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(SIRA) Simulationssystem zur Unterstützung von Rahmenübungen

Das computergestützte Ausbildungsmittel (SIRA) dient zur Unterstützung von Rahmenübungen auf Bataillonsebene.

Hauptmann Rolf Winnig kann alle Parameter in das System eingeben (Quelle: Heer/Volker Jung)Größere Abbildung anzeigen

Provinz Südheide, 8:47 Uhr, ein ziviler Geländewagen nähert sich einem deutschen Checkpoint. Stabsfeldwebel Schröter beobachtet das Fahrzeug skeptisch. Drei Männer springen plötzlich heraus und eröffnen das Feuer, die deutschen Soldaten schießen zurück. Zwei Angreifer werden tödlich getroffen, einer bleibt verletzt liegen. Auf deutscher Seite gibt es ebenfalls zwei Verwundete. Schröter meldet den Vorfall über Funk und fordert einen Rettungshubschrauber an. Die Operationszentrale im Feldlager arbeitet jetzt auf Hochtouren. Entscheidungen werden getroffen und Befehle über Funk und Telefon gegeben. Sicherungs- und Sanitätskräfte verlegen ebenso wie die Feldjäger und Aufklärungskräfte mit der Drohne Aladin in den Einsatzraum. Die zivile Presse ist auch schon vor Ort und will eine Stellungnahme vom Checkpointführer, Schaulustige behindern die Arbeiten.

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Die Auswertung deckt Schwachstellen auf (Quelle: Heer/Volker Jung)Größere Abbildung anzeigen

Taktisches Üben ohne „Volltruppe“

Diese Situation hat sich soeben in der Simulationswelt SIRA abgespielt. „Wir können alle Situationen in das Simulationssystem eingeben. Beschaffenheit des Geländes, das Wetter Fahrzeuge, Bewaffnung und vieles mehr“, sagt Hautmann Rolf Winnig (49). Der Fachdienstoffizier gehört zum SIRA- Team am Ausbildungszentrum MUNSTER. Im Gefechtsübungssimulationssystem wird der Stab eines Bataillons geschult. Immer wieder müssen aktuelle Lagen mit Planungen verglichen und neue Entscheidungen getroffen werden. Die Kompaniechefs erhalten dann Befehle, welche die unterstellten Zugführer per Maus und Tastatur in die Simulationswelt SIRA eingeben. Mit Hilfe der Simulation wird die Zweckmäßigkeit der Befehle der Operationszentrale und aller Verfahrensabläufe überprüft. Alles läuft in Echtzeit, alle Faktoren des täglichen Lebens finden in der Simulation Anwendung. Das Ergebnis ist die Grundlage für die Auswertung. Schwachstellen werden mit Aufnahmen des Funkverkehrs, Videos, Bildern analysiert, jeder Mausklick kann nachvollzogen werden und Vorschläge werden zur Verbesserung erarbeitet.
Nach einer Woche „SIRA“ haben die Offiziere und Feldwebel eine Menge Erfahrungen in Sachen Taktik gesammelt, ohne dass ein Vielfaches an "Peripherie-Personal", erforderlich war. In sechs Stützpunkten in Deutschland werden die Truppen des Heeres und der Streitkräftebasis sowie zivile Organisationen so Woche für Woche ausgebildet.

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Stand vom: 27.09.16


http://www.deutschesheer.de/portal/poc/heer?uri=ci%3Abw.heer.technik.simulatoren.unterstuetzung