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Ein moderner Stab führt digital: Reservisten der Panzerlehrbrigade 9 üben

Digital- vernetzte Operationsführung will geübt werden

Digital- vernetzte Operationsführung will geübt werden (Quelle Heer/René Jenzen)Größere Abbildung anzeigen

Munster, 27.11.2012.
21 Reservisten aus dem Stab der Panzerlehrbrigade 9 in Munster haben unter den neuesten Bedingungen der vernetzten Operationsführung geübt, wie ein moderner Brigadestab operiert. Drei Tage lang haben sie bei dieser Kurzwehrübung das Führungs- und Informationssystem des Heeres (FüInfoSysHeer) und den Brigadegefechtsstand in Theorie und Praxis kennengelernt.

Die Meisten der 21 Teilnehmer im Dienstgrad Oberfeldwebel bis Oberstleutnant kennen einen Gefechtsstand bisher vor allem mit handgezeichneten Lagekarten und analogen Führungsmitteln. Doch die Realität in modernen Gefechtsständen des Heeres sieht heute völlig anders aus: ein moderner Stab führt digital. Die Stabsarbeit prägen Computerbildschirme und das Führungs- und Informationssystem des Heeres (FüInfoSysHeer). Diese Technik wird den Reservisten in komprimierter Form vorgestellt. „In der Übung werden den Reservisten die Grundlagen moderner Stabsarbeit theoretisch vorgestellt und in der Struktur des Brigadestabs der Panzerlehrbrigade 9 in einer Rahmenlage praktisch erprobt“, erklärt Oberstleutnant Markus Köberle den Schwerpunkt der Übung. Köberle ist Projektoffizier und macht mit weiteren „Aktiven“ des Brigadestabes in nur drei Tagen die Reserve mit den modernen Mitteln der Operationsführung vertraut – keine leichte Aufgabe.

Sperrzone: Der Brigadegefechtsstand

Sperrzone: Der Brigadegefechtsstand (Quelle: Heer/René Jenzen)Größere Abbildung anzeigen

Optimale Übungsbedingungen

Für optimale Übungsbedingungen sorgt, dass die Panzerlehrbrigade 9 bereits seit Juli im Rahmen der Übung „Noble Steed“ mit ihrem aktiven Personal regelmäßig den Betrieb eines Gefechtsstandes übt. Dazu sind sowohl ein „Command Post Main“ (CPM, Kommando Hauptquartier) als auch ein Forward Command Element (Vorgeschobenes Kommandoelement) auf einem ehemaligen Sportplatz der Kaserne vollständig aufgebaut. Die Reservisten nutzen für ihre Übung einen Teil des CPM. Elemente, wie zum Beispiel die Zelle „G3 Operationsplanung“ sind in hochmodernen Containern untergebracht. Die Gefechtsstandzellen sind mit leistungsstarken Lichtwellenleiterkabeln miteinander verbunden.

Lageänderungen stehen jedem sofort zur Verfügung

Lageänderungen stehen jedem sofort zur Verfügung (Quelle: Heer/René Jenzen)Größere Abbildung anzeigen

Digitale Technik beschleunigt die Operationsführung

Oberstleutnant der Reserve Michael Emeis übt in der Funktion als Chef des Stabes. Die Arbeit mit dem FüInfoSysHeer beurteilt er nach anfänglichen Nutzer-Schwierigkeiten positiv: „Es war am Anfang viel Fingerarbeit, aber jetzt ist es eine enorme Erleichterung, die mit beständigem Üben die Abläufe beschleunigt. Alle können gleichzeitig zuarbeiten und die für die Lage wichtigen Informationen sind sofort für jeden gleichzeitig digital verfügbar“, fasst Emeis zusammen.

Am Ende jedes Übungstages präsentieren die Reservisten die Ergebnisse ihrer Stabsarbeit dem Plenum aller Teilnehmer. „Die Zusammenarbeit hat gut funktioniert und war schnell sehr vertraut“, freut sich Emeis. Für Projektoffizier Köberle und die Panzerlehrbrigade 9 wird der tatsächliche Ausbildungserfolg wohl erst zu einem späteren Zeitpunkt spürbar. Nämlich dann, wenn das in längeren Wehrübungen bei der aktiven Truppe Gelernte in der gemeinsamen Stabsarbeit auch erfolgreich umgesetzt wird.

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Stand vom: 17.02.2019 | Autor: Dennis Schneider


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