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Spähwagen (leicht 4 Rad) Fennek

Spähwagen Fennek

Spähwagen Fennek (Quelle: Redaktion Heer)Größere Abbildung anzeigen

Allgemeines

Der Fennek JFST (Joint Fire Support Teams) wird neben den Varianten Wiesel und BV206 das radbewegliche Funktions- u. Führungsfahrzeug für die Joint Fire Support Teams. Ein JFST setzt sich aus einem Artilleriebeobachtertrupp bzw. einem vorgeschobener Beobachtungstrupp Mörser und einem Forward Air Controller (FAC) zusammen. Das Team hat die Aufgabe, Ziele mit hinreichender Genauigkeit zu orten und teilstreitkräfteübergreifend Feuer ins Ziel zu lenken. Dies beinhaltet zum einen das indirekte Feuer der Artillerie (PzH 2000 und Raketenwerfer MARS), der Infanterie (Mörser), der Marine (Bordgeschütze) zum anderen die Effektoren der Heeresfliegertruppe (Kampfhubschrauber) und der Luftwaffe (Trägerplattformen mit Bomben, Luft-Boden-Raketen, Bordkanone).
Um diese Aufgaben wahrnehmen zu können, wird das JFST mit einem Boden-Boden-Fahrzeug in der Rolle Beobachter und einem Luft-Boden-Fahrzeug in der Rolle FAC ausgestattet. Das Heer hat einen strukturellen Bedarf von 40 Fennek JFST (20 Boden-Boden- u. 20 Luft-Boden-Fahrzeuge). 10 Fahrzeuge sind unter Vertrag und werden ab IV/2009 ausgeliefert. Der Spähwagen (leicht 4-Rad) Fennek ist ein leicht gepanzertes Radfahrzeug. Er bietet eine hervorragende und nahezu geräuschlose Mobilität in jedem Gelände, modernste Sensorenausstattung, weitreichenden Schutz, die Möglichkeit der Selbstverteidigung und hohe Autonomie. Er wurde ab 2003 in die Bundeswehr eingeführt.

Varianten

Neben der Grundvariante stehen dem Deutschen Heer noch weitere Fahrzeugversionen zur Verfügung.

Spähwagen FENNEK (Grundvariante)

Ausgestattet mit:

  • Lafette 1530 mit Wärmebildgerät (WBG) uncooled/wahlweise MG 3 (Maschinengewehr 3) oder Granatmaschinenwaffe (GraMaWa)
  • Beobachtungs-/Aufklärungsausstattung (BAA I)
  • Bodensensorausstattung (BoSA)
  • Strahlenspürausstattung
  • Nachtsichtfähige Rückfahrsichteinrichtung (nRFSE)

Spähwagen Fennek 1A2

Augesstattet mit:

  • FLW 200/wahlweise schweres MG 50 oder GraMaWa
  • IED-Schutzerhöhung
  • Geräteträger/Bugkastenschutz
  • IR-Beleuchtung (Infrarot-Beleuchtung)
  • EloGM CG-12 (Elektronische Gegenmaßnahme CG12)

Fü-/Erkd Fz Pi FENNEK (Führungs-/und Erkundungsfahrzeug Pioniere als Grundvariante)

Ausgesstattet mit:

  • Lafette 1530 mit WBG uncooled/wahlweise MG 3 oder GraMaWa
  • Zugmaul

Fü-/Erkd Fz Pi FENNEK 1A2

Ausgesstattet mit:

  • FLW 200/wahlweise schweres MG Kaliber 50 oder GrMaWa
  • IED-Schutzerhöhung
  • Geräteträger/Bugkastenschutz
  • IR-Beleuchtung

JFST Bo/Bo FENNEK (Joint Fire Support Team Boden/Boden)

Anfangsausstattung JFST Bo/Bo AA-Teil 2 ausgesstattet mit:

  • Lafette 1530 mit LAZ 400 Sensorik/wahlweise MG 3 oder GraMaWa
  • Beobachtungs-/Aufklärungsausstattung BAA II
  • ADLER II und FüInfoSysH Arbeitsplätze
  • Missionsdatenaufzeichnungsgerät MDA
  • Rosetta Firestorm
  • HRM7400 E (MAHRS)

JFST Bo/Bo 1A3

Zusätzlich ausgesstattet mit:

  • IED-/Minenschutzerhöhung

JFST Lu/Bo FENNEK (Joint Fire Support Teams Luft/Boden)

Anfangsausstattung JFST Lu/Bo AA-Teil 2 ausgestattet mit:

  • Lafette 1530 mit LAZ 400 Sensorik/wahlweise MG 3 oder GraMaWa
  • Beobachtungs-/Aufklärungsausstattung BAA II
  • ADLER und FüInfoSysH Arbeitsplätze
  • Rosetta Firestorm
  • PRC 117F

JFST Lu/Bo 1A3

Zusätzlich ausgestattet mit:

  • IED/Minenschutzerhöhung

Technische Daten

TECHNISCHE DATEN
Länge:5,58 m
Breite:2,55 m
Gefechtsmasse:10,3 t
Bewaffnung:Granatmaschinenwaffe 40 mm x 53, Maschinengewehr 7,62 mm, schweres Maschinengewehr Kaliber 50 (FLW 200)
Munitionsvorrat:32 Schuss
Motorleistung:177 kW
spezifische Antriebsleistung:17,2 kW/t
Fahrbereich:ca. 860 km
Wendekreis:12,6 m
Höchstgeschwindigkeit:Vorwärts: 115 km/h; rückwärts: 23 km/h
Wattiefe:1,0 m
Besatzung:3 Soldaten (Kommandant, Fahrer, Systembediener)
Sensorik:Beobachtungs- u. Aufklärungsausstattung Tag/Nacht mit LASER-Entfernungsmesser und LASER-Pointer, adaptierter LASER-Target-Designator
Führungsinformations- und Waffeneinsatzsysteme:Anbindung an das Führungs-, Waffeneinsatzsystem des indirekten Feuers (ADLER II / DVA II: Artillerie Daten Lage Einsatzrechner Verbund / Datenverarbeitungsausstattung Mörser) und das Führungs-, Informationssystem Heer (FüInfoSysH)


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Stand vom: 11.03.17


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