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Granatpistole 40 mm AG-40-1A1

Auf dem Bild sehen Sie einen Fallschirmjäger im ISAF-Einsatz ausgerüstet mit G36 mit Trommelmagazin und als Zweitwaffe die Granatpistole 40mm

Fallschirmjäger im ISAF-Einsatz, GraPi 40 mm als Zweitwaffe (Quelle: Heer/Thomas Löbbering)Größere Abbildung anzeigen

Allgemeines

Die Granatpistole 40 mm AG40-1A1 ist ein Einzellader mit Kipprohrverschluss, mit dem Patronen im Kaliber 40 x 46 mm verschossen werden. Mit ihr können Einzelziele und Gruppen von Zielen auch hinter Deckungen bis zu einer Entfernung von 350 m mit Spreng-Splitter-, Hohlladungs-, Aufschlags-Impuls- und Reizstoffmunition bekämpft werden. Die Granatpistole 40 mm AG40-1A1 befindet sich bei den Infanteriekräften und anderen Kampftruppen des Heeres im Einsatz. Sie wird von einem Soldaten als Sekundärwaffe, zusätzlich zu seinem Gewehr oder einer anderen Waffe geführt.


Zubehör

  • Tragetasche
  • Trageriemen
  • Patronentragegurt
  • Waffenreinigungsgerät

Technische Daten

Techische Daten
Kaliber:40 x 46 mm
Gesamtlänge
(Schulterstütze ausgezogen):
683 mm
Gesamtlänge
(Schulterstütze eingeschoben):
463 mm
Gesamthöhe:205 mm
Gesamtbreite:55 mm
Rohrlänge:356 mm
Gewicht mit Trageriemen:2.620 g
Maximale Kampfentfernung:350 m
Hersteller:Heckler & Koch GmbH, Oberndorf, Deutschland

Schnittbild

Auf dem Bild sieht man einen Querschnitt der Granatpistole 40 mm AG-40-1A1

Schnittbild Granatpistole 40 mm AG-40-1A1 (Quelle: Heer/PIZ)Größere Abbildung anzeigen

  1. Verriegelungshebel
  2. Riegelflächen
  3. Führungsstift
  4. Druckfeder
  5. Schenkelfeder
  6. Rohrlager

Auf dem Bild sehen Sie einen Feldjäger beim laden der Granatpistole

Zum Laden der GraPi AG40-1 A1 wird das Rohr aufgeklappt (Quelle: Heer/Björn Trotzki)Größere Abbildung anzeigen

Weitere Informationen

Das Rohr der Granatpistole 40 mm AG40-1A1 ist kippbar im Griffstück gelagert. Das Laden der Waffe erfolgt per Hand. Nach dem Aufklappen des Rohres wird die Patrone in dieses eingeführt. Der Sicherungshebel verfügt über die Stellungen „S“ (Sicher) und „F“ (Feuer), in der Stellung „S“ wird der Abzug gesperrt. Die automatische Abzugssicherung verhindert ein ungewolltes Auslösen des Schlaghahns bei Stoß und Fall der Waffe im gespannten und entsicherten Zustand. Die Waffe verfügt über ein Klappvisier für die Entfernungen 50 m und 100 m sowie ein ausklappbares Leitervisier für den Einsatz zwischen 150 m bis 350 m. Beide Visiere werden zusammen mit dem vorn auf dem Rohr befindlichen Korn eingesetzt. Die Schulterstütze der Waffe kann eingeschoben und ausgezogen werden, zum Entriegeln wird sie um 90 Grad gedreht. Mit der Granatpistole 40 mm AG40-1A1 können unter anderem folgende bei der Bundeswehr eingeführte Patronen im Kaliber 40 mm verschossen werden: die Spreng-Splitter-Patronen 40 x 46 mm DM91, DM101 und DM101A1, die Hohlladung-Splitter Patrone 40 x 46 mm DM12, die Aufschlag-Impuls Patronen 40 x 46 mm DM119A1 und DM159, CS-Reizstoff-Patronen 40 x 123 mm DM129 und DM149, die Übungspatronen 40 x 123 DM168 und DM188 und die Übungspatronen 40 x 46 mm DM118A1 und DM118A2. Für Ausbildungszwecke befindet sich die Exerzierpatrone 40 x 46 DM100 und die Exerzierpatrone 40 x 123 DM120 im Einsatz.

Auf dem Bild sehen Sie einen Panzergrenadier mit Granatpistole 40 mm AG40-1 A1 im Kosovo

Panzergrenadier mit Granatpistole 40 mm AG40-1 A1 (Quelle: Heer/PIZ KFOR )Größere Abbildung anzeigen

Die Geschichte

Die Granatpistole 40 mm AG40-1A1 wurde Ende der 1960-er, Anfang der 1970-er Jahre von der Heckler & Koch GmbH entwickelt und ab 1974 bei der Bundeswehr eingeführt. Außer bei der Bundeswehr befindet sich die Granatpistole auch bei den Streitkräften und Polizeikräften vieler anderer Staaten im Einsatz. Das britische Heer verfügt über eine Version der Waffe im Kaliber 37 mm, die als L104A1 bezeichnet wird. Beim HK79A1 handelt es sich eine Variante des Granatwerfers HK69A1, der unter den Vorderschaft von Gewehren angebracht werden kann. Die Waffe befindet sich unter anderem beim norwegischen Heer im Einsatz.

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Stand vom: 28.09.16


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