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Heer der Zukunft (2000 - 2003/6)

Die „Erneuerung der Bundeswehr von Grund auf“ und das „Heer der Zukunft“ setzten fort, was sich in den Jahren zuvor schrittweise entwickelt hatte – von einer Bundeswehr, die innerhalb 48 Stunden an der Landesgrenze die Verteidigung gegen einen mechanisierten Gegner aufnehmen sollte, hin zu weltweiten Einsätzen im Rahmen des internationalen Konfliktmanagements. Der Wandel zu einer Armee im Einsatz war strukturell abzubilden. ,

Der offizielle Startschuss für die Reform des Heeres fiel am 21. Juli 2000 mit der Herausgabe der „Weisung zur Ausplanung der Streitkräfte der Zukunft“.

Neuausrichtung

Die politischen Vorgaben des Bundesministers der Verteidigung forderten vom Heer das Beherrschen des folgenden Aufgabenspektrums:

  • Bündnis- und Landesverteidigung
  • Krisen- und Konfliktmanagement
  • Spezialoperationen
  • Katastrophen- und Hilfseinsätze

Den Kern der Reform bildete die strukturelle Ausrichtung des Heeres auf die wahrscheinlichsten Einsätze.

Zur Unterstützung von Bündnispartnern außerhalb Deutschlands wurde vom Heer gefordert, sich mit einem Kräftedispositiv in der Größenordnung einer verstärkten Mechanisierten Division zu beteiligen („Große Operation“).

Alternativ zu dieser „Großen Operation“ soll das Heer im Rahmen der Konfliktverhütung und Krisenbewältigung Kräfte bis zu einer Stärke von 10.000 Soldaten in zwei gleichzeitigen Einsätzen („Mittlere Operation“) über einen langen Zeitraum bereitstellen können.

Im Rahmen nationaler Vorsorge für Rettungs- und Evakuierungsoperationen deutscher Staatsbürger, zum Schutz eigener Truppen vor terroristischer Bedrohung sowie für Einsätze im Rahmen von humanitärer Hilfe und Katastrophenhilfe waren darüber hinaus Kräfte in Stärke von etwa 1.000 Soldaten vorzuhalten („Kleine Operation“).

Das Heer hatte damit bis 2006 eine Struktur einzunehmen, die das gesamte Aufgabenspektrum von der Bündnis- und Landesverteidigung über die Friedensmissionen und Spezialoperationen bis hin zu humanitären Einsätzen und Katastrophenhilfe angemessen und ausgewogen abdeckte.

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Neue Organisationsbereiche

Die „Neuausrichtung der Bundeswehr von Grund auf“ bedeutete für das Heer Konzentration auf die Kernaufgaben. „Unterstützungsaufgaben“ wurden an die neuen Organisationsbereiche „Streitkräftebasis“ (SKB) und „Zentraler Sanitätsdienst der Bundeswehr“ (ZSanDstBw) abgegeben. SKB und ZSanDstBw entlasten die Teilstreitkräfte von allen nicht einsatzbezogenen Aufgaben im Grundbetrieb sowie von nationalen territorialen Aufgaben. Sie erfüllen neben ihrem jeweiligen Einsatzauftrag die Funktion von „Servicebereichen“.

Die neue Aufgabenverteilung wirkte sich unmittelbar auf die Personalumfänge aus. Während im „Neuen Heer für Neue Aufgaben“ noch etwa 225.000 Soldaten dienten, betrug der Umfang im „Heer der Zukunft“ nur noch 134.000 Soldaten. Das Heer verlor 40 Prozent seines Personals und hatte gleichzeitig den Umfang schnell verfügbarer Einsatzkräfte zu erhöhen.

Diese Betrachtung traf allerdings nur auf den ersten Blick zu, da mit der Übertragung von Aufgaben auch mehr als 50.000 Heeressoldaten an SKB und ZSanDstBw abgegeben wurden. In den „Streitkräften der Zukunft“ trugen 190.000 Soldaten, und damit auch der überwiegende Teil der Soldaten der SKB, die Uniform des Heeres.190.000 Heeresuniformträger verteilten sich wie folgt auf die Organisationsbereiche der Streitkräfte:

  • Heer: 134.000
  • Streitkräftebasis: 37.000
  • Zentraler Sanitätsdienst: 19.000

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Stand vom: 25.11.13 | Autor: Online-Redaktion Heer


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