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Pistole P8

Auf dem Bild sehen Sie die P8 und das Magazin

Das Magazin der P8 fasst 15 Patronen (Quelle: Heer/Detmar Modes)Größere Abbildung anzeigen

Allgemeines

Die halbautomatische Double-Action Selbstladepistole P8 im Kaliber 9 x 19 mm dient zur Selbstverteidigung im Nahkampf. Mit ihr wird gezieltes Einzelfeuer abgegeben. Die P8 ist für Links- wie Rechtsschützen geeignet, der Patronenauswurf erfolgt nach rechts. Das Griffstück der Pistole wird aus einem recyclingfähigen Kompositmaterial auf Polyamid-Basis gefertigt. Die P8 kommt unter anderen als Zweitbewaffnung zum Beispiel von Maschinengewehrschützen und Scharfschützen zum Einsatz und wird vom Führungs- und Sanitätspersonal zum Selbstschutz geführt. Die Waffe ist im Bestand von fast allen Einheiten des Heeres. Bei den spezialisierten Kräften und den Spezialkräften des Heeres befinden sich P8 im Einsatz, die mit dem Laserlichtmodul 01 (LLM01) bestückt wurden und mit einem Schalldämpfer bestückt werden können.


Varianten

  • P8: Basisversion im Kaliber 9 x 19 mm
  • P8A1: Wie P8 aber mit verstärktem Verschluss und verbessertem Korrosionsschutz
  • P8COMBAT: Anstatt des kombinierten Sicherungs- und Entspannhebels verfügt diese Version der Pistole nur über einen Entspannhebel
  • P12: Version der Pistole im Kaliber .45 ACP im Einsatz bei den Spezialkräften des Heeres, mit Schraubgewinde auf der Mündung für die Montage eines Schalldämpfers, ihr Magazin fasst zwölf Patronen.

Zubehör

  • Reservemagazine
  • Pistolentasche
  • Waffenreinigungsgerät

Technische Daten

Technische Daten
Kaliber:9 x 19 mm
Gesamtlänge:194 mm
Gesamtbreite:28 mm
Gesamthöhe:136 mm
Rohrlänge:108 mm
Gewicht (mit leerem Magazin):750 g
Gewicht (mit Magazin und 15 Patronen):930 g
Maximale Kampfentfernung:50 m
Hersteller:Heckler & Koch GmbH, Oberndorf, Deutschland

Schnittbild

P8 Schnittbild

P8 Schnittbild (Quelle: Heer)Größere Abbildung anzeigen

Auf dem Bild sehen Sie einen Soldaten auf der Schießbahn mit der P8 im Anschlag

Pistole P8: Bei fast allen Einheiten des Heeres im Einsatz (Quelle: Heer/Dirk Bannert)Größere Abbildung anzeigen

Weitere Informationen

Die Pistole P8 ist ein Rückstoßlader mit starr verriegeltem Verschluss, der auf einem verbesserten Browning-Verriegelungssystem basiert. Das Zuführen der Patronen, Laden und Verriegeln erfolgt durch die Kraft der Schließfeder. Das Entriegeln, Ausziehen und Auswerfen bewirkt der beim Schuss auftretende Rückstoßimpuls, gleichzeitig wird der Hahn gespannt. Ein neuartiges Puffersystem verringert den Rückstoß und sorgt damit für bessere Schießleistungen und reduziert den Verschleiß der Waffe. Die Pistole P8 verfügt über einen Sicherungs- und Endspannhebel mit den Stellungen Sicher (S) und Feuer (F). Wird der Sicherungshebel über die Stellung „S“ hinaus nach unten gedrückt, wird der eventuell gespannter Hahn entspannt, eine Patrone wird hierbei nicht gezündet. Zum Schießen kann der Abzug bei entsicherter Pistole mit gespanntem und auch mit nicht gespanntem Hahn zurückgezogen werden. Die Visierung der Waffe besteht aus Kimme und Korn. Eine im Griffstück integrierte Montageschiene ermöglicht das Anbringen von Zielhilfsmitteln wie dem Laserlichtmodul 01 (LLM01). Mit der P8 werden die Gefechtspatronen 9 x 19 mm DM 11, 9 x 19 mm DM 31 und 9 x 19 mm DM 51 verschossen. Für Ausbildung und Übung kommen die Manöverpatrone 9 x 19 mm DM 28 und die Exerzierpatrone 9 x 19 mm DM 10 zum Einsatz.

Geschichte

Die Pistole P8 wurde ab 1994 an die Truppenteile des Heeres ausgegeben, wo sie nach und nach die Pistole P1 ablöst. Bei der P8 handelt es sich um eine Version der Universal Selbstladepistole (USP), die von der Heckler & Koch GmbH speziell für den Einsatz bei Polizei und Militär entwickelt wurde und sich bei den Sicherheitskräften vieler Nationen im Einsatz befindet. So zum Beispiel in der SOCOM (U.S. Special Operations Command) Variante mit Schalldämpfer und Laserlichtmodul bei den Spezialkräften der US-Streitkräfte. Der modulare Aufbau der USP ermöglicht einen individuellen Zuschnitt von Sicherungs- und Abzugseinrichtungen für jeden Anspruch.

Bilder


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Stand vom: 06.03.17


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