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(AGPT) Ausbildungsgerät Gefechtssimulator Panzertruppe Kampfpanzer Leopard 2 A5/6

Kaum eine Lernerfahrung ist so nachhaltig wie die, die der Mensch in der Praxis macht. Der Lernstoff prägt sich besonders nachhaltig ein, wenn er in realistischen Situationen angewendet wird. Auch die Panzertruppe setzt daher seit Jahren auf die so genannte „technische“ Simulation. Immer dann, wenn an Geräten geübt wird, oder auch zur interaktiven Gefechtsübung.

Die vier „Kampfpanzer Leopard“ (Quelle: Heer/Volker Jung)Größere Abbildung anzeigen

„Hier Alpha wir stehen im Feuerkampf“, tönt es über Funk. „Gefechtsbefehl, Fühlung mit Feind aufnehmen. Angriff über Bunkerfläche bis Norddurchlass“, befiehlt Oberleutnant Christian Graeser (27) seinem Panzerzug. Graeser ist Zugführer in der 3. Kompanie des Panzerbataillons 33, in Luttmersen bei Hannover. „Wir bereiten uns gerade auf den Übungsplatzaufenthalt in der Oberlausitz vor“, sagt Gräser. Dazu hätten sie unter anderem die Simulatorausbildung am Ausbildungszentrum MUNSTER gewählt. Sein Zug hat in den vier Kabinen des Simulators „Platz genommen“. In jeder ist die Innenausstattung des Leoparden originalgetreu eingebaut. In einer Leitungskabine befehligt der Ausbilder, in der Darstellungsfunktion des Kompaniechefs, den Zug. Der Ausbildungsfeldwebel steuert die gegnerischen Kräfte. Per Mausklick kann er Panzer verschieben, Schützen absitzen lassen sowie die Wetterlage und den Wind beeinflussen, um nur einiges zu nennen.

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Oberleutnant Gräser ist von der Ausbildung überzeugt (Quelle: Heer/Volker Jung)Größere Abbildung anzeigen

Gut und Kostengünstig

Der Zug tritt an. Die Kraftfahrer geben Gas. Auf ihren Monitoren sehen sie dreidimensional wohin die Fahrt geht. Der Funkverkehr wird zunehmend hektischer. Auf den Bildschirmen tauchen feindliche Panzer auf. Die Lade- und Richtschützen befolgen die Befehle ihrer Kommandanten. Ziele werden zur Entfernungsermittlung „angelasert“, Feuer, Fehlschüsse und auch Treffer. Das virtuelle Gefecht läuft. Jede Situation kann nachvollzogen werden. Einzelne Bildschirmszenen werden ebenso wie der Funkverkehr und die Tätigkeiten der Besatzungsmitglieder aufgezeichnet. Für die Abschlussbesprechung als Play Back eine wichtige Hilfe. „Diese Simulatorausbildung ist ein schnelles und kostensparendes Hilfsmittel“, sagt Gräser. „Zum einen wird so die Zusammenarbeit der Panzerbesatzung trainiert, zum anderen kann ich das Zusammenspiel mit meinen Kommandanten im Zug möglichst realitätsnah üben“.

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Stand vom: 27.09.16


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