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Gliederung

Das Ausbildungszentrum Spezielle Operationen gliedert sich in eine internationale Inspektion, dem International Special Training Center, sowie eine Lehrgruppe mit drei weiteren Inspektionen und einer Spezialausbildungskompanie. Den Ausbildungsbetrieb unterstützen der Bereich Unterstützung, der Stab, die Truppenfachlehrer sowie der Bereich Lehrgangsplanung und Lehrgangssteuerung. Außerdem ist am Ausbildungszentrum ein Übungszentrum Spezielle Operationen angesiedelt.

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I. Inspektion

Kompanie Wappen ISTC

Auftrag

Der Auftrag der I. Inspektion ist es, die Spezialkräfte und spezialisierten Kräfte der acht vertretenen Nationen in verschiedenen Lehrgängen auszubilden. Die acht Nationen sind Belgien, Deutschland, Griechenland, Italien, Niederlande, Norwegen, Türkei und die USA. Die offizielle Bezeichnung der Inspektion lautet International Special Training Center (ISTC).


Lehrgänge

Die ISTC untergliedert sich in 3 Branches:
  • Medical Branch
  • Tactical Branch
  • Planning Branch

Die Medical Branch ist in 2 Sections unterteilt:

  • NATO Special Operations Advanced First Responder (NSAFR) Section
    • In der NSAFR Section werden Sanitätslehrgänge wie der Advanced Medical First Responder, der Tactical Combat Casualty Care Train the Trainer Course und der Advanced Casualty Sustainment Course durchgeführt.
  • NATO Special Operations Combat Medic (NSOCM) Section
    • In der NSOCM Section wird seit 2016 der NATO Special Operation Combat Medic Lehrgang durchgeführt.

Die Tactical Branch ist ebenfalls in 2 Sections unterteilt:

  • Sniper Section
    • Hier werden dem Namen sinngemäß Scharfschützenlehrgänge wie der Sniper Course und der High Angle Urban Sniper Course, Urban Sniper, Desert Sniper und ein Unstable Platform Sniper Course angeboten. Anteile dieser Lehrgänge finden in speziellen Ausbildungsstätten in den österreichischen Alpen, Spanien, Griechenland und auf verschiedenen deutschen Truppenübungsplätzen statt.
  • Combat Section
    • In der Combat Section werden in den Lehrgängen Combat Marksmanship Schießtechniken und im Close Quarter Battle urbane Kampftechniken erlernt.

In der Planning Branch wird der Planungslehrgang Special Operations Task Group Operations Training durchgeführt sowie die Lehrgänge Conduct after Capture (CAC), CAC Instructor und der Military Assistance Course.

Seit 2017 besitzt die ISTC die NATO Quality Assurance (QA) Accreditation.

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II. Inspektion

Kompaniewappen II. Inspektion

Auftrag

Die II. Inspektion hat den Auftrag, in verschiedenen Verwendungs- und Sonderlehrgängen Spezial- und Spezialisierte Kräfte in den Bereichen Survival, Evasion, Resistance, Extraction (SERE) und Combat First Responder Spezial- und Spezialisierte Kräfte auszubilden.

Lehrgänge

Das Lehrgangsangebot beinhaltet Lehrgänge für das Führerpersonal von Spezial- und Spezialisierten Kräften in den Bereichen Überlebensausbildung im Rahmen des SERE Level C, die Ausbildung der SERE Instruktoren und diverse Sanitätslehrgänge (Combat First Responder) im Rahmen des Combat First Responder von der Erstausbildung in der Stufe A bis hin zur Inübunghaltung der Stufe C.

Im Rahmen der Sanitätslehrgänge werden Soldaten der Spezial – und Spezialisierten Kräfte in 3 Stufen zum Combat First Responder ausgebildet, welche ihre Fähigkeiten im Einsatz im Rahmen der sanitätsdienstlichen Notkompetenz zur Anwendung bringen müssen.

In der sehr fordernden SERE – Ausbildung wird der Lehrgangsteilnehmer damit konfrontiert als Versprengter in isolierter Lage auf sich alleine gestellt zu überleben. Dies beinhaltet sowohl Überlebenstechniken und NATO standardisierte Verfahrenskenntnisse sowie das situationsgerechte Verhalten in Gefangenschaft und isolierter Lage, um die eigene Rückführung aktiv zu unterstützen – dies ist in internationalen Einsätzen der Spezialisierten Kräfte und Spezialkräfte zwingend notwendig.

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III. Inspektion

Wappen der III. Inspektion

Auftrag

Die III. Inspektion des Ausbildungszentrums führt die lehrgangsgebundene Ausbildung für die Spezialisierten Kräfte des Heeres mit erweiterter Grundbefähigung (EGB) durch. Damit wird die Fähigkeitslücke zwischen Spezialisierten Kräften und Spezialkräften geschlossen.


Lehrgänge

Der Ausbildungsgang zum EGB-Soldaten beinhaltet eine circa sechs monatige modulbasierte Ausbildung. Sie besteht aus folgenden Lehrgängen:

  • Nahkampf Grundmodul
  • Schießtechnik
  • Gefechtsdrillschießen
  • Combat First Responder Level A (II. Inspektion)
  • Survival, Evasion, Resistance, Extraction (SERE) Level C (II. Inspektion)
  • Urbane Angriffstaktik
  • Patrolling
  • Infiltration über Wasser für Spezialisierte Kräfte Heer EGB
  • CAT
  • Mission Planning
  • OPTG
In den Lehrgängen zum EGB – Soldaten werden in der III. Inspektion somit
  • militärischer Nahkampf als taktisches Einsatzverfahren,
  • weiterführende Schießfertigkeiten auf stationäre und bewegliche Ziele,
  • reaktionsschnelles Gefechtsschießen im Sinne des Immediate Action Drills,
  • Schießen von unterschiedlichen Plattformen wie auch von Booten und
  • das Planungsverfahren für den Einsatz von Patrouillen sowie deren praktische Übung durchgeführt.

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IV. Inspektion

Ausbildungszentrum Spezielle Operationen - Wappen der IV. Inspektion

Auftrag

Die IV. Inspektion wurde im Juli 2015 von der Luftlande- und Lufttransportschule in Altenstadt an den Standort Pfullendorf verortet. Mit der Durchführung der Lehrgänge im Bereich SERE (Survival - Evasion - Resistance - Extraction) für das fliegende Personal aller militärischen Organisationsbereiche trägt die IV. Inspektion direkt zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft sämtlicher fliegender Verbände der Bundeswehr bei. Dadurch ist die Inspektion gleichzeitig ein wichtiger zentraler Ansprechpartner. In Zusammenarbeit mit der Offizierschule der Luftwaffe und der Sanitätsakademie des zentralen Sanitätsdienstes vermittelt die Inspektion den verschiedenen Offizierlehrgängen in einer Robustheitsausbildung das Führen unter Belastung. Des Weiteren werden Grundlagen im Bereich SERE ausgebildet und vertieft. Weitere Lehrgänge aus dem Gesamtspektrum Joint Personnel Recovery decken das neue Einsatzspektrum der Bundeswehr und den Aufgabenbereich der Inspektion ab.
Dem Auftrag zur teilstreitkraftübergreifenden Ausbildung folgend, besteht die Inspektion zu gleichen Teilen aus Uniformträgern des Heeres und der Luftwaffe. Die Inspektion ist damit eine Besonderheit in der Bundeswehr und stellt gleichzeitig die Integration des Ausbildungszentrums über das Heer hinaus in die Streitkräfte sicher.

Lehrgänge

Im Rahmen der Verwendungsausbildung der Luftfahrzeugbesatzungen (LFB)werden angeboten:
  • SERE C LFB Grundmodul Luftwaffe/Marine
  • SERE C LFB Grundmodul Heer
  • SERE C LFB Auffrischung Luftwaffe/Marine
  • SERE C LFB Auffrischung Heer
Die Laufbahnausbildung der Offizieranwärter umfasst:
  • Überleben/Einsatz – Offizier Luftwaffe
  • Überleben – Offizier des militärfachlichen Dienstes des Sanitätsdienstes

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Spezialausbildungskompanie 209

Spezialausbildungskompanie 209 Wappen

Auftrag

In der Spezialausbildungskompanie 209 wird der Feldwebelnachwuchs der Fallschirmjägertruppe und des Kommando Spezialkräfte ausgebildet. Durch das Kommandoanwärtermodell wurde die Möglichkeit geschaffen, den Feldwebelnachwuchs der Division Schnelle Kräfte einheitlich auszubilden und gleichzeitig die Nachwuchsgewinnung des Kommandos Spezialkräfte zu verbessern.


Lehrgänge

Im Rahmen des Kommandoanwärtermodells werden die Feldwebelanwärter in 36 Monaten zum Fallschirmjägerfeldwebel ausgebildet. Folgende Ausbildungsabschnitte sind zugehörig:

  • Feldwebelanwärter- / Unteroffizieranwärterlehrgang Modul 1 - 3
  • Truppenausbildung
  • Dienstposten - / Vollausbildung
  • Feldwebellehrgang Allgemeinmilitärischer Teil
  • Grundlagenlehrgang Spezielle Operationen
  • Feldwebel Spezielle Operationen
Seit 01. Januar 2014 sind die ersten sechs Monate der Ausbildung geprägt durch einen heereseinheitlichen Ausbildungsgang, welcher in drei FA/UAL Module eingeteilt ist:
  • Modul 1 beinhaltet die Grundlagen, die bisher in der Grundausbildung ausgebildet wurden und dauert zwei Monate.
  • Modul 2 ist als Truppenkommando / Eignungsübung zur einmonatigen, erstmaligen Erfahrungssammlung in der Truppe gedacht.
  • Modul 3 beinhaltet in drei Monaten nochmals die Grundlagen sowie Anteile des Unteroffizier-/Feldwebelanwärterlehrganges. Schwerpunkt ist hier der Gefechtsdienst, das neue Schießausbildungskonzept, Innere Führung und die Ausbildung an Waffen und Gerät.

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Bereich Unterstützung

Wappen des Bereichs Unterstützung

Auftrag

Der Bereich Unterstützung am Ausbildungszentrum koordiniert und veranlasst im Ausbildungszentrum Spezielle Operationen intern zu erbringende und extern verfügbare Unterstützungsleistungen zur Sicherstellung des Lehr-/ Ausbildungsbetriebs und des allgemeinen Betriebs.
Er regelt und überwacht die in der Materialwirtschaft erforderlichen Maßnahmen zur Sicherstellung des Unterstützungsauftrages unter ständiger Berücksichtigung wirtschaftlicher Erfordernisse und Rahmenbedingungen. Zum Bereich Unterstützung gehört auch eine Wechselbesatzung (80 Freiwillig Wehrdienstleistende), aus denen sich der Führungsnachwuchs generiert.

Unterstellung

Der Bereich Unterstützung ist direkt dem Kommandeur des Ausbildungszentrums Spezielle Operationen unterstellt. Geführt wird die Einheit durch einen Hauptmann.

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Übungszentrum Spezielle Operationen

Wappen des Übungszentrums Spezielle Operationen

Auftrag:

Das Übungszentrum Spezielle Operationen (ÜbZSpezlOp) ist die verantwortliche Übungseinrichtung zur Unterstützung von Vorhaben im Rahmen der Truppenausbildung im Zusammenhang mit Speziellen Operationen. Es unterstützt Vorhaben der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Truppenteilen auch außerhalb des Einsatzverbundes Spezielle Operationen im Rahmen freier Kapazitäten.

Dazu integriert das ÜbZSpezlOp rechnergestützte Ausbildung und Truppenausbildung in einen lagestringenten Übungsablauf. Konstruktive Simulation, virtuelle Simulation und Gefechtsübungen (mit Live-Simulation) bauen aufeinander auf und bieten Führern, Stäben und Truppe vielfältige Möglichkeiten, Entscheidungen zu treffen und sich mit den Auswirkungen ihrer Befehlsgebung auseinanderzusetzen. Ebenengerechte Simulationssysteme mit georeferenzierten Datenbasen der tatsächlichen Übungs- und/oder Einsatzräume unterstützen die Übungstätigkeit von der Brigadeebene bis zum Einzelschützen sowie die Einsatzvorbereitung.

Übungstypen:

Führungsübungen, auch rechnergestützt, auch mit bis VS-GEHEIM / NATO SECRET eingestuften Übungsinhalten. Dabei können bis zu zwei unabhängige Gefechtsstandnetzwerke betrieben werden. In diesen Führungsübungen werden vorrangig Führungsgrundsätze, etwa die Anwendung des Führungsprozesses der Landstreitkräfte oder die im NATO-Rahmen zur Führung von Spezial- und Spezialisierten Kräften gebräuchlichen Verfahren, geübt.

Stabsübungen in Form einer Rahmenübung, auch rechnergestützt unter Nutzung des SIRA-Systems. In Stabsübungen üben Kommandeure und ihre Stäbe als Primary Training Audience in ihren jeweiligen Funktionen und führen unterstellte Einheiten / Verbände - diese üben als Secondary Training Audience an der Schnittstelle zur konstruktiven Simulation. Zusätzlich können bis zu zwei unabhängige Gefechtsstandnetzwerke mit bis zu VS-GEHEIM / NATO SECRET eingestuften Übungsinhalten parallel betrieben werden. Im Zielbetrieb werden Simulations- und IT-Verfahren auch auf (welt-)weit entfernte Gefechtsstände der übenden Truppe ausgebreitet. Die technische Infrastruktur und die IT-Verfahren sind auf die Anforderungen von Spezial- und Spezialisierten Kräften zugeschnitten, jedoch abwärtskompatibel.

Truppenübungen als Gefechtsübungen, rechnergestützt, unter Nutzung virtueller Simulation, derzeit bis zur Teileinheitsebene. Das virtuelle Simulationssystem VBS3 ist in Nutzung. Es erlaubt das Üben von Standardverfahren und Einsatzgrundsätzen, bietet hervorragende Auswertemöglichkeiten und kann zielgerichtet Gefechtsübungen vorbereiten. Auf Wunsch des Nutzers kann in einem virtuellen Gelände geübt werden, das mit hohem Wiedererkennungswert dem realen Gelände der Gefechtsübungen entspricht.

Truppenübungen als Gefechtsübung, entweder mit einer Partei und Gefechts- und/oder Übungsmunition oder als Zwei-Parteien-Übung mit Manövermunition, auch unter Nutzung von Duellsimulation.

Unterstellung:

Das Übungszentrum Spezielle Operationen ist direkt dem Kommandeur Ausbildungszentrum Spezielle Operationen unterstellt. Fachlich geführt wird es durch das Ausbildungskommando, Fachgruppe II, Dezernat 2. In allen Angelegenheiten, welche die Nutzung des Gefechtsübungssimulationssystems SIRA betreffen, arbeitet das Übungszentrum eng mit dem SIRA-Leitstützpunkt in Dresden zusammen.

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Stand vom: 07.06.18


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