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Übung Berglöwe: Gebirgsjäger kämpfen in zwei bayerischen Landkreisen

Auch Kettenfahrzuge wie der Wiesel werden bei der Übung eingesetzt
Auch Kettenfahrzuge wie der Wiesel werden bei der Übung eingesetzt (Quelle: Bundeswehr/Gerrit Burrow)Größere Abbildung anzeigen
Bad Reichenhall/Bayern, 06.07.2018.

Kämpfen in schwierigem Gelände ist Aufgabe der Gebirgsjäger. Ihre besonderen Fähigkeiten werden die Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ bei der Übung Berglöwe weiter ausbauen. Vom 9. bis 17. Juli üben bis zu 1.400 von ihnen in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land.

Seit über einem Jahr laufen die Vorbereitungen. Zwei Parteien stehen sich dabei gegenüber: Das Gebirgsjägerbataillon 232 aus Bischofswiesen und das Gebirgsjägerbataillon 231 aus Bad Reichenhall sind die Hauptakteure. Die Besonderheit der Übung ist ihr freilaufender Charakter: Geübt wird nicht nur auf Übungsplätzen – auch der öffentliche Raum in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land wird mit einbezogen.

Vorbereitungen unter Hochdruck

Der Übungsraum für die Brigadegefechtsübung Berglöwe ist rot eingerahmt. Blaue Flächen kennzeichnen Übungsräume der Soldaten. Die schwarz-gepunkteten Straßen werden durch die Truppe vermehrt befahren
Der Übungsraum für die Brigadegefechtsübung Berglöwe ist rot eingerahmt. Blaue Flächen kennzeichnen Übungsräume der Soldaten. Die schwarz-gepunkteten Straßen werden durch die Trupp… (Quelle: Bundeswehr/Gebirgsjägerbrigade 23)Größere Abbildung anzeigen

Die Rahmenbedingungen stehen fest, ein „Drehbuch“ jedoch gibt es nicht. „Wir merken gerade, dass eine freilaufende Übung uns alle fordert und es keine Routineaufgabe ist“, berichtet Oberstleutnant Eike Gudat, der Projektverantwortliche der Gebirgsjägerbrigade 23. Dadurch gewähre man den militärischen Führern aller Ebenen größtmögliche Entscheidungsfreiheit.

Auch wenn die Bevölkerung es noch nicht merkt, hat doch die Übung bereits am 2. Juli mit der Befehlsausgabe an die Kommandeure der eingesetzten Bataillone begonnen. Diese Befehle werden bereits umgesetzt.

Am 9. Juli rollen die ersten Gefechtsfahrzeuge in die Verfügungsräume. Insgesamt werden neben rund 400 Gefechtsfahrzeugen und Großgerät auch Aufklärungsdrohnen der Gebirgsaufklärer und Hubschrauber der US-Armee eingesetzt.

Bevölkerung: Transparenz und Informationen sind Hauptaufgabe

Mit Handzetteln informiert ein Soldat über die bevorstehende Übung
Mit Handzetteln informiert ein Soldat über die bevorstehende Übung (Quelle: Bundeswehr/Achim Kessler)Größere Abbildung anzeigen

„Für uns war wichtig, frühzeitig die Behörden zu informieren und in die Planungen einzubinden“, betont Brigadegeneral Jared Sembritzki, der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23. Bereits im Februar habe man Vertreter der Landkreise und Gemeinden informiert und entsprechende Anpassungen beim Übungsverlauf vorgenommen.

Auch die Bevölkerung wurde und wird umfassend und fortlaufend über die Übung informiert. Um größtmögliche Transparenz zu schaffen und Sicherheitshinweise zu geben, wurden am 3. Juli Flugblätter in der Übungsregion verteilt. Für Fragen, Sorgen oder Nöte der Bevölkerung steht zudem rund um die Uhr ein Bürgertelefon unter 08651 / 79 33 30 zur Verfügung.

Die Gebirgsjägerbrigade 23 berichtet während des gesamten Übungszeitraums tagesaktuell über neue Entwicklungen in regionalen Medien und auf Facebook „Die Bundeswehr in Bayern“.

Am 11. Juli wird von 9 bis 15 Uhr in Traunstein am Maxplatz und in Freilassing in der Fußgängerzone ein Informationstag für die Bevölkerung organisiert. Vertreter der Gebirgsjägerbrigade 23 informieren persönlich und stellen sich den Fragen ihrer Mitbürger.


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Stand vom: 06.07.18 | Autor: Christian Giehl


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