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Multinationales Korps Nordost feiert Einheit Deutschlands

Vertreter des Hauptquartiers Multinationales Korps Nordost und geladene Würdenträger begehen den Tag der Deutschen Einheit
Vertreter des Hauptquartiers Multinationales Korps Nordost und geladene Würdenträger begehen den Tag der Deutschen Einheit (Quelle: Bundeswehr/Benjamin Senkel)Größere Abbildung anzeigen
Szczecin/Polen, 18.10.2017.

Am 3. Oktober hat das Hauptquartier Multinationales Korps Nordost der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten im Jahr 1990 gedacht. Geladen waren verschiedene Würdenträger – unter ihnen Volker Rühe, ehemaliger Bundesminister der Verteidigung und einer der Urväter des Korps.

Die deutsche Wiedervereinigung, formell erreicht am 3. Oktober 1990, ist eines der einflussreichsten Ereignisse der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Für viele ist es ein entscheidender Moment, der ein echtes Ende des Kalten Krieges beziehungsweise des Zweiten Weltkrieges symbolisiert.

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Kraft des menschlichen Geistes

Oberst i. G. Manfred Kutz begrüßt die Gäste der Veranstaltung
Oberst i. G. Manfred Kutz begrüßt die Gäste der Veranstaltung (Quelle: Bundeswehr/Benjamin Senkel)Größere Abbildung anzeigen

In seiner Eröffnungsrede in den Baltic Barracks betonte Oberst i. G. (im Generalstabsdienst) Manfred Kutz, dass die Ereignisse des Jahres 1990 ein erhebender Ausdruck der Kraft des menschlichen Geistes seien, und bekräftigte, dass Unterdrückung niemals stark genug sein könne, um Freiheit und Demokratie aufzuhalten.

Als sich die Alliierten damals im Juli 1945 in Potsdam versammelten, um die Bedingungen zur Beendigung des Krieges zu verhandeln, blickte Deutschland in eine unklare Zukunft. Mit der Verantwortung für die Kriegswirren auf den Schultern stand das Land vor der Teilung und Besetzung durch die Alliierten, die diesem verheerenden Konflikt ein Ende bereitet hatten. In den nächsten 45 Jahren würde Deutschland mit dem Wiederaufbau seiner Identität ringen, während es eine geteilte Nation blieb.

Der Prozess der Wiedervereinigung begann mit dem Fall der Berliner Mauer im November 1989 und bedeutete einen neuen Abschnitt in der Geschichte dieses Landes, das fast ein halbes Jahrhundert lang zwischen Ost und West zerrissen war. Ein Abschnitt, der gegründet war auf der Ablehnung von Gewalt und auf der Entschlossenheit vereint voranzuschreiten.

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Ohne EU und NATO nicht möglich

Der ehemalige Bundesminister Volker Rühe stellt die tragende Rollen der Europäischen Union und der NATO bei der Wiedervereinigung Deutschlands heraus
Der ehemalige Bundesminister Volker Rühe stellt die tragende Rollen der Europäischen Union und der NATO bei der Wiedervereinigung Deutschlands heraus (Quelle: Bundeswehr/Benjamin Senkel)Größere Abbildung anzeigen

Deutschlands Verteidigungsminister a. D. Rühe unterstrich, dass die Wiedervereinigung nur aufgrund der starken Eingliederung in die Europäische Union und NATO möglich gewesen war. Zudem wies er darauf hin, dass „in der Vergangenheit die Verteidigung des Bündnisses die Verteidigung Deutschlands war. Dies ist heute anders.“

Mit der Entscheidung zur Unterstützung der Aufstellung des Multinationalen Korps Nordost habe Deutschland – das neben Polen und Dänemark eine der drei Rahmennationen des Korps ist – schließlich einen „visionären und mutigen Schritt in Bezug auf Außen- und Sicherheitspolitik getan, der heutzutage NATO-weite Anerkennung des Korps findet“, hob Generalleutnant Manfred Hofmann, Kommandeur des Korps, hervor.

Durch vereintes Handeln und das Festhalten an seinen Verpflichtungen gebe das Hauptquartier Multinationales Korps Nordost den Ländern in den nordöstlichen Grenzgebieten des Bündnisses die ständige Rückversicherung, dass jegliche aggressiven Handlungen gegen deren friedliche Zukunft mit einer gemeinsamen Reaktion beantwortet würden. „Die NATO pflegt diese Werte seit nunmehr über 60 Jahren und wir arbeiten hart dafür, sie aufrechtzuerhalten“, so Oberst Kutz.

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Stand vom: 30.11.17 | Autor: Marta Karpinska


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