besonderen Landoperationen und Gefechtshandlungen eines Einsatzverbandes, durch. Insbesondere unter extremen Klima- und Wetterbedingungen sowie im schwierigsten Gelände und in großen Höhen. Sie ist vollbeweglich, lufttransportfähig sowie auf- und abgesessen überschneefähig. Die Kompanie führt bei Bedarf Operationen im Verbund mit Einsatz - und Kampfunterstützungskräften im schwierigsten und urbanen Gelände in nahezu allen Klimakategorien durch.

Gliederung:

Die 3. Kompanie setzt sich aus vier Infanteriezügen und der Kompanieführung zusammen. Die Kompanieführung unterstützt den Kompaniechef bei der Gefechtsführung, Ausbildung und Personalführung der Kompanie. Der I. bis III. Zug sind „leichte“ Gebirgsjägerzüge. Sie sind gegliedert in drei Gruppen (jeweils 10 Soldaten) und einem Zugtrupp (6 Soldaten). Durch ihre hohe Beweglichkeit und leichte Bewaffnung sind die Soldaten in jedem Gelände und schnell einsetzbar. Sie bilden im Gefecht die Speerspitze für den Kompaniechef. Der IV. Zug ist ein schwerer Gebirgsjägerzug. Mit je drei Trupps (3 Soldaten) der Panzerabwehrwaffe MILAN, Granatmaschinenwaffe und drei Scharfschützentrupps. Mit der Panzerabwehrwaffe MILAN kann gepanzerter und ungepanzerter Feind bis 1.950 Meter bekämpft werden. Die Granatmaschinenwaffe hat eine Reichweite von 1.800 Meter. Die Scharfschützen bekämpfen Feind ebenfalls bis auf eine Entfernung von 1.800 Meter.

Vorstellung der Kompanie:

Die 3. Kompanie wird geführt von Hauptmann Michael Ortner. Ihm zur Seite steht der Kompaniefeldwebel Oberstabsfeldwebel Alexander Schwahn. Insgesamt hat die Kompanie 161 Dienstposten, 5 Offiziere, 39 Unteroffizieren und 117 Mannschaftssoldaten. Der Schlachtruf der dritten lautet „In Treue fest“. Dieser Leitspruch spiegelt sich bei den Soldaten, durch ihre hohe Professionalität und Loyalität, wieder. Bei zahlreichen Übungen im In - und Ausland wird dies immer wieder unter Beweis gestellt. So waren die Soldaten der Kompanie bei  der Hochgebirgsübung „Edelweiß 2016“ in Österreich und im Gefechtsübungszentrum  des Heeres in Letzlingen/Sachsen-Anhalt eingesetzt. Darüber hinaus nahmen die Soldaten der Kompanie an Einsätzen in Kosovo, Afghanistan und aktuell im Irak teil. Die Patengemeinde der Kompanie ist Marktschellenberg. In regelmäßigen Abständen finden gemeinsame Veranstaltungen zur Stärkung der Patenschaft statt.

4. Kompanie

Die 4. Kompanie ist eines der Kernelemente der Auftragserfüllung, und Träger des Gefechts des Gebirgsjägerbataillons 232. Sie ist befähigt in allen Operationsarten, insbesondere im besonderen Fähigkeitsprofil Gebirge, im schwierigen Gelände und unter extremen Klima- und Wetterbedingungen sowie in urbanen Operationen eingesetzt zu werden. Sie eignet sich für alle allgemeinen Aufgaben in Landoperationen und besonderen Gefechtshandlungen im Zusammenwirken mit der Kampf- und Einsatzunterstützung.

Gliederung:

Die 4. Kompanie verfügt neben der Kompanieführungsgruppe über drei leichte Gebirgsjägerzüge sowie den schweren Gebirgsjägerzug.

Die leichten  Gebirgsjägerzüge verfügen jeweils über 36 Soldaten. Sie gliedern sich in je 3 Gruppen (10 Soldaten) und den Zugtrupp (6 Soldaten).

Der schwere Gebirgsjägerzug der 4. Kompanie hat einen besonderen Stellenwert

neben je 3 Trupps der Panzerabwehrwaffe MILAN und der Granatmaschinenwaffe werden hier sämtliche Scharfschützen des Bataillons, in einem zugstarken Äquivalent, gebündelt, ausgebildet und für den jeweiligen Einsatzauftrag bereitgehalten.

Die Scharfschützen des Bataillons  werden in Ausbildung und Einsatz als Zug unter einheitlicher Führung des Bataillonskommandeurs zusammengefasst. Sie werden oftmals über lange Zeiträume, abseits der Truppe eingesetzt und müssen widrigsten Gelände- und Umwelteinflüssen trotzen. Daher zeichnen sie sich durch eine überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit, Robustheit und besondere charakterliche Eignung aus. Die Scharfschützen können in allen Operationsarten und besonderen Gefechtshandlungen im Gebirge und im urbanen Gelände eingesetzt werden.

Insbesondere eignen sich die Scharfschützen für das Überwachen von Flanken und Lücken, das Aufklären und Bekämpfen von Hochwertzielen und den Kampf gegen gegnerische Scharfschützen und Beobachter. Darüber hinaus besitzen sie die Fähigkeit Zielmeldungen für den Einsatz streitkräftegemeinsamer Feuerunterstützung zu liefern und Steilfeuer zu lenken. Sie leisten einen entscheidenden Beitrag zur Informationsgewinnung und zum Aufwachsen eines Lagebildes über gegnerische Kräfte und tragen somit entscheidend für den Schutz eigener Kräfte des Bataillons bei.

Vorstellung der Kompanie:

Die 4. Kompanie wird derzeit von Major Marcus Sturm geführt, der durch seinen Kompaniefeldwebel, Stabsfeldwebel Marco Pampel, unterstützt wird.

Insgesamt verfügt die Kompanie über 161 Dienstposten, 5 Offiziere, 39 Unteroffizieren und 117 Mannschaftssoldaten.

Das Wappentier der 4. Kompanie ist der Steinbock – ein klettergewandtes Horntier, welches sich perfekt dem widrigen Lebensraum des alpinen Hochgebirges angepasst hat. Es symbolisiert die hohe Leistungsfähigkeit, die körperliche Robustheit und das Durchhaltevermögen, welche die Soldaten der 4. Kompanie zur Auftragserfüllung ständig an den Tag legen müssen.

Dies konnte die Kompanie zuletzt im Juni 2016, im Übungszentrum der Infanterie, in der Operationsart Angriff im Waldkampf sowie im Oktober 2016 auf der Brigadegebirgsgefechtsübung Edelweiß im Hochgebirge, auf dem österreichischen Truppenübungsplatz Lizum/ Walchen, erfolgreich unter Beweis stellen. Darüber hinaus haben Soldaten der Kompanie ihre Leistungsfähigkeit bei Einsätzen in Afghanistan, Mali, Kosovo und im Irak bewiesen. Mit Schönau am Königssee hat die Kompanie eine der landschaftlich am reizvollsten Gemeinden das Berchtesgadener Landes als Patengemeinde. Der beiderseitige Austausch ist rege und der Kontakt zwischen den Angehörigen der Kompanie und der Gemeinde wird in jährlich stattfindenden Veranstaltungen wie dem Sommerfest auf dem Sillberg, Skilaufen auf dem Jenner, oder der gemeinsamen Weihnachtsfeier stetig gefestigt.

5. Kompanie

Die 5. Kompanie unterstützt gemäß den spezifischen Aufträgen des Kommandeurs das Gefecht des Gebirgsjägerbataillons 232 mit unmittelbar verfügbarem, reaktionsschnellem Steilfeuer, weitreichender Panzerabwehr und Flachfeuer der Maschinenkanonen. Mit dem Aufklärungszug klärt sie auf, erkundet und überwacht im Verantwortungsbereich des Bataillons. Die Kompanie leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur schnellen Schwerpunktbildung und Verlagerung in der Gefechtsführung des Bataillons und trägt zum Lagebild und der Informationsüberlegenheit des Verbandes bei.

Gliederung:

Die 5. Kompanie ist in fünf verschiedene Teileinheiten mit unterschiedlichen Aufträgen gegliedert.

Der Feuerunterstützungszug bestehend aus vier Joint Fire Support Teams (JFST; übersetzt: kombinierter Feuerunterstützungstrupp) und einem so genannten Joint Fire Support Coordination Team (JFSCT, übersetzt: kombinierter Feuerunterstützungskoordinierungstrupp) und ist ein Zusammenschluss der Artilleriebeobachter, der vorgeschobenen Beobachter der Mörser und der Fliegerleittrupps. Während das JFSCT den Bataillonskommandeur berät und die einzelnen Wirkmittel nach seiner Maßgabe koordiniert, begleiten die vier Joint Fire Support Teams die Kampfkompanien und unterstützen diese mit allen verfügbaren, oftmals auch streitkräftegemeinsamen Wirkmitteln.

Der Aufklärungszug wird zur Gefechtsaufklärung des Bataillons, Erkundung, Überwachung von Räumen und zum Herstellen und Halten von Verbindungen eingesetzt.

Die Panzerabwehrwaffe TOW bildet im Gefecht des Bataillons den Schwerpunkt der Panzerabwehr. Auf überwiegend große Entfernung (bis vier Kilometer) kann sie bei Tag und bei Nacht gegnerische gepanzerte Kräfte wirkungsvoll bekämpfen. Der Zug verfügt über sechs Waffenträger Wiesel TOW.

Die Maschinenkanone 20 Millimeter (MK) auf dem leichtgepanzerten hochbeweglichen Kettenfahrzeug Waffenträger Wiesel  dient zur Bekämpfung von Zielen in weiter Entfernung und ermöglicht durch Feuerzusammenfassung mit den Panzerabwehrwieseln TOW eine schnelle und flexible Gefechtsführung und Schwerpunktbildung. Der Zug verfügt über sechs Waffenträger Wiesel MK.

Der Mörserzug bekämpft mit seinen Steilfeuerwaffen Flächenziele auf- und abgesessen auf weite Entfernung bis 6.750 Meter. Das Personal des Mörserzuges ist in der Lage, Stellungen zu erkunden und zu beziehen, das Feuer zu lenken und zu berechnen. So ist der Mörserzug die am schnellsten und unmittelbar verfügbare Steilfeuerkomponente des Kommandeurs. Dazu verfügt er über acht Panzermörser und drei Feuerleitpanzer.

Die Mörser können ebenfalls abgesessen eingesetzt werden und dabei auch mit dem Überschneefahrzeug BV 206 transportiert werden.

Jede der Teileinheiten ist über das Jahr verteilt auf verschiedenen Übungsaufenthalten im

In- und Ausland gebunden, um das jeweils spezielle Fähigkeitsprofil aufrecht zu erhalten. Darüber hinaus hat das Personal der 5. Kompanie an Einsätzen in Afghanistan und dem Kosovo sowie aktuell im Irak teilgenommen.

Vorstellung der Kompanie:

Die 5. Kompanie stellt mit ihren schweren Waffen den Hammer des Bataillons dar. Mit insgesamt 161 Dienstposten, aufgeteilt auf 15 Offiziere, 48 Unteroffiziere und 98 Mannschaften, ist die 5. Kompanie aufgrund ihrer speziellen Befähigung eine sehr dienstgradlastige Einheit. Zurzeit wird „die Schwere“ von Hauptmann Markus Wischnewski geführt. Ihm zur Seite steht als rechte Hand der Spieß, Oberstabsfeldwebel Rene Bartke. Die Patengemeinde der Kompanie ist die Gemeinde Bischofswiesen, mit welcher oft gemeinsame Veranstaltungen durchgeführt werden.

Ergänzungstruppenteil (ErgTrT) 6./Gebirgsjägerbataillon 232

Durch die Umstrukturierung nach den Vorgaben Heer  2011 verfügt das Bataillon seit Ende 2014 mit dem Ergänzungstruppenteil über eine zusätzliche Kompanie, die ausschließlich aus Reservedienstleistenden  besteht.

Diese nichtaktive Einheit verstärkt das Bataillon bei der Erfüllung von Aufgaben der Landesverteidigung, erhöht dessen Durchhaltefähigkeit und bildet die Grundlage für eine kurzfristige Aufwuchsfähigkeit im Krisen- und Verteidigungsfall. Derzeit befindet sich die Kompanie in der Aufstellungs- und Orientierungsphase.

Die 6./ Gebirgsjägerbatallion 232 gliedert sich wie die aktiven Gebirgsjägerkompanien des Bataillons. Sie verfügt insgesamt über 147 Dienstposten. Diese verteilen sich auf eine Kompanieführungselement, einen technischen Trupp und die Jägerzüge I, II, III und einen schweren Jägerzug IV mit Panzerabwehrhandwaffen und Scharfschützen.

Der Schwerpunkt der Aufgaben der Kompanie liegt aktuell bei den Allgemeinen Aufgaben in Landoperationen, hier insbesondere der Einsatz in Sicherungsaufgaben. Dabei findet stets die Forderung Berücksichtigung, dass die Kompanie in schwierigem Gelände eingesetzt werden kann. Es kommt hier darauf an, die Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Soldaten zu halten, zu steigern und im gemeinsamen Geländedienst im Sinne des Auftrages zusammenzuführen. Kameradschaft untereinander in und außer Dienst ist das Fundament, auf dem die Leistungen der Kompanie beruhen.

Um dieses Ziel zu erreichen, führt die Kompanie jährlich Ausbildungen durch. Zum einen eine jeweils vierzehntägige Übung mit Truppenübungsplatzaufenthalt und Schießausbildung. Zum anderen die Teilnahme an zentralen Ausbildungsvorhaben des Bataillons, beispielsweise der Gebirgsleistungsmarsch „Alpendistel“ und den Übungsvorhaben der aktiven Kompanien im Gefechtsübungszentrum in der Altmark, sowie in der Wattener Lizum und auf der Seetaler Alpe, beide in Österreich.

Die Kompanie freut sich über neue Rekruten, um den Beorderungsstand zu erhöhen. Sind Sie ehemaliger Gebirgsjäger oder ehemaliger Wehrpflichtiger waren Sie in ihrer Dienstzeit außerhalb der Gebirgsjägergruppe eingesetzt und haben Sie Interesse an fordernder infanteristischer Ausbildung, so nehmen Sie bitte Kontakt mit der S1-Abteilung des Bataillons auf.

Ausbildungs- und Unterstützungskompanie

Die Ausbildungs- und Unterstützungskompanie 232 hat den Auftrag die neuen Rekrutinnen und Rekruten der Bundeswehr in vier Jahresquartalen auszubilden. Sie vermittelt den Soldatinnen und Soldaten eine allgemeinmilitärische Grundbefähigung, die die Voraussetzung für die weitere, allgemeine und militärfachliche Ausbildung zur Wahrnehmung der jeweiligen Aufgaben auf einem zukünftigem Dienstposten darstellt. Das Ausbildungsziel der Grundausbildung ist einsatzbereite Wach- und Sicherungssoldaten. Die Kompanie führt darüber hinaus die Dienstpostenausbildung für die Mannschaften des Bataillons durch. Sie steigert dabei die individuellen Fähig- und Fertigkeiten der Soldaten und bereitet sie auf ihre vorgesehene truppengattungs- bzw. aufgabenbereichsspezifische Folgeverwendungen vor. Das Ziel der Dienstpostenausbildung ist der zum infanteristischen Kampf befähigte Soldat.

Gliederung:

Die Ausbildungs- und Unterstützungskompanie 232 gliedert sich in die Kompanieführungsgruppe und  ihren unterstellten Bereich. Die Kompanieführungsgruppe besteht aus einem Kompaniefeldwebel, Kompanieführungs-, Technischen-, Versorgungstrupp sowie einem IT Unteroffizier, dem Ausbildungsoffizier und dem Kompaniechef. Der Bereich unterhalb der Kompanieführung gliedert sich anteilig in drei Ausbildungszüge. Die drei Ausbildungs-züge verfügen jeweils über vier Gruppen und bilden eine Ausbildungskapazität für 144 Rekrutinnen und Rekruten. Außerdem gibt es noch einen Sicherungszug. Dieser besteht aus vier Gruppen und hat eine Gesamtstärke von 53 Soldaten.

Vorstellung der Kompanie:

Die Ausbildungs- und Unterstützungskompanie 232 geht aus der ehemaligen 6. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 232 hervor. Der Kompanienamen wurde am 01. Juli 2014 geändert. Geführt wird diese durch Major Peter Baumert, ihm zur Seite steht der Spieß, Oberstabsfeldwebel Ralf Uhl.

Die Heeresbergführer

Für höchste alpine Qualifikation innerhalb des Deutschen Heeres stehen die Heeresbergführer. Gerade einmal 80 bis 100 aktive Soldaten verfügen über diese Qualifikation. Heeresbergführer beraten die Kommandeure und Einheitsführer bei der Planung und Durchführung des Dienstes im Gebirge hinsichtlich der Beurteilung des Geländes und der Wetterentwicklung sowie deren Gefahren. Außerdem empfehlen sie Maßnahmen für die Sicherheit und zur Vermeidung von Unfällen. Sie bilden Soldaten für den Kampf und Einsatz im Gebirge aus, in den Bereichen militärisches Bergsteigen, Skilauf, Bergrettungsdienst und im Überleben unter schwierigen Bedingungen.

Weitere Aufgaben sind:

  • Führen von militärischen Einsätzen im schwierigen Gebirgsgelände unter extremen Witterungsbedingungen
  • Leitung und Durchführung von Bergrettungseinsätzen, Vorführungen und Übungen
  • Beratung und Betreuung der Soldaten bei außerdienstlichen Berg- und Skitouren
  • Mitwirkung bei der Auswahl und Ausbildung des Heeresbergführernachwuchses
  • Beratung bei Bekleidung und Ausrüstung der Gebirgstruppe

Leitsatz seines Handelns sei immer:

  • „Vor sich selbst bestehen zu können“ & „der Spezialist der Spezialisten“

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Stand vom: 19.02.18


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