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Gebirgsjäger erklimmen die Gipfel der Ammergauer Alpen

Auf den letzten Metern geht es über ein eigens angelegtes Seilgeländer auf den Säuling
Auf den letzten Metern geht es über ein eigens angelegtes Seilgeländer auf den Säuling (Quelle: Bundeswehr/Christian Bottek)Größere Abbildung anzeigen
Füssen/Bayern, 10.10.2017.

Mehr als 1.000 Soldatinnen und Soldaten aus Frankreich, Österreich, den USA und Deutschland haben vom 18. bis 29. September die Gipfel der Ammergauer Alpen erstürmt. Unter ihnen waren auch Kameraden der Gebirgsjägerbrigade 23. Hoch über den Königsschlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau legten sie ihr Gebirgsleistungsabzeichen ab.

Ausgangspunkt war die Allgäu-Kaserne in Füssen – die Heimat des Gebirgsaufklärungsbataillons 230, das die Organisation der Übung übernahm. Dort fanden sich für jeweils zwei Tage alle Bataillone und selbstständigen Einheiten der Gebirgsjägerbrigade ein. Bei wechselhafter Witterung absolvierten sie zwei Bergmärsche mit verschiedenen Übungseinlagen wie das Abseilen, das Begehen eines Seilgeländers und die Versorgung eines Verletzten.

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Königliche Aussichten für die Übungsteilnehmer

Fokussierter Blick – Eine Soldatin seilt sich von einer Felswand ab
Fokussierter Blick – Eine Soldatin seilt sich von einer Felswand ab (Quelle: Bundeswehr/Christian Bottek)Größere Abbildung anzeigen

Bereits am frühen Morgen führte sie der Weg am Schloss Neuschwanstein vorbei über ein eigens angelegtes Seilgeländer zum Gipfel des Branderschrofens. Auf dem höchsten Punkt des Tegelberg-Massivs (1.881 Meter) erwartete die Soldaten ein majestätischer Blick über die Königsschlösser und das Voralpenland.

Doch dies war nur ein positiver Nebeneffekt der Übung. Schnell ging es wieder zurück zum Ernst der Lage, als die Soldaten nach dem Abstieg zum Schwansee in einer Übungseinlage einen verunglückten Kameraden mit einem offenen Knochenbruch versorgen und auf einer Trage transportieren mussten. Die letzten Meter des Tages führten zu einer Abseilstelle. Mit schwerem Gepäck und Waffe seilten sie sich knapp 30 Meter ab, bevor es nach rund elf Stunden Marsch zurück in den Biwakbereich ging.  

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Hochgebirgsjägerzug sorgt für krönenden Abschluss

Nach dem Bergmarsch ist beim Überqueren eines Baches noch einmal Konzentration gefragt
Nach dem Bergmarsch ist beim Überqueren eines Baches noch einmal Konzentration gefragt (Quelle: Bundeswehr/Christian Bottek)Größere Abbildung anzeigen

Nach einer kurzen Nacht im Hochgebirgszelt brachen die Marschgruppen vor Anbruch des Morgengrauens wieder auf. Die Wege waren vom Wetter stark gezeichnet. Entlang der Kletter- und Seilgeländerpassagen stiegen die Soldaten schließlich auf den Gipfel des Säulings.

Eine Gruppe Gebirgsjäger hat den Gipfel des Säulings schon vor Augen
Eine Gruppe Gebirgsjäger hat den Gipfel des Säulings schon vor Augen (Quelle: Bundeswehr/Christian Bottek)Größere Abbildung anzeigen

Auf den letzten 200 Höhenmetern unter dem 2.047 Meter hohen Gipfel sorgte der Hochgebirgszug 233 aus Mittenwald für einen besonderen Höhepunkt der Übung. Die Soldaten hatten eigens für die Alpendistel 2017 ein Seilgeländer angelegt.

„Dieses Seilgeländer ist etwas ganz Besonderes für mich“, stellte der 21-jährige Gefreite Manuel Baumgartner fest, der zum ersten Mal an der Übung teilnahm. „Wahrlich ein krönender Abschluss hoch über den Allgäuer Schlössern, der einen für die Anstrengungen belohnt.“

Nach etwa 40 Kilometern Marschstrecke mit rund 2.700 Höhenmetern im Aufstieg erreichte auch der 28-jährige Oberstabsgefreite Achim Kessler erleichtert die Kaserne in Füssen. Er ist bereits zum vierten Mal dabei und findet, dass es mit jedem Durchgang besser wird: „Ich finde es gut, dass die Kameraden unabhängig von Alter und Dienstgrad an der Alpendistel teilnehmen. So können wir uns viel besser kennenlernen.“

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Ab 2018 geht es auf die eigenen Berge

Ein Gebirgsjäger setzt den notwendigen Funkspruch ab
Ein Gebirgsjäger setzt den notwendigen Funkspruch ab (Quelle: Bundeswehr/Christian Bottek)Größere Abbildung anzeigen

Ab dem nächsten Jahr wird die Alpendistel in einer abgewandelten Form stattfinden. Dann hält jedes Bataillon der Gebirgsjägerbrigade 23 seine eigene Leistungsüberprüfung in ihren Hausbergen ab. Bevor die Soldatinnen und Soldaten das Gebirgsleistungsabzeichen jedoch erwerben, müssen sie zuerst noch den Winterteil absolvieren.

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Stand vom: 30.11.17 | Autor: Christian Bottek


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