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Ozelot

Dieses Bild zeigt einen feuerbereiten OZELOT

Dieses Bild zeigt einen feuerbereiten OZELOT (Quelle Redaktion Heer/Redaktion Heer)Größere Abbildung anzeigen

Zur Ergänzung der vorhandenen Waffen/Waffensysteme zur Flugabwehr hat das Heer ein mobiles und leichtes Flugabwehrsystem erhalten. Das LeFlaSys soll insbesondere zum Schutz leichter und luftbeweglicher Truppen dienen. Im LeFlaSys klärt das AFF-WIESEL den Luftraum auf. Der Flugabwehrraketenträger Ozelot bekämpft die aufgeklärten feindlichen Luftfahrzeuge mit Flugabwehrraketen Stinger.

Anforderungen

Das LeFlaSys muss folgenden Anforderungen genügen:
  • Verladbarkeit in Luftfahrzeuge
  • Allwetter- und Einsatzfähigkeit
  • Schichtfähigkeit
  • Einsatzfähigkeit unter allen Gelände- und Klimabedingungen, die entsprechend dem erweiterten Auftrag der Bundeswehr zu erwarten sind
  • Interoperabilität und Einsatzfähigkeit im multinationalen Rahmen
  • Schutz für die Bedienung gegen Splitter und Beschuss aus Infanteriewaffen
  • minimaler Personalaufwand, minimaler Bedienungsaufwand.

Leichtes Flugabwehrsystem

Die Grundfahrzeuge des LeFlaSys basieren auf dem Wiesel 2. Bei diesem Fahrzeug handelt es sich um eine verlängerte und modifizierte Version des Wiesel. Die Bewaffnung von vier Fliegerfaust 2 Stinger wird durch ein abklappbares Multi Launcher System (MLS) aufgenommen, das die verzugsarme Aufschaltung auf ein zugewiesenes oder selbständig aufgeklärtes Ziel ermöglicht. Zusätzlich beinhaltet das MLS noch einen Sensorblock mit einer lichtstarken TV Kamera, einem Wärmebildgerät (WBG) und einem Laserentfernungsmesser (LEM). Am Heck des Ozelot werden vier Stinger als Munitionsvorrat mitgeführt.
Der Ozelot wird im "HFlaAFüSys" Verbund eingesetzt und erhält Zielzuweisungen durch das AFF-WIESEL.
Das AFF-WIESEL klärt den Luftraum selbstständig mit Hilfe seines 3D HARD Radars bis zu einer Entfernung von 20 km auf. Zusätzlich können über Datenfunk die Aufklärungsergebnisse anderer Sensoren in die Luftlagedarstellung integriert werden. Ein AFF-WIESEL ist in der Lage, die Feuerleitung von bis zu acht Ozelet zu koordinieren.
Wird der Ozelot ohne Verbindung zum AFF-WIESEL eingesetzt, steht im leichten Flugabwehrraketenzug ein passiver Infrarotsensor (IRST) zur Verfügung, mit dem Flugziele entdeckt werden können.

Technische Daten zum Ozelot

Technische Daten
Länge:3769 mm
Höhe(maximal):1900 mm
Breite:1820 mm
Bodenfreiheit:302 mm
Watfähigkeit:500 mm
Grabenüberschreitungs Fähigkeit:1500 mm
Einführungsjahr:ab 2001
Besatzung:2 Mann
Leergewicht:2,6 t
Gefechtsmasse:ca. 4,1 t
Bewaffnung:FK System Stinger
Munitionsvorrat HW:8 Stück
Reichweite:bis 6000 m
Triebwerk:Audi 4 Zylinder TDI
Getriebe:Automatik ( 4-Gang)
Motorleistung:81 kW (110 PS)
Fahrbereich (Straße):550 km
Höchstgeschwindigkeit:70 km/h
Sonstiges:ABC-Schutzbelüftungsanlage

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Stand vom: 27.09.16


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