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Ungarn interessiert an deutscher Ausrüstung

Der ungarische Generalleutnant Ferenc Korom (M.) lässt sich in Munster die vollstabilisierte Maschinenkanone näher erklären
Der ungarische Generalleutnant Ferenc Korom (M.) lässt sich in Munster die vollstabilisierte Maschinenkanone näher erklären (Quelle: Bundeswehr /Daniel Hartung)Größere Abbildung anzeigen
Munster/Niedersachsen, 18.12.2018.

Der Stabschef der ungarischen Verteidigungskräfte, Generalleutnant Ferenc Korom, hat am 14. Dezember das Deutsche Heer in Munster besucht. Gemeinsam mit dem Kommandeur Deutsche Anteile Multinationale Korps/Militärische Grundorganisation, Generalleutnant Stephan Thomas, informierte er sich über die Ausrüstung der größten Teilstreitkraft der Bundeswehr. Der Schützenpanzer Puma und die Ausrüstung „Infanterist der Zukunft“ standen bei diesem Besuch besonders im Fokus.

Der Besuch festigte die bestehende Heereskooperation und setzte den regelmäßigen Informationsaustausch der Landstreitkräfte beider Länder fort. Das Deutsche Heer hat großes Interesse, die Transformation der ungarischen Streitkräfte hin zu einer modernen Armee zu unterstützen, wann immer die Ressourcen dies ermöglichen. Mit dem ungarischen Heer verbindet sich eine sehr lange und vertiefte Zusammenarbeit, sowohl in Afghanistan als auch in der Neugewichtung der Landes- und Bündnisverteidigung.

Blick ins Herz des Pumas

Der ungarische Generalleutnant Ferenc Korom (M.) inspiziert den Kampfraum des Pumas
Der ungarische Generalleutnant Ferenc Korom (M.) inspiziert den Kampfraum des Pumas (Quelle: Bundeswehr /Daniel Hartung)Größere Abbildung anzeigen

Die ungarischen Landstreitkräfte stehen vor einem absoluten Neubeginn. Ein Modernisierungsprogramm sieht vor, die ungarischen Streitkräfte nicht nur neu auszustatten, sondern auch interoperabel mit der Bundeswehr zu machen. Gerade für die Modernisierung der ungarischen Streitkräfte möchte man auf die Erfahrungen der Bundeswehr im Bereich der Beschaffung modernster Waffensysteme zurückgreifen. Thomas ging darauf ein, das die Stärkung der deutsch-ungarischen Rüstungskooperation eine wesentliche Säule zur Stärkung der europäischen Verteidigung darstellt. „Die Beschaffung deutscher Waffensysteme stellt ein großartiges Zeichen der intensiven Zusammenarbeit beider Länder dar“, sagte der deutsche General.

System „Infanterist der Zukunft“ weckt großes Interesse

Generalleutnant Ferenc Korom (l.) verschafft sich Durchblick: Er lässt sich die Ausrüstung „Infanterist der Zukunft“ erklären
Generalleutnant Ferenc Korom (l.) verschafft sich Durchblick: Er lässt sich die Ausrüstung „Infanterist der Zukunft“ erklären (Quelle: Bundeswehr /Daniel Hartung)Größere Abbildung anzeigen

Auch die Ausrüstung der Infanteristen, hier speziell die Ausrüstung „Infanterist der Zukunft“, interessierte den Gast aus Ungarn. Zugführer und Gruppenführer des Panzergrenadierlehrbataillons 92 stellten ihm die Ausrüstung im Detail vor.

Puma zeigt seine Krallen

Der Puma zeigt im scharfen Schuss sein Leistungsvermögen
Der Puma zeigt im scharfen Schuss sein Leistungsvermögen (Quelle: Bundeswehr /Daniel Hartung)Größere Abbildung anzeigen

Der Schützenpanzer Puma ist eine Neukonstruktion, die gerade im Hinblick auf Mobilität, Schutz und Feuerkraft ihresgleichen sucht. Er ist ein Meilenstein in der Entwicklung von Schützenpanzern. Der Puma ist das gepanzerte Gefechtsfahrzeug der Panzergrenadiere und wird den Schützenpanzer Marder ablösen. Er verfügt über eine vollstabilisierte Maschinenkanone, mit der Ziele aus der Fahrt heraus in einer Entfernung von bis zu 3.000 Metern präzise bekämpft werden können. Der ungarische Stabschef nutze die Gelegenheit seines Besuchs beim Panzergrenadierlehrbataillon 92, um mit dem Puma eine Geländefahrt mit anschließendem scharfen Schuss durchzuführen.

Generalleutnant Stephan Thomas (r.) überreicht Generalleutnant Ferenc Korom (l.) ein Geschenk zur Erinnerung an seinen Besuch
Generalleutnant Stephan Thomas (r.) überreicht Generalleutnant Ferenc Korom (l.) ein Geschenk zur Erinnerung an seinen Besuch (Quelle: Bundeswehr /Daniel Hartung)Größere Abbildung anzeigen

„Vielen Dank“, sagte Korom. „Es war interessant und beindruckend zugleich“. Anschließend überreichte ihm Thomas als Andenken eine Metallplatte, die er selbst mit dem Schützenpanzer Puma beschossen hat.


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Stand vom: 18.12.18 | Autor: Daniel Richter


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