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Maschinenpistole MP2

Auf dem Bild sehen Sie zwei Soldaten mit der MP2A1 abgehockt

Die MP2A1 verfügt über eine klappbare Schulterstütze (Quelle: Heer/Kevin Stachorowski)Größere Abbildung anzeigen

Allgemeines

Die Maschinenpistole MP2 ist ein offen schießender automatischer Rückstoßlader im Kaliber 9 x 19 mm. Sie wird zum Bekämpfen von Zielen im Nahbereich bis zu einer Entfernung von 100 m eingesetzt. Mit der Maschinenpistole kann wahlweise Einzellfeuer oder Feuerstöße geschossen werden. Die MP2 dient unter anderem als Bewaffnung für Besatzungen gepanzerter Fahrzeuge, zum Beispiel des Kampfpanzers Leopard 2A6.


Varianten

  • MP2: Maschinenpistole mit Holzschulterstütze
  • MP2A1: Maschinenpistole mit klappbarer Schulterstütze

Zubehör und Hilfsmittel

  • Reservemagazine
  • Mündungskappe
  • Waffenreinigungsgerät
  • Trageriemen
  • zwei Magazintaschen
  • Manöverpatronengerät

Technische Daten

Technische Daten
Kaliber:9 x 19 mm
Gesamtlänge (Schulterstütze ausgeklappt):650 mm
Gesamtlänge (Schulterstütze angeklappt):470 mm
Rohrlänge260 mm
Gesamtgewicht (MP2A1 ohne Magazin):3.350 g
Gewicht (Stangenmagazin gefüllt mit 32 Patronen):550 g
Maximale Kampfentfernung:200 m
Schussfolge (theoretisch):550 bis 600 Schuss/Minute
Fassungsvermögen (Stangenmagazin):32 Patronen
Hersteller:Israel Military Industries, Israel, Lizenzfertigung bei FN Herstal, Belgien

MP2 im Schnittbild

MP2 Schnittbild

MP2 Schnittbild (Quelle: Heer)Größere Abbildung anzeigen

Baugruppen

  • Rohr mit Rohrhaltemutter
  • Gehäuse
  • Gehäusedeckel
  • Verschluss mit Schließvorrichtung
  • Griffstück mit Abzugsvorrichtung
  • Schulterstütze (Holz oder klappbar)
  • Stangenmagazin

Eine Maschinenpistole MP2

Maschinenpistole MP2 (Quelle: Redaktion Heer)

Weitere Informationen

Die MP2 verfügt über einen Masseverschluss mit festem Schlagbolzen. Beim Betätigen des Abzugs gleitet der Verschluss nach vorne, nimmt eine Patrone aus dem Magazin mit, führt diese dem Patronenlager zu, schließt das Patronenlager nach hinten hin ab und löst den Schuss mit dem feststehenden Schlagbolzen aus. Der Verschluss wird nicht wie bei vielen anderen Handfeuerwaffen mit dem Patronenlager verriegelt. Zur Ausstattung der MP2 gehört eine Schiebesicherung, eine Handballensicherung, die zum Schießen eingedrückt werden muss, eine Vorlaufsicherungen im Griffstück, die ein Vorschnellen des Verschlusses, ausgelöst durch einen Schlag gegen die Waffe, bei gesicherter und fertig geladener Waffe verhindert und eine Vorlaufsicherung im Gehäusedeckel, die ein ungewolltes Vorschnellen des Verschlusses beim Spannen der Waffe verhindert. Die Visierung befindet sich auf dem Waffengehäuse und besteht aus dem vorn liegenden Korn und dem hinten liegenden Dioptervisier mit Klappkimmen für 100 m und 200 m. Zu Reinigungszwecken kann die Maschinenpistole mit wenigen Handgriffen zerlegt werden.

Geschichte

Die Maschinenpistole, die auch als Uzi bekannt ist, wurde Ende der vierziger Jahre von Major Uziel Gal für die israelischen Streitkräfte entwickelt und ab 1954 bei diesen eingeführt. Als Vorlage für seine Maschinenpistole dienten Major Gal tschechische Maschinenpistolen wie die CZ Model 25. Anfang der sechziger Jahre begann FN Herstal in Belgien die Waffe in Lizenz zu fertigen. Im selben Zeitraum wurde die Maschinenpistole auch bei der Bundeswehr eingeführt. Neben der MP5 gehört die Uzi zu den bekanntesten Maschinenpistolen der Welt. Die Uzi befindet sich bei den Streitkräften zahlreicher Nationen weltweit im Einsatz. Derzeit werden die MP2 und die MP2A1 in vielen Bereichen der Bundeswehr durch die MP7A1 ersetzt.

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Stand vom: 28.09.16


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