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Neue Lkw-Generation für Ingolstädter Pioniere

Zwei militärische Lkw stehen winklig angeordnet auf einer Wiese.)
Der alte militärische geländegängie Lkw (l.) der Kategorie I (mil gl Kat I) wird durch ein neues Modell (r.) ersetzt (Quelle: Bundeswehr/Sabrina Kleinekorth)Größere Abbildung anzeigen
Ingolstadt/Bayern, 01.10.2019.

Im Zuge der Trendwende Material nimmt das Ausbildungszentrum Pioniere in Ingolstadt die ersten beiden neuen ungeschützten Transportfahrzeuge in Empfang.

Nach über 40 Jahren im Dienst, verlassen die 5-, 7- und 10-Tonner genannten MAN allmählich die Truppe. Kaum ein anderes Militärfahrzeug prägte das Bild der Bundeswehr mehr als diese markanten Lastwagen. Ihre Geländegängigkeit und die technische Ausstattung waren zur Zeit der Einführung richtungsweisend und fortschrittlich. Doch inzwischen genügt der umgangssprachlich genannte „Tonner“ den Anforderungen moderner Logistik und zahlreicher Auslandseinsätze nicht mehr. Ende August wurden zwei Exemplare der neuen Generation ungeschützter Transportfahrzeuge an das Ausbildungszentrum Pioniere übergeben.

Kurze Entwicklungsdauer

Der neue Lkw (UTF 15 Tonnen) steht auf der Wiese
Der neue Lkw (UTF 15 Tonnen) kommt zukünftig in Ingolstadt zum Einsatz (Quelle: Bundeswehr/Sabrina Kleinekorth)Größere Abbildung anzeigen

Optisch stehen sie nach wie vor unverkennbar in der Tradition des legendären Lkw mil gl KAT I (Lastkraftwagen militärisch, geländegängig, Kategorie I). Das ungeschützte Transportfahrzeug (UTF) wurde in vergleichsweise kurzer Zeit auf den Weg gebracht. Anderthalb Jahre dauerte es vom ersten Erprobungsmuster bis zur abschließenden technischen Überprüfung. Der Neuling kann seine Herkunft nicht verleugnen: Die Frontpartie ähnelt stark dem kantigen Vorgänger, die Fahrer- und Beifahrertür sind praktisch identisch – vertraute Optik mit moderner Technik sozusagen.

Mit den neuen militärischen Transportfahrzeugen erhalten die Pioniere moderne Fahrzeuge, die es ermöglichen, in internationalen Einsätzen, aber für die Landes- und Bündnisverteidigung ihre vielfältigen Transportaufgaben optimal zu erfüllen. Mit ihrem Containertragrahmen können die Lkw unterschiedliche Ladungsträger aufnehmen und sind als Zugfahrzeuge für verschiedene Anhänger besonders geeignet.

Robust, hochmobil und nachrüstbar

Den neuen Lkw gibt es in zwei Ausführungen als UTF 15t und UTF 5t (Quelle: Sabrina Kleinekorth)Größere Abbildung anzeigen

Die gemeinsame Nutzung vieler Baugruppen über die gesamte Fahrzeugfamilie hinweg begrenzt die Nutzungskosten und erleichtert die Ausbildung sowie die Instandhaltung. Herausragende Eigenschaften der neuen Lkw sind ihre Robustheit und der außergewöhnlich hohe Grad der Mobilität. Hierzu zählt beispielsweise eine Watfähigkeit bis zu 1,50 Meter. Durch die Integration zahlreicher Rüstsätze können die Fahrzeuge so ausgestattet werden, wie es der jeweilige Auslandseinsatz erfordert. Zudem entsprechen die Fahrzeuge – ganz im Sinne der Reduktion der CO2-Emissionen – der modernen Euro 5 Dieselnorm, verfügen über eine Navigationsanlage, Klimaanlage, 7-Gang-Automatik, Rückfahrkamera und einer Funkgeräteausstattung. Darüber hinaus kann die Fahrerkabine mit einem besonderen ballistischen Schutz nachgerüstet werden. Beide Fahrzeuge sind mit einer Wechselbrücke 15 Fuß (bei 5t) oder 20 Fuß (15t) ausgestattet und eignen sich auch zum Containertransport.

In den kommenden Monaten werden noch vier weitere ungeschützte Transportfahrzeuge im Ausbildungszentrum Pioniere in Ingolstadt ausgeliefert.


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Stand vom: 01.10.2019 | Autor: Stefan Geßner


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