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Erster Test bestanden: Alarmübung bei der Panzerlehrbrigade 9

General Eberhard Zorn (M.), Generalinspekteur der Bundeswehr, spricht zu den Soldatinnen und Soldaten der NATO Speerspitze in Munster
General Eberhard Zorn (M.), Generalinspekteur der Bundeswehr, spricht zu den Soldatinnen und Soldaten der NATO Speerspitze in Munster (Quelle: Bundeswehr/Geoffrey Thiel)Größere Abbildung anzeigen
Munster/Niedersachsen, 12.02.2019.

Es könnte der Ernstfall sein: Am 4. Februar wird für die Panzerlehrbrigade 9 in Munster Alarm ausgelöst. Bereits 46 Stunden später sind die Soldatinnen und Soldaten auf dem Weg zu ihrem möglichen Einsatzort. Voll einsatzbereit präsentiert sich die Very High Readiness Joint Task Force (VJTF), die Schnelle Eingreiftruppe der NATO. Das alles unter den Augen des Generalinspekteurs der Bundeswehr, General Eberhard Zorn.

Es ist ein erster Testlauf für die Soldaten. Im Ernstfall haben die Soldaten der VJTF 48 Stunden Zeit, um ihre Ausrüstung zu packen und die Fahrzeuge vorzubereiten. Dieses Mal wurden Teile der Stabs- und Fernmeldekompanie, des schnell verlegbaren Brigadegefechtsstandes und Teile des Panzerlehrbataillons 93 in den Alarm versetzt. Innerhalb der geforderten Zeit waren alle abmarschbereit.

Der Alarm war vom Bundesverteidigungsministerium ausgelöst worden. Es ist eine von vielen Übungen in den kommenden Monaten, um zu beweisen, dass die Panzerlehrbrigade 9 einsatzbereit ist. Sie stellt die Mehrzahl an Personal und Material der etwa 8.000 Soldaten der Speerspitze der NATO. Die Anforderung: Innerhalb von 48 bis 72 Stunden einsatzbereit an jedem Ort zu sein, wo die Truppe jeweils benötigt wird. Der Generalinspekteur stellt zufrieden fest, dass es sogar noch schneller als die geforderten 48 Stunden geht.

Zielgerichtet, professionell, schnell

Zwei Soldaten rüsten ihren Kampfpanzer mit dem Maschinengewehr MG3 auf
Zwei Soldaten rüsten ihren Kampfpanzer mit dem Maschinengewehr MG3 auf (Quelle: Bundeswehr/Geoffrey Thiel)Größere Abbildung anzeigen

Die Schnelle Speerspitze der NATO habe somit eindrucksvoll den sehr guten Ausbildungsstand unter Beweis gestellt. Anschließend marschierten die beteiligten Einheiten der Brigade mit ihren Rad- und Kettenfahrzeugen sowie Kampfpanzern nach Bergen in die dortige Niedersachsenkaserne. Hier wurde die Alarmübung vom Kommandeur, Brigadegeneral Ullrich Spannuth, beendet. Er attestierte den angetretenen Soldaten "seiner VJTF" hohe Professionalität und Zuverlässigkeit: „Gut gemacht! Wie erwartet.“ Auch der Generalinspekteur war beeindruckt.

Keine Atempause

General Eberhard Zorn (l.) überwacht das Auffahren der Kampfpanzer zur Marschkolonne
General Eberhard Zorn (l.) überwacht das Auffahren der Kampfpanzer zur Marschkolonne (Quelle: Bundeswehr/Geoffrey Thiel)Größere Abbildung anzeigen

Trotz dieses positiven Fazits der Übung ist eine Verschnaufpause für die Soldaten der Lehrbrigade derzeit nicht absehbar, denn aktuell bereitet sich die Brigade bereits auf das nächste NATO-Großmanöver im Sommer dieses Jahres in Polen vor. Mit weiteren kurzfristigen Alarmübungen, wird die Brigade ihre Einsatzbereitschaft auf höchstem Niveau halten – oder, wie der Brigadekommandeur zum Ende feststellt: „Redet nicht über Bereitschaft, zeigt, dass ihr es könnt!“

Infobox

Nachdem die Bundesrepublik Deutschland 2014 beim NATO-Gipfel in Wales zustimmte, eine multinationale Eingreiftruppe der NATO aktiv zu unterstützen, wurde die Panzerlehrbrigade 9 aus Munster im letzten Jahr ein Teil dieser Eingreifkräfte und stellt 2019 das Herzstück, die sogenannte Very High Readiness Joint Task Force, kurz VJTF mit insgesamt 8.000 Soldatinnen und Soldaten aus neun Nationen unter der Führung des Brigadekommandeurs, Brigadegeneral Ullrich Spannuth. Die VJTF muss im Fall eines Alarms gestaffelt innerhalb von zwei bis fünf Tagen voll einsatz- und abmarschbereit sein.

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Stand vom: 18.03.2019 | Autor: Team Pressestelle Panzerlehrbrigade 9


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