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Übung Berglöwe: Gebirgsjäger kämpfen unter realen Bedingungen

Achtung Kolonne! Während der Übung Berglöwe müssen Verkehrsteilnehmer besonders aufmerksam sein
Achtung Kolonne! Während der Übung Berglöwe müssen Verkehrsteilnehmer besonders aufmerksam sein (Quelle: Bundeswehr/Stephan Schaffner)Größere Abbildung anzeigen
Bad Reichenhall/Bayern, 10.05.2019.

Die Übung Berglöwe 2019 beginnt: Vom 11. bis 23. Mai werden bis zu 1.200 Soldatinnen und Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 ihr militärisches Können unter Beweis stellen. Ziel ist es, die Einsatzbereitschaft der Brigade zur Landes- und Bündnisverteidigung – dem Kernauftrag der Bundeswehr – zu demonstrieren.

Seit gut einem Jahr laufen die Vorbereitungen auf die freilaufende Gefechtsübung. Freilaufend bedeutet, dass neben den Übungsplätzen sich Soldaten in Fahrzeugen und zu Fuß in einem angemeldeten Wohn-, Wald- und Industriebereich bewegen und dort ihren Dienst versehen. Bereits im Jahr 2018 hat es die Übung mit dem Namen Berglöwe gegeben, jetzt wird sie neu aufgelegt.

Eine Gewässerüberquerung ist geplant

Einige Gebirgssoldaten werden bei der Übung in die Rolle von irregulären Kräften schlüpfen. Sie stellen fiktive Feinde oder Störer dar
Einige Gebirgssoldaten werden bei der Übung in die Rolle von irregulären Kräften schlüpfen. Sie stellen fiktive Feinde oder Störer dar (Quelle: Bundeswehr/Michael Andritzky)Größere Abbildung anzeigen

Es gibt jedoch kein detailliertes Drehbuch. Dadurch haben die militärischen Führer aller Ebenen größtmögliche Entscheidungsfreiheit. „Zum einen werden wir alte Wege neu beschreiten und auf den Erfahrungen von Berglöwe 2018 aufbauen, zum anderen werden auch neue Inhalte wie zum Beispiel die geplante Gewässerüberquerung Bestandteil des Berglöwen 2019 sein“, erklärt Oberstleutnant Eike Gudat vom Stab der Gebirgsjägerbrigade 23. Er ist der Projektverantwortliche für die Übung. Ab 11. Mai werden die ersten Gefechtsfahrzeuge via Bahntransport in die Nähe von Rosenheim transportiert.

Bürgertelefon für alle Fragen zur Übung geschaltet

Ein Soldat der Gebirgsjägerbrigade 23 verteilt Flugblätter mit Informationen über die Übung Berglöwe an Bürger in den Gemeinden, in denen die Übung stattfindet
Ein Soldat der Gebirgsjägerbrigade 23 verteilt Flugblätter mit Informationen über die Übung Berglöwe an Bürger in den Gemeinden, in denen die Übung stattfindet (Quelle: Bundeswehr/Achim Kessler)Größere Abbildung anzeigen

Frühzeitig sind Bürgerinnen und Bürger der betroffenen Gemeinden informiert und in die Vorbereitungen der Übung eingebunden worden. Bereits am 28. März wurde Vertretern der betroffenen Landkreise und Gemeinden, der Polizei sowie des Bayerischen Bauernverbands, der Bayerischen Staatsforsten, der Bergwacht und der Sektion Traunstein des Deutschen Alpenvereins im Offizierheim der Gebirgsjägerbrigade 23 die Übung erklärt und Anpassungen beim Übungsverlauf vorgenommen.

Die Bevölkerung wird zudem fortlaufend über die Übung informiert, um größtmögliche Transparenz zu schaffen. Am 7. Mai verteilten Soldaten Flugblätter an öffentlichen Orten wie Läden und Bahnhöfen in Traunstein und im Berchtesgadener Land. Ab sofort ist innerhalb der Dienstzeit und im Kernübungszeitraum vom 11. bis 23. Mai rund um die Uhr ein Bürgertelefon eingerichtet, das für etwaige Fragen bereitsteht. Das Bürgertelefon ist unter 08651 / 79 33 30 zu erreichen.

Des Weiteren informiert die Gebirgsjägerbrigade 23 während des gesamten Übungszeitraums tagesaktuell über neue Entwicklungen in den regionalen Medien und auf Facebook „Die Bundeswehr in Bayern“.

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Sicherheitshinweise für die Bevölkerung

Militärkolonnen

Es werden rund 250 Gefechtsfahrzeuge und Großgerät auf den Straßen der Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land unterwegs sein. Die Militärkolonnen bewegen sich mit einer maximalen Geschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde. Sie dürfen aus Sicherheitsgründen nicht überholt oder durch abbiegende Fahrzeuge unterbrochen werden. Insbesondere zu Kettenfahrzeugen ist aufgrund des sehr kurzen Bremsweges ausreichend Sicherheitsabstand zu halten. Die Kolonnen sind dazu befugt, rote Ampeln zu überfahren. Daher ist besondere Vorsicht aller Verkehrsteilnehmer geboten, da nicht alle Kolonnen durch Polizei und Feldjäger abgesichert werden.

Übungstruppe

Der Großteil der an der Übung beteiligten 1.200 Soldaten trägt reguläre Uniformen der Bundeswehr. Um die Übung allerdings so realistisch wie möglich zu gestalten, werden einige Dutzend Gebirgssoldaten auch die Rolle von irregulären Kräften annehmen. Sie stellen fiktive Feinde und Störer dar. Diese Soldaten tragen keine regulären Uniformen. Sie sind für die Bevölkerung daran zu erkennen, dass sie Bundeswehrfahrzeuge nutzen und blaue Arbeitsanzüge, sogenannte Blaumänner, mit roten Armbinden tragen.

Luftraum

Bereits ab dem 14. Mai kommen auch Hubschrauber (Transporthubschrauber, Rettungshubschrauber usw.) zum Einsatz. Zusätzlich werden sich über den Übungszeitraum auch Aufklärungsdrohnen im Übungsraum befinden. Informieren Sie sich daher als Luftraumnutzer vorab über Einschränkungen im Luftraum.

Verhalten beim Auffinden von Munition

Das Berühren und Aneignen von Munition und Munitionsteilen ist verboten. Sollten Sie Munition finden, wenden Sie sich bitte an das Bürgertelefon, damit eine fachgerechte Beseitigung erfolgen kann.


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Stand vom: 13.05.2019 | Autor: Tobias Skinner


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