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Fallschirmjäger kämpfen im Hochgebirge

Steiler Aufstieg: Die Fallschirmjäger beim Marsch durch das Gebirge
Steiler Aufstieg: Die Fallschirmjäger beim Marsch durch das Gebirge (Quelle: Bundeswehr/Sören Louis)Größere Abbildung anzeigen
Hochfilzen/Österreich, 12.06.2017.

Zwei Wochen lang haben Soldaten der 4. Kompanie des Fallschirmjägerregiments 26 auf dem Truppenübungsplatz Hochfilzen in Österreich den Kampf und das Schießen im schwierigen Gelände trainiert. Die taktische Bewegung, die Beobachtung, der Ansatz der Kräfte sowie der scharfe Schuss im Gebirge forderten den Fallschirmjägern einiges ab.

Der Ausbilder- und Beratertrupp (A/B-Trupp) ist Teil des Ausbildungsstützpunkts Gebirgs- und Winterkampf. Er ist für die Ausbildung von Infanteriekompanien für den Kampf im schwierigen Gelände zuständig. Hier werden nicht nur Soldaten des Heeres, sondern auch Infanterieeinheiten befreundeter Nationen auf einen möglichen Einsatz im schwierigen Gelände ausgebildet. Bereits im April wurde die verstärkte 4. Kompanie des Fallschirmjägerregiments 26 im Rahmen des Lehrgangs „Kampf für Infanteriekompanien in schwierigem Gelände“ durch das Ausbilder- und Beraterteam auf dem Truppenübungsplatz ausgebildet.

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Die Grundlagen werden gelegt

Sind ein unzertrennliches Team: Der Diensthund mit seinem Hundeführer auf dem Marsch
Sind ein unzertrennliches Team: Der Diensthund mit seinem Hundeführer auf dem Marsch (Quelle: Bundeswehr/Sören Louis)Größere Abbildung anzeigen

Die erste Woche begann mit einer intensiven Schieß- und Gebirgsausbildung. Alle vier Teileinheiten und auch die dazugehörigen Unterstützungskräfte, wie beispielsweise die Diensthundetrupps und die Sanitäter, wurden gleichermaßen gefordert. Sei es beim Marsch und beim Orientieren im Gebirge, in den Grundsätzen des Gebirgskampfs oder der Bergrettung. Parallel galt es auch die Grundlagen des Winkelschießens, des Abseilens und des Begehens von Seilgeländern zu erlernen.

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Auch Theorie kann spannend sein

Die Fallschirmjäger überwinden mittels eines Seilstegs einen gefährlichen Pass auf dem Marsch
Die Fallschirmjäger überwinden mittels eines Seilstegs einen gefährlichen Pass auf dem Marsch (Quelle: Bundeswehr/Sören Louis)Größere Abbildung anzeigen

So ging es beim Unterricht „Gebirgs- und Winterkampf“ im Wesentlichen um die Sensibilisierung aller Lehrgangsteilnehmer, dass insbesondere beim Einsatz im Gebirge der Beurteilung der Umweltfaktoren ein sehr hoher Stellenwert zukommt. Neben dem schwierigen Gelände ist der Infanterist beim Einsatz im Gebirge einer Vielzahl von gelände- und wetterbedingten Gefahren ausgesetzt. Nur wenn er diese erkennen und beurteilen kann, ist er in der Lage, einen Einsatz ohne Gefahr für sich selbst, erfolgreich durchzuführen.

Nach einer ausbildungsintensiven ersten Woche und vorbereitenden Gefechtsübungen im schwierigen Gelände am Wochenende ging es zum Höhepunkt des Lehrgangs, den Gefechtsschießen auf Ebene des verstärkten Fallschirmjägerzuges. Die Anforderungen an die Züge waren umfangreich, jedoch konnten sie mit den erlernten Grundlagen und mit viel Ehrgeiz, Zusammenhalt und Disziplin erfüllt werden.

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Angriffsbeginn!

Sofort nach Einnehmen einer erhöhten Stellung beginnen die Fallschirmjäger mit der Rundumsicherung
Sofort nach Einnehmen einer erhöhten Stellung beginnen die Fallschirmjäger mit der Rundumsicherung (Quelle: Bundeswehr/Sören Louis)Größere Abbildung anzeigen

Ziele bei Entfernungen zwischen 100 und 1.000 Metern mussten bekämpft werden. Die Fallschirmjägerzüge rückten unter der Ausnutzung des Feuers aus den überhöhten Stellungen vor. Das schwierige Gelände kostete jeden einzelnen Soldaten zwar Schweiß, doch konnte es durch geschickte Nutzung auch zum eigenen Vorteil genutzt werden. Das Schlüsselgelände, eine beherrschende Anhöhe, wurde erfolgreich genommen und schuf damit die Voraussetzungen, den Feind im Angriffsziel zu zerschlagen.

Aus der erhöhten Stellung heraus kann der Feind im Angriffsziel zerschlagen werden
Aus der erhöhten Stellung heraus kann der Feind im Angriffsziel zerschlagen werden (Quelle: Bundeswehr/Sören Louis)Größere Abbildung anzeigen

Unter Einsatz der schweren Waffen, wie dem Maschinengewehr 3 auf Lafette und der Granatmaschinenwaffe, wurde der Angriff fortgesetzt. Die Restkräfte des Feindes hatten sich in einem kleinen Gebäude zur Reorganisation gesammelt. Durch geschickte Koordination von Feuer und Bewegung konnte das Gebäude schnell genommen werden. Die feindlichen Kräfte leisteten hartnäckigen Widerstand im Zuge von Gräben. Das Gelände bot ihnen hier sehr gute Deckungsmöglichkeiten. Aber sie konnten durch den über die angrenzenden Anhöhen vorgetragenen Angriff in der Flanke gepackt und vernichtet werden. Das Angriffsziel war genommen. „Zu Recht sind die Fallschirmjäger stolz auf sich“, so Hauptmann L., der Kompaniechef der 4. Kompanie über die erbrachten Leistungen seiner Soldaten.

Mit Abschluss des zweiwöchigen Lehrgangs unter Leitung des hochmotivierten Ausbilderteams des Ausbildungsstützpunkts Gebirgs- und Winterkampf in Mittenwald, wurden Erfahrungen aller Führungsebenen der Kompanie beim Kampf im schwierigen Gelände geschaffen, vertieft und weiter ausgebaut.

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Stand vom: 30.11.17 | Autor: Aline Audörsch


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