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Ausbildung der Reserve im HEER2011

Reservistinnen und Reservisten werden im Heer weitgehend so ausgebildet, wie die aktiven Soldaten. Die besonderen Belange der Reservisten und ihrer Arbeitgeber werden dabei durch einen modularen Aufbau der Ausbildungsanteile berücksichtigt. Die zivilberuflichen Qualifikationen der einzelnen Reservisten sollen zunehmend als gleichwertiger Ersatz für militärische Fachausbildungen genutzt werden.

Individualausbildung

Ziel der Ausbildung ist, die Reservistinnen und Reservisten zur eigenständigen Erfüllung der Anforderungen des jeweiligen Beorderungsdienstpostens zu befähigen. In der Folge entspricht die Ausbildung der Reservisten weitestgehend der Ausbildung der aktiven Soldaten. Die besonderen Belange der Reservisten und ihrer Arbeitgeber (Verfügbarkeit, Durchführungsort, Struktur und Methodik) werden durch modularen Aufbau und Nutzung von Mitteln der modernen Ausbildungstechnologie in der Durchführung - wo immer möglich - mit einbezogen. Darüber hinaus werden vermehrt vorhandene zivilberufliche Qualifikationen als gleichwertiger Ersatz für entsprechend vergleichbare militärische Fachausbildung genutzt. Die Ausbildung zum Reserveoffizier führt im ersten Schritt, analog zu den Aktiven, zur Qualifikation als Reserveoffizier des Heeres. Die dazu erforderlichen Lehrgänge, wie die Laufbahnprüfung, werden an der Offizierschule des Heeres durchgeführt. Gleiches gilt sinngemäß für die Ausbildung zum Reservefeldwebel an der Unteroffizierschule des Heeres. Im zweiten Schritt erfolgt dann die truppengattungsspezifische Ausbildung an den jeweiligen Ausbildungseinrichtungen des Heeres. Ziel ist, die erforderliche Ausbildung mit Masse während der aktiven Dienstzeit der Anwärter durchzuführen. Die vollständige Ausbildung mit der Qualifikation zum Zugführer in einer Truppengattung kann regelmäßig nur bei einer Verpflichtungszeit von 3 Jahren erreicht werden. Für SaZ 02 und ROA a.d.W. werden gesonderte Ausbildungsgänge angeboten.

Ergänzungstruppenteile

Von den 27 Ergänzungstruppenteilen in der Struktur HEER2011 werden 18 als Kompanien in aktiven Verbänden aufgestellt und 9 als Bataillone. Damit wird es in der Struktur HEER2011 insgesamt mehr Ergänzungstruppenteile geben als zuvor und es wird somit ein breiteres Spektrum an Truppengattungen abgedeckt. Insgesamt hat das Heer in seinen Ergänzungstruppenteilen 44 Kompanien ausgeplant.

Den Ergänzungstruppenteilen die als Verband aufgestellt werden sind aktive Couleurtruppenteile zugeordnet, die den Kommandeur des Ergänzungstruppenteils bei der Ausbildung und Inübunghaltung seines Verbandes unterstützen. Die Übungszeiträume und Übungsinhalte sind möglichst langfristig gemeinsam mit den Couleurtruppenteilen auszuplanen.

Jede Einheit der Ergänzungstruppenteile soll alle zwei Jahre an einer Truppenübung oder Ausbildungsmaßnahme teilnehmen. Als Übergangsphase ist ein Zeitraum von zwei Jahren ab Aufstellung oder Umgliederung vorgesehen. Diese Zeit ist auch als Planungsphase zu nutzen, mit dem Ziel, im Anschluss an diese Übergangsphase die kontinuierliche Erhöhung der Einsatzbefähigung der Ergänzungstruppenteile durch regelmäßige Ausbildungs- und Übungstätigkeit sicherzustellen.

Bei den Truppenübungen werden drei Formen unterschieden. Die FORM A ist dabei eine Volltruppenübung oder Ausbildungsmaßnahme einer Einheit oder Teileinheit, die FORM B ist eine Volltruppenübung oder Ausbildungsmaßnahme eines Verbandes und die FORM C ist eine Stabsrahmenübung. Alle Formen von Truppenübungen können bis zu 14 Tagen dauern. Die Form der Truppenübung legt dabei nicht die Ausbildungsstufe fest. Sie legt im Wesentlichen nur den Einberufungsumfang als Planungsgröße fest. Die Inhalte der Ausbildung und die erreichbare Ausbildungsstufe sind, wie die tatsächlichen Forderungen an materieller Ausstattung für eine Truppenübung, abhängig vom Befüllungsgrad der Einheit oder des Verbandes, von Antrittsstärke und Ausbildungsstand der Reservistendienst Leistenden, sowie von der Zielsetzung des für die Ausbildung verantwortlichen Kommandeurs. Grundsätzlich sollte im Rahmen einer Truppenübung FORM A die Ausbildungsstufe C (Zug) erreicht werden und bei der Truppenübung FORM B die Ausbildungsstufe D (Kompanie).

Die Truppenübung FORM C ist für die Verbände jährlich anzustreben. Diese kann unter Nutzung der SIRA-Stützpunkte erfolgen. Die Kompanien sind regelmäßig als Rahmenleitungsgruppen einzusetzen. Wenn keine eigenständige Übung des Ergänzungstruppenteils möglich ist, kann die Truppenübung auch in eine Stabsrahmenübung der aktiven Truppe integriert werden. Die Truppenübungen sind grundsätzlich Teamausbildung.


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Stand vom: 08.02.16 | Autor: PIZ Heer


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