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Simulator Luna (Luftgestützte Unbemannte Nahaufklärung Ausstattung)

Nicht jeder, der fliegen lernt, trainiert gleich mit dem richtigen Fluggerät. Im Simulator lassen sich wesentlich kostengünstiger die wichtigsten Handgriffe üben und wenn einmal etwas schief geht, ist die Drohne nicht gleich verloren. Weil typische Bundeswehraufgaben oft Risiken in sich bergen und an sensiblen technischen Geräten stattfinden, hat das Training an Simulatoren zum Beispiel zum Fliegen eine lange Tradition.

Höchste Konzentration (Quelle: Heer/Volker Jung)Größere Abbildung anzeigen

„Start frei, Start frei“, lautet das Kommando. Jedoch erfolgt dieser nicht real. Hauptfeldwebel Stefan Heinze (33) lässt sich im Simulator einweisen. Ein Nachbau der Bodenkontrollstation des Systems Luna. In dieser erfolgen die Flugplanung, die Überwachung des Fluges und die Bildauswertung in Echtzeit. Die anhand von Wegpunkten programmierte Flugroute kann während des Fluges geändert werden, um so jederzeit auf aktuelle Ereignisse zu reagieren. „Wir können den simulierten Flug des Fluggerätes an den Bildschirmen überwachen“, sagt Ausbilder Joneikis. Dabei seien Aufgabenstellungen wie Änderung der Flugroute, beachten von Hindernissen auf der Flugstrecke die leichten Aufgaben. „Ich kann dem angehenden Fluggerätebedienerfeldwebel 37 Notverfahren über den Simulator einspielen“, sagt Hauptfeldwebel Joneikis. Der Schüler müsse darauf reagieren, seine Notfallcheckliste abarbeiten wie ein richtiger Pilot, bis hin zum einleiten der Landung.

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Bis zum „scharfen“ Flug (Quelle: Heer/Volker Jung)Größere Abbildung anzeigen

Üben für den „scharfen“ Flug

Das System Luna ist ein Drohnensystem des Heeres zur echtzeitnahen Aufklärung und Überwachung von Geländeabschnitten bei Tag und Nacht. Das Fluggerät ist ein Hochleistungs-Motorsegler von rund 37 Kilo, einer Spannweite von 4,17 Meter und einer Länge von 2,36 Meter Der Start erfolgt über ein mit Gummiseilen gespanntes Startkatapult. Die Fluggeschwindigkeit beträgt etwa 70 Stundenkilometer.
Die angehenden Fluggerätebediener müssen pro Flug ein bis zwei Stunden konzentriert im Simulator verbringen und auf die jeweiligen Darstellungssituationen reagieren. Die ersten fünf bis sechs Flüge werden ohne Notverfahren geübt. Rund 15 Flüge seien danach mit Darstellung von Notsituation zu bewältigen, so der Ausbilder. Erst dann startet das Fluggerät zum „scharfen“ Flug.

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Stand vom: 27.09.16 | Autor: Volker Jung


http://www.deutschesheer.de/portal/poc/heer?uri=ci%3Abw.heer.technik.simulatoren.luna