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Maschinenpistole MP7

Auf dem Bild sehen Sie zwei ISAF Soldaten mit MP7 A1 im Anschlag

ISAF-Soldat mit MP7 A1 im Anschlag. (Quelle: Heer/Andrea Bienert)Größere Abbildung anzeigen

Allgemeines

Die Maschinenpistole MP7 A1 ist eine hochmoderne Nahbereichswaffe im Kaliber 4,6 x 30 mm. Mit dem automatischen Gasdrucklader können gezieltes Einzelfeuer und kurze Feuerstöße geschossen werden. Die beidseitig bedienbare Maschinenpistole wird zur Bekämpfung von Zielen bis zu einer Entfernung von 150 m eingesetzt. Zum Zielen dient ein Reflexvisier. Die Schulterstütze der Waffe kann eingeschoben werden. Bei den Einheiten des Heeres löst die MP7 A1 die MP2 und MP2A1 ab und kommt unter anderem als Bewaffnung für Fahrzeugbesatzungen sowie Gruppen- und Zugführer zum Einsatz. Die MP7 A1 gehört zur Ausstattung des Gruppenführers der Infanteriegruppe „Infanterist der Zukunft“ (IdZ).


Varianten

  • MP7: Vorserienversion, bestückt mit mechanischem Klappvisier bestehend aus seitenverstellbaren Diopter und höhenverstellbaren Korn, wurde in begrenzter Stückzahl an das Kommando Spezialkräfte ausgegeben
  • MP7 A1: Serienversion mit RSA-S Reflexvisier der Firma Hensold AG (heute Carl Zeiss Sports Optic GmbH)
  • MP7 A1 KSK: Variante der Serienversion für den Einsatz beim Kommando Spezialkräfte

Zubehör und Zielhilfsmittel

6 Magazine, 2 Magazintaschen, Waffenreinigungsgerät, Magazinierungshilfe, Trageriemen (mit Schnellauslösemöglichkeit), Mündungskappe, Sicherheitsmanöverpatronengerät, Laserlichtmodul 01 (LLM 01)

Technische Daten

Technische Daten
Kaliber:4,6 x 30 mm
Gesamtlänge (Schulterstütze ausgezogen):590 mm
Gesamtlänge (Schulterstütze eingeschoben):415 mm
Gesamtbreite:51 mm
Gesamthöhe (mit Magazin und Visier):172 mm
Rohrlänge:180 mm
Gewicht (MP7A1 ohne Magazin):1.900 g
Gewicht (Magazin gefüllt mit 20 Patronen):140 g
Maximale Kampfentfernung:bis 200 m
Schussfolge (theoretisch):ca. 950 Schuss/Minute
Hersteller:Heckler & Koch GmbH, Oberndorf, Deutschland

MP7A1 Baugruppenübersicht

Hier sehen Sie die Details der Maschinenpistole MP7

Details der Maschinenpistole MP7 (Quelle: Online-Redaktion Heer/Heer)

  • Gehäuse mit Rohr, Griffstück, Sicherungs- und Abzugseinrichtung
  • Bodenstück mit Schulterstütze und Durchladegriff
  • Verschluss mit Schließfeder
  • Abdeckkappe
  • Visiereinrichtung/RSA
  • Magazin (20 Schuss)

Auf dem Bild sehen Sie ISAF-Soldaten beim Einschießen der MP7 A1

ISAF-Soldat beim Einschießen der Maschinenpistole 7 A1 (Quelle: Heer/Michael Schreiner)Größere Abbildung anzeigen

Weitere Informationen

Die Maschinenpistole MP7 A1 ist eine nach neuesten technischen Gesichtspunkten konstruierte, vollautomatische, geschlossenen Handfeuerwaffe. Das Rohr der MP7 A1 steht fest, der formschlüssig verriegelnde Drehkopfverschluss verfügt über sechs Verriegelungswarzen. Das Zuführen einer Patrone aus dem Magazin und das Laden derselben erfolgt durch die Kraft der Schließfeder, das Ausziehen und Auswerfen der Patronenhülse nach dem Abfeuern der Patrone durch die beim Schuss auftretende Gasdruckladerfunktion. Der Hülsenauswurf erfolgt nach rechts. Die Abzugseinrichtung der MP7 A1 ist im Gehäuse integriert. Der beidseitig angebrachte Sicherungs- und Feuerwahlhebel lässt sich in den Stellungen Sicher, Einzelfeuer und Dauerfeuer einrasten. Auf der Gehäuseoberseite der MP7 A1 befindet sich eine Picatinny Schiene, die zur Befestigung der Visierung dient. Die Visiereinrichtung der MP7 A1 besteht aus der mechanischen Visiereinrichtung (Kimme und Korn, beide klappbar) und dem RSA-S Reflexvisier, beide Visiereinrichtungen sind in Höhe und Seite justierbar. Die Schulterstütze der Waffe ist ausziehbar und unterhalb des Rohres befindet sich ein ausklappbarer Handgriff. Beim Heer wird mit der MP7 A1 die Gefechtspatrone 4,6 x 30 mm DM11 verschossen. Für Übungs- und Ausbildungszwecke befinden sich die Manöverpatrone 4,6 x 30 mm und die Exerzierpatrone 4,6 x 30 mm im Einsatz.

Die Maschinenpistole MP7

Die Maschinenpistole MP7 (Quelle: Redaktion Heer)

Geschichte

Die MP7 wurde von der Firma Heckler & Koch GmbH gemäß den 1989 erstellten Forderungen der NATO für eine neue Nahbereichswaffe entwickelt. Dynamit Nobel entwickelt für die Waffe die neue und extrem leistungsfähige 4,6 x 30 mm Patrone. Auf eine Entfernung von 200 m ist die Munition in der Lage das NATO CRISAT-Ziel zu durchschlagen. Die Serienproduktion der Waffe begann 2001. MP7 A1-Varianten befinden außer bei der Bundeswehr bei Polizei und Militär vieler Nationen im Einsatz, zum Beispiel einigen Spezialeinsatzkommandos der deutschen Polizei, den jordanischen Counter Terrorist Battalion 71, bewaffneten Einheiten der britischen Polizei, der luxemburgischen Polizei, der österreichischen Polizeispezialeinsatzkommando Cobra und dem norwegischen Heer.

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Stand vom: 28.09.16


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