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Die Reserve im HEER2011

Für interessierte Reservistinnen und Reservisten bietet das Heer viele attraktive Möglichkeiten: Das Heer verfügt in seiner Struktur HEER2011 über 16.000 Beorderungsmöglichkeiten. Diese teilen sich in die Kategorien Verstärkungsreserve (VstkgRes) und Personalreserve (PersRes) zu jeweils 8.000 Verpflichtungsmöglichkeiten auf.

Die strukturelle Abbildung der Reserve im HEER2011

Das Heer verfügt in der Struktur HEER2011 über einen Ergänzungsumfang von 16.000 Dienstposten. Diese teilen sich in die Kategorien Verstärkungsreserve (8.000) und Personalreserve (8.000) auf.
Insgesamt 9.500 Beorderungsmöglichkeiten, also rund 60 Prozent des Ergänzungsumfangs des Heeres, befinden sich in den aktiven Strukturen. Von diesen 9.500 Beorderungsmöglichkeiten wurden 1.500 Dienstposten als Verstärkungsdienstposten in den Organisationsgrundlagen der Dienststellen des Heeres zur Besetzung ausgeplant. Die restlichen 8.000 Dienstposten stehen zur „Spiegelung“ von aktiven Dienstposten nach Maßgabe der Kommandeure und Dienststellenleiter zur Verfügung.

Darüber hinaus wurden 6.500 Dienstposten zur Aufstellung von 26 Ergänzungstruppenteilen (2 teilaktive und 24 nichtaktive) ausgeplant. Neben teilaktiven Ergänzungstruppenteilen wurden in den Strukturen aller Truppengattungen des Heeres entsprechende Ergänzungstruppenteile ohne aktive Anteile aufgestellt und damit Beorderungsmöglichkeiten für all jene Reservistinnen und Reservisten geschaffen, die sich in ihrer angestammten militärischen Heimat engagieren wollen.

Ergänzungstruppenteile des Heeres

Das Deutsche Heer hat 26 Ergänzungstruppenteile aufgestellt, die mit zur Gefahrenabwehr beitragen. Diese werden bei Bedarf aktiviert, dienen der Verstärkung der aktiven Verbände im gesamten Aufgabenspektrum und bilden die Grundlage für die Aufwuchsfähigkeit des Heeres. Sie tragen damit wesentlich zur Verbesserung der Durchhaltefähigkeit bei.
Seit dem III. Quartal 2014 wurden insgesamt 6.500 Beorderungsmöglichkeiten in der Verstärkungsreserve ausgeplant. In der Zielstruktur HEER2011 sind
  • ein Panzerbataillon und
  • ein schweres Pionierbataillon
mit Blick auf die künftigen Fähigkeiten zur Regeneration als teilaktive Anteile in der Einsatzstruktur abgebildet.
Innerhalb dieser Verbände sind jeweils die Stäbe, die Stabs-/Unterstützungskompanie und eine weitere Kompanie nichtaktiv. Die zwei verbliebenen Kompanien (aktive Anteile) sind im Grundbetrieb jeweils einem aktiven Verband zugeordnet.
Des Weiteren wurden 24 weitere Ergänzungstruppenteile (ohne aktive Anteile) in allen Fähigkeitskategorien des Heeres ausgeplant worden. Hierzu gehören:
  • zwei Unterstützungsbataillone Einsatz, die als Beitrag des Heeres bei Bedarf in der Landesverteidigung zugeordnete aktive und nichtaktive Kompanien führen können und so Flexibilität und Führungsstruktur für Heimatschutz und Katastropheneinsätze ergeben, sowie
  • ein weiteres Pionierbataillon,
  • zwei Panzergrenadierbataillone,
  • ein Jägerbataillon, und
  • 18 weitere Einheiten in allen Truppengattungen.
Diese Ergänzungstruppenteile sind je einem aktiven Patenverband in einem Couleurverhältnis zugeordnet und werden durch den jeweils vorgesetzten Großverband, in der Regel durch die dem aktiven Verband truppendienstlich vorgesetzte Brigade, geführt. Der Auftrag der Ergänzungstruppenteile besteht darin, den jeweiligen aktiven Verband nach vorangegangener Alarmierung im gesamten Aufgabenspektrum zu verstärken.
Die Bildung von Couleurverhältnissen hat folgende Vorteile: Erstens besteht zwischen aktivem und Ergänzungstruppenteil eine enge Verbindung in Bezug auf Ausbildung und interne Abläufe. Die Ausbildung der Reservistinnen und Reservisten erfolgt am Großgerät der aktiven Truppe. Zweitens werden technische Änderungen und die Einführung von neuem Gerät für die Reservistinnen und Reservisten sofort umgesetzt und die Handlungssicherheit bei der Nutzung des im Einsatzfall eingesetzten Geräts erhöht.
Zur Deckung des strukturellen Bedarfs an Reserveoffizieren in den Ergänzungstruppenteilen und auf den Dienstposten der Verstärkungsreserve wird jährlich die Einstellung von 27 Reserveoffizieranwärtern (ROA) als SaZ 3 vorgesehen.

Realisierungsplanung

Die Realisierungsplanung des Heeres folgt dem Top-Down-Ansatz. Beginnend mit der Aufstellung des Kommandos Heer wurde die Masse des Heeres unter Berücksichtigung der laufenden Einsätze im Zeitraum 2014 bis 2015 umgegliedert. Die Ergänzungstruppenteile der Verstärkungsreserve wurden im Rahmen ihres Großverbandes im gleichen Zeitraum wie die aktive Truppe ebenfalls umgegliedert bzw. aufgestellt.
Aus der Personalreserve hat das Kommando Heer dem unterstellten Bereich die Möglichkeiten zur Beorderung im vollen Umfang zugewiesen, um eine weitere Steigerung der Einsatzbereitschaft und der Durchhaltefähigkeit in aktiven Verbänden zu unterstützen. Somit können die Kommandeure / Dienststellenleiter / -innen der Kalender führenden Dienststelle (KalfüDSt) im Rahmen des ihnen zugestandenen Umfanges für ihre Truppenteile/Dienststellen auftragsbezogen festlegen, welche Dienstposten in die Personalreserve zu spiegeln sind.


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Stand vom: 25.02.16 | Autor: PIZ Heer


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