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Maschinengewehr Kaliber .50

Auf dem Bild sehen Sie einen Doorgunner an einem M3M Maschinengewehr

Doorgunner an M3M: Sicherung aus der Seitenluke einer CH-53 (Quelle: Heer/Sebastian Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Allgemeines

Das Maschinengewehr Kaliber .50 ist ein vollautomatische Rückstoßlader im Kaliber 12,7 x 99 mm, das in Waffenstationen und auf Drehringlafetten von Fahrzeugen wie dem Aufklärungs- und Gefechtsfahrzeug (AGF) Serval des Kommando Spezialkräfte zum Einsatz kommt. Das Maschinengewehr Kaliber .50 befindet sich auch auf Schiffen der Deutschen Marine im Einsatz. Mit dem Maschinengewehr (MG) können Einzel-, Gruppen- und Flugziele sowie leicht gepanzerte Fahrzeuge in Entfernungen bis zu 1.800 m bekämpft werden. Das Maschinengewehr Kaliber .50 verschießt gegurtete Munition und dient zum Schießen von Feuerstößen.


Varianten

  • Maschinengewehr Kaliber .50: Basisversion für den Einsatz in Waffenstationen und Drehringlafetten.
  • M3M/GAU-21: Modernisierte Version des M2 auf rückstoßabsorbierender Lafette für den Einsatz als Bewaffnung für die Doorgunner auf der Heckrampe, dem linken Kabinenfenster und der rechten Seitentür des mittleren Transporthubschraubers CH-53GS

Zubehör

  • Transport- und Lagerbehälter

Technische Daten

Technische Daten
Kaliber:12,7 x 99 mm
Gesamtlänge:1.654 mm
Gesamtbreite:228 mm
Gesamthöhe:193 mm
Rohrlänge:1.143 mm
Gewicht:38.150 g
Maximale Kampfentfernung:1.850 m
Schussfolge (theoretisch):450 bis 635 Schuss/Minute
Hersteller:FN Herstal S.A., Belgien

Maschinengewehr Kaliber .50 Schnittbild

Maschinengewehr Kaliber .50 Schnittbild

Maschinengewehr Kaliber .50 Schnittbild (Quelle: Heer/PIZ)Größere Abbildung anzeigen

  1. Rohr mit Anbauteilen
  2. Spanngriff
  3. Gurtzuführerdeckel
  4. Kimmenvisier
  5. Waffengehäuse mit Anbauteilen
  6. Bodenstück
  7. Verschluss
  8. Rohrverlängerung
  9. Rohrpuffer

Auf dem Bild sehen Sie einen Kommandosoldaten an einem Maschinengewehr Kaliber 50

Maschinengewehr Kaliber .50: Kampfentfernung von 1.800 m (Quelle: Heer/Katharina Winkler)Größere Abbildung anzeigen

Weitere Informationen

Das Maschinengewehr Kaliber .50 wird auch als schweres Maschinengewehr bezeichnet. Die Munitionszuführung erfolgt von links, der Spannhebel befindet sich rechts am Gehäuse, eine Umrüstung auf rechtsseitige Zuführung sowie die Verlegung des Spannhebels nach links ist möglich. Leere Patronenhülsen werden nach unten ausgeworfen. Um seine Lebensdauer zu erhöhen, ist das Rohr der Waffen verchromt. Anstatt eines Abzugs verfüg das Maschinengewehr Kaliber .50 über einen Abfeuerungshebel am Bodenstück, der vom Schützen eingedrückt wird. Die ausschließlich auf Lafetten zum Einsatz kommende Waffe wird vom Schützen mittels zwei Spatengriffen, die sich am Bodenstück befinden, gehalten und gerichtet. Die Visierung des Maschinengewehrs Kaliber .50 besteht aus dem vorn auf dem Waffengehäuse befindlichen Korn und dem hinten auf dem Waffengehäuse befindlichen Lochkimmenvisier. Dieses umfasst ein fest auf 800 m justiertes Kampfvisier und eine hochklappbare Lochkimme, die auf verschiedene Kampfentfernungen eingestellt werden kann (von 200 bis 1.200 m in Schritten von 200 m und von 1.200 m bis 2.500 m in Schritten von 100 m). Das Rohr der Waffe kann mit wenigen Handgriffen gewechselt werden, um eine Überhitzung zu verhindern.

Auf dem Bild sehen Sie einen Soldaten an einem Maschinengewehr M3M auf der Heckrampe eienr CH-53

Maschinengewehr M3M auf der Heckrampe einer CH-53 (Quelle: Heer/Sebastian Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Geschichte

Das Maschinengewehr Kaliber .50 befindet sich bei vielen Streitkräften weltweit im Einsatz. Es wird auch als M2HB bezeichnet. Die Waffe wurde Ende des 1. Weltkrieges für die U.S. Army entwickelt, die einen Bedarf für ein Maschinengewehr angemeldet hatte, mit dem auch gepanzerte Fahrzeuge auf größere Entfernung bekämpft werden können. Ab 1921 begann man, die Waffe in Serie zu produzieren. Bis heute wurden ca. 3 Millionen Stück des schweren Maschinengewehrs von verschiedenen Herstellern gefertigt. Im 2. Weltkrieg kam das MG in großer Stückzahl bei den alliierten Streitkräften zum Einsatz, mit Feldlafette diente es als schweres MG bei der Infanterie, fungierte als Fliegerabwehrmaschinengewehr auf Rad- und Kettenfahrzeugen sowie Schiffen und gehörte zur Bordbewaffnung von vielenFlugzeugtypen wie zum Beispiel des Bombers B-17 „Flying Fortress.“ Bei Aufstellung der Bundeswehr 1956 gehörten MG vom Typ M2 zur Erstausstattung des Heeres und unter anderem zur Bewaffnung des Halbkettenfahrzeugs Panzerflak M16, des Schützenpanzers M39 und des leichten Kampfpanzers M41.

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Stand vom: 28.09.16


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