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Oberbefehlshaber der NATO in Europa besucht Übung Vital Sword

Der Kommandierende General des I. Deutsch-Niederländischen Korps, Generalleutnant Michiel van der Laan (M.), begrüßt den Supreme Allied Commander Europe, General Curtis M. Scaparrotti (l.), in der Rhön-Kaserne in Wildflecken
Der Kommandierende General des I. Deutsch-Niederländischen Korps, Generalleutnant Michiel van der Laan (M.), begrüßt den Supreme Allied Commander Europe, General Curtis M. Scaparrotti (l.), in der Rhön-Kaserne in Wildflecken (Quelle: Bundeswehr/Willi Blank)Größere Abbildung anzeigen
Wildflecken/Bayern, 07.11.2017.

Der US-amerikanische Viersterne-General und Oberbefehlshaber für Operationen der NATO in Europa, Curtis M. Scaparrotti, hat am 3. November gemeinsam mit dem Befehlshaber der U.S. Army in Europa sowie acht weiteren europäischen Heereschefs die Übung Vital Sword 2017 besucht. Der Kommandierende General des I. Deutsch-Niederländischen Korps, Generalleutnant Michiel van der Laan, begrüßte Scaparrotti im Gefechtssimulationszentrum des Heeres in der Rhön-Kaserne in Wildflecken.

Das I. Deutsch-Niederländische Korps als ein NATO-Korpskommando hoher Einsatzbereitschaft (High Readiness Headquarters), das diese Übung geplant hat und durchführt, bildete bereits im Oktober die deutsche Division Schnelle Kräfte (DSK) aus sowie aktuell die 1. Panzerdivision in einem realitätsnahen Szenario nach Artikel 5 des NATO-Vertrages.

Die Lage: Angriff auf einen Bündnispartner

Der Kommandierende General des I. Deutsch-Niederländischen Korps, Generalleutnant Michiel van der Laan (r.), und sein Stellvertreter, Generalmajor Stephan Thomas (l.), weisen General Curtis M. Scaparrotti in die Lage der Übung Vital Sword ein
Der Kommandierende General des I. Deutsch-Niederländischen Korps, Generalleutnant Michiel van der Laan (r.), und sein Stellvertreter, Generalmajor Stephan Thomas (l.), weisen General Curtis M. Scaparrotti in die Lage der Übung Vital Sword ein (Quelle: Bundeswehr/Willi Blank)Größere Abbildung anzeigen

Nach dem Angriff auf einen NATO-Partner gilt es, nicht nur luftbewegliche Operationen mit deutschen sowie niederländischen Fallschirmjägern und Hubschraubern, sondern auch deutsche Panzerkräfte sowie tschechische, polnische und rumänische Truppenteile im hoch intensiven Gefecht zu führen.

Zusätzlich unterstützen Luftwaffe, Marine, Streitkräftebasis, der Sanitätsdienst und andere Organisationsbereiche sowie Heerestruppenteile in den Divisionsgefechtsständen. An den beiden Übungsdurchgängen nehmen 1.700 beziehungsweise 1.300 Übungsteilnehmer aus insgesamt zwölf Nationen teil.

Bündnisverteidigung wieder stärker im Fokus

General Curtis M. Scaparrotti (2. v. l.) verfolgt interessiert den Vortrag zur Übungslage. Links neben ihm der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Jörg Vollmer, sowie Generalleutnant Michiel van der Laan (2. v. r.) und der niederländische Heereschef Generalleutnant Leo Beulen
General Curtis M. Scaparrotti (2. v. l.) verfolgt interessiert den Vortrag zur Übungslage. Links neben ihm der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Jörg Vollmer, sowie Generalleutnant Michiel van der Laan (2. v. r.) und der niederländische Heereschef Generalleutnant Leo Beulen (Quelle: Bundeswehr/Willi Blank)Größere Abbildung anzeigen

Stand in den vergangenen Jahrzehnten noch die Fähigkeit weltweit Stabilisierungsoperationen durchführen zu können im Schwerpunkt der NATO, rückt wegen der zugenommenen Instabilität im äußersten Osten Europas die Verteidigung des Bündnisses nach Artikel 5 wieder stärker in den Vordergrund.

Vital Sword 2017 ist damit seit Jahrzehnten die erste Übung, die wieder in dieser Größenordnung und unter diesem Bedrohungsszenario sowie unter Einsatz des Simulationssystems des Gefechtssimulationszentrums des Heeres in Wildflecken durchgeführt wird.

NATO-Zertifikat als Abschlusszeugnis

Der Supreme Allied Commander Europe, General Curtis M. Scaparrotti (vorne, 4. v. r.), und die Heereschefs aus acht Nationen nach ihrem Rundgang durch den Gefechtsstand der Division Schnelle Kräfte
Der Supreme Allied Commander Europe, General Curtis M. Scaparrotti (vorne, 4. v. r.), und die Heereschefs aus acht Nationen nach ihrem Rundgang durch den Gefechtsstand der Division Schnelle Kräfte (Quelle: Bundeswehr/Jaqueline Woller)Größere Abbildung anzeigen

Ein triftiger Grund für den Supreme Allied Commander Europe (SACEUR), General Scaparrotti, den Commander United States Army Europe (USAREUR), Lieutenant General Frederick Ben Hodges, und den Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Jörg Vollmer, sowie die Befehlshaber der Heere aus Litauen, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Rumänien, Schweden und Tschechien sich hier ein Lagebild zu verschaffen. „Dafür bietet das Gefechtssimulationszentrum des Heeres mit seiner Infrastruktur in Wildflecken eine hervorragende Basis“, sagte Generalleutnant van der Laan, Kommandierender General des I. Deutsch-Niederländischen Korps und Leitender der Übung.

Vital Sword 2017 dauert noch bis zum 10. November an. Die Division Schnelle Kräfte erhielt nach ihrem Durchgang das NATO-Zertifikat „Full Operational Capability” – vollständige operationelle Einsatzfähigkeit. Die 1. Panzerdivision strebt den Status „Initial Operational Capability” – Teileinsatzfähigkeit – an.


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Stand vom: 30.11.17 | Autor: Patrick Regan (NLD), Bernd Schwendel (DEU)


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