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Pistole P1

Auf dem Bild sehen Sie einen Soldaten mit der P1

P1 hat das Kaliber 9 x 19 mmm (Quelle: Heer/Dana Kazda )Größere Abbildung anzeigen

Allgemeines

Die halbautomatische Double-ActionSelbstladepistole P1 im Kaliber 9 x 19 mm dient zur Selbstverteidigung im Nahkampf. Mit der P1 wird gezieltes Einzelfeuer abgegeben. Der Patronenauswurf erfolgt nach oben. Die P1 dient unter anderem als Selbstschutzwaffe für Sanitäts- und Führungspersonal sowie als Zweitbewaffnung für Maschinengewehrschützen. Die Waffe befand sich im Bestand von fast allen Einheiten des Heeres und wurde mittlerweile aber in vielen Bereichen durch die Pistole P8 abgelöst.


Zubehör

  • Reservemagazin
  • Pistolentasche
  • Waffenreinigungsgerät

Technische Daten

Technische Daten
Kaliber:9 x 19 mm
Gesamtlänge:216 mm
Rohrlänge:125 mm
Gewicht (mit gefülltem Magazin):890 g
Kampfentfernung:50 m
Hersteller:Carl Walther Waffenfabrik, Ulm, Deutschland

Schnittbild

Pistole P1 Schnittbild

Pistole P1 Schnittbild (Quelle: Heer)Größere Abbildung anzeigen

Auf dem Bild sehen Sie die P1 in der Pistolentasche am Koppeltragegestell

P1 in der Pistolentasche am Koppeltragegestell (Quelle: Heer/Dana Kazda)Größere Abbildung anzeigen

Weitere Informationen

Die Pistole P1 ist ein Rückstoßlader mit starr verriegeltem Verschluss. Das Zuführen und Laden einer Patrone sowie das Verriegeln des Verschlusses erfolgt durch die Kraft der Schließfedern. Das Entriegeln des Verschlusses sowie das Ausziehen und Auswerfen einer Patronenhülse bewirkt der beim Schuss auftretende Rückstoßimpuls, der auch dafür sorgt, dass der Hahn wieder gespannt wird. Befindet sich eine Patrone im Patronenlager so wird dieses durch den Signalstift hinten am Verschluss angezeigt. Die P1 verfügt über eine Drehsicherung mit den Stellungen „S“ (Sicher) und „F“ (Feuer). Ein Entspannen des Hahn ist durch betätigen des Sicherungshebels möglich, die automatisch wirkende Schlagbolzensperre verhindert eine unbeabsichtigte Schussabgabe zum Beispiel im Fall, dass die Waffe einen harten Stoß bekommt. Die Visierung der Waffe besteht aus dem auf dem vorderen Rohrende befindlichen Korn und der hinten auf dem Verschluss positionierten Kimme. Das Magazin der P1 fasst acht Patronen. Mit der P1 werden die Gefechtspatronen 9 x 19 mm DM11, 9 x 19 mm DM31 und 9 x 19 mm DM51 verschossen. Für Ausbildung und Übung kommen die Manöverpatrone 9 x 19 mm DM28 und die Exerzierpatrone 9 x 19 mm DM10 zum Einsatz.

Eine schwarze Pistole P1

Eine schwarze P1 (Quelle: Redaktion Heer)Größere Abbildung anzeigen

Geschichte

Unter der Bezeichnung Pistole 38, kurz P38, wurde die Mitte der 1930er Jahre entwickelte Selbstladepistole ab 1938 bei den deutschen Streitkräften eingeführt. Im 2. Weltkrieg produzierte man 1,3 Millionen Stück der P38, die sich im Einsatz bewährte und relative einfach handzuhaben ist. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich auch die noch in der Aufstellung befindliche Bundeswehr dafür entschied die Waffe als Dienstpistole einzuführen. 1956 beauftragte man die Firma Carl Walther Waffenfabrik in Ulm mit der Produktion der Pistolen, die zunächst noch unter der Bezeichnung P38 geführt wurden. Die ersten beschafften Pistolen P38 verfügten noch über ein Stahlgriffstück, später produzierte Pistolen wurden mit einem Griffstück aus Aluminium ausgeliefert. Anfang der 1960er Jahre änderte man die Bezeichnung der Waffe in Pistole P1.

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Stand vom: 29.05.17


http://www.deutschesheer.de/portal/poc/heer?uri=ci%3Abw.heer.technik.handwaffen.pistolep1