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Übung Holsteiner Husar: Auch Aufklärer müssen kämpfen können

Aufklärer suchen Deckung an einem Spähwagen Fennek und warten auf weitere Befehle
Aufklärer suchen Deckung an einem Spähwagen Fennek und warten auf weitere Befehle (Quelle: Bundeswehr/Timm Ritter)Größere Abbildung anzeigen
Jägerbrück/Mecklenburg-Vorpommern, 11.06.2019.

Die Soldatinnen und Soldaten des Aufklärungsbataillons 6, auch bekannt als Eutiner Aufklärer, haben vom 20. bis zum 23. Mai auf dem Truppenübungsplatz in Jägerbrück geübt. Die Aufklärer sind im Gefecht das Auge und Ohr der Truppe. Bei der Übung Holsteiner Husar traten die Aufklärer jetzt gegen Feindkräfte bei Tag und Nacht an.    

Absicht des Bataillonskommandeurs, Oberstleutnant Tobias Aust, war es „alles zu üben, was ein Aufklärungsbataillon aus dem Stand können muss“. Denn es gilt, in einem dynamischen Gefechtsszenario die eigenen Kräfte zu koordinieren und sicher die eigenen Stellungen zu beziehen. Das alles muss funktionieren, währenddessen der Feind angreift, in einer unklaren Lage und bei schlechter Sicht. Um ein realistisches Szenario abbilden zu können, nahm das Jägerbataillon 413 die Rolle des Gegners ein.

Angriffe bei Tag und Nacht

Der Spähtruppführer bespricht die nächste Aktion sowie den angedachten Ort für die Aufnahme eigener Kräfte
Der Spähtruppführer bespricht die nächste Aktion sowie den angedachten Ort für die Aufnahme eigener Kräfte (Quelle: Bundeswehr/Timm Ritter)Größere Abbildung anzeigen

Neben der Aufklärungskomponente durch leichte Späher am Boden, dem taktischen Einsatz der Drohnen sowie der Feldnachrichtenkräfte mit einer eingerichteten „Temporären Befragungsstelle für Kriegsgefangene“ standen vor allem das Einrichten der Gefechtsstände und die rückwärtigen Versorgungsdienste im Mittelpunkt der Übung.
Immer wieder wurden dabei auch die Gefechtsstandsoldaten und Kameraden der Versorgung und Instandsetzung angegriffen – bei Tag, aber vor allem auch bei Nacht. Damit wollte der Kommandeur jedem verdeutlichen: „Hochintensives Gefecht bedeutet heute 360-Grad-Bedrohung, für alle, jederzeit und überall. Denn wenn es hart auf hart kommt, muss jeder Aufklärer kämpfen können.“

Nächste Übung Haffschild im August

Aufklärer während der Übung mit ihrem Spähwagen Fennek
Aufklärer während der Übung mit ihrem Spähwagen Fennek (Quelle: Bundeswehr/Timm Ritter)Größere Abbildung anzeigen

Von der Intensität und der Konsequenz der umfassenden Bataillonsgefechtsübung überzeugte sich auch der Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“, Brigadegeneral Andreas Durst. Denn nur fordernd ausgebildete Aufklärer können den hohen Anspruch erfüllen, das Auge und Ohr der Brigade zu sein. Aust zeigt sich hier zuversichtlich: „Die Übung Holsteiner Husar hat uns sicherlich einsatzbereiter und schlagkräftiger gemacht: Jetzt gilt es, nicht nachzulassen und noch besser zu werden.“

Bereits im August werden die Aufklärer die Möglichkeit erhalten, ihre Fähigkeiten weiter zu vertiefen. Dann geht es in die Oberlausitz. Dort werden sie an der Brigadegefechtsübung Haffschild teilnehmen. Unter anderem ist dort ein Stresstest vorgesehen.


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Stand vom: 12.06.2019 | Autor: Matthias Simon


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