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Geschichte

Haupteingang „Panzertruppenschule"

Die Geburtsstunde des heutigen Ausbildungszentrums MUNSTER schlug am 22. März 1956. Mit dem Aufstellungsbefehl Nr. 9 des Heeres wurde die Aufstellung der Truppenschulen für die Panzer- und Panzergrenadiertruppe in Munster befohlen. Die Bezeichnung der neuen Dienststelle lautete damals Panzertruppenschule, die bis heute im Kasernennamen fortlebt.

Das Ziel der Schule war die Erziehung und Ausbildung der zukünftigen Führer und Unterführer der Truppengattungen. Nach kurzer Zeit erkannte man die Notwendigkeit die Einsatzgrundsätze und auch die Ausbildung der Panzer- und Panzergrenadiertruppe aufeinander abzustimmen, welche folgerichtig aus dem engen Zusammenwirken beider Truppengattungen auf dem Gefechtsfeld resultierte. Deshalb wurden der Panzertruppenschule auch das Panzerlehrbataillon und das Panzergrenadierlehrbataillon unterstellt.

Luftbild Kaserne „Panzertruppenschule“

In dem Jahr 1958 wurde die Schule erstmals umgegliedert und es folgte die Aufstellung der Panzerlehrbrigade und der Lehrgruppe C, welche erstmals laufbahnunabhängige Truppenausbildung ermöglichte. Durch diese Erweiterung etablierte sich die Panzertruppenschule/ Kampftruppenschule II in den darauf folgenden Jahren als „Schaufenster des Deutschen Heeres“ und erlangte durch seine professionellen Vorführungen hohe Anerkennung im In- und Ausland.

Ende der 1960er Jahre erfolgte die Verlegung der Kampftruppenschule III aus Bremen nach Munster. Damit wurden dann auch die Panzerjäger und Panzeraufklärer in Munster ausgebildet. Die Schule hieß fortan Kampftruppenschule II/III.

Ende der 1970er Jahre mussten jedoch einige Bereiche aufgrund des stetig steigenden Ausbildungsbedarfs ausgegliedert werden, um die hohe Qualität der Ausbildung aufrecht erhalten zu können. Im Zuge der Vorbereitung für eine erneute Änderung der Schulgliederung mit dem Ziel, Ausbildung und Lehre weiter zu verbessern, wurde die Schule erneut umbenannt. Seit September 1991 trägt sie in Fortführung der Tradition und im Gedenken an die Gründerväter aus dem Jahre 1956 wieder ihren alten Namen „Panzertruppenschule“.

2006 wurde mit dem Offizieranwärter-Bataillon in Munster, heute Offizieranwärter-Bataillon 1, ein völlig neuartiger Ausbildungsverband aufgestellt, der seine Ausbildungsbemühungen auf den Offiziernachwuchs konzentrierte. Schon im ersten Ausbildungsdurchgang absolvierten bereits 400 Offizieranwärter die sechsmonatige grundlegende Ausbildung im „Offizieranwärterlehrgang“.

Noch im gleichen Jahr wurden die Ausbildungseinrichtungen in der Kaserne Panzertruppenschule in das Ausbildungszentrum MUNSTER umgegliedert. Diese Umgliederung war als Pilotprojekt zu verstehen und dient heute als Muster für alle Truppenschulen des Heeres in der neuen Heeresstruktur. Zusätzlich zum Ausbildungszentrum Panzertruppen (Panzer- und Panzergrenadiertruppe) wurden die Ausbildungszentren Heeresflugabwehrtruppe und Heeresaufklärungstruppe aufgestellt. Letztere bündelt seit 2007 sämtliche Aufklärungsfähigkeiten des Heeres und ist nunmehr federführend verantwortlich für die Ausbildung aller Kräfte der bodengebundenen Spähaufklärung, der Radaraufklärung, der luftgebundenen, unbemannten Luftaufklärung, der Feldnachrichtenaufklärung der Bundeswehr und der Fernspähaufklärung.

Gemeinsame Vereidigung der Offizier-, Feldwebel- und Unteroffizieranwärter am 20. Juli 2014

Nach der Auflösung der Heeresflugabwehrtruppe und seiner Truppenschule im Jahr 2012 begann man bereits Ende 2013 mit der Einnahme der Struktur HEER2011. Der Abschluss erfolgte 2016 mit der Einnahme der aktuellen Gliederung in den Zentralen Bereich, die Ausbildungsbereiche Panzertruppen, Heeresaufklärungstruppe, Streitkräftegemeinsame Taktische Feuerunterstützung/Indirektes Feuer und das Offizieranwärter-Bataillon 1.

Verbandsabzeichen Ausbildungszentrum Munster

Wappen

Das Wappen des Ausbildungszentrums MUNSTER wird dominiert durch das Eiserne Kreuz auf einem silbernen Schild. Das Eiserne Kreuz ist das unverwechselbare Hoheitsabzeichen der Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland. Es gilt einerseits als Symbol für das wehrhafte Eintreten für Frieden und Freiheit und andererseits als besondere Auszeichnung für persönliche Tapferkeit. Die Farbgebung weiß und schwarz spiegelt die Traditionslinie zu den preußischen Heeresreformen wider. Das Ausbildungszentrum MUNSTER setzt die Tradition der ehemaligen Panzertruppenschule als zentrale Ausbildungseinrichtung am Standort Munster fort. Deshalb wurde dem Wappen der Panzertruppenschule das stilisierte gotische „S“ entlehnt. Es steht für Schule und weist auf die Bedeutung des Ausbildungszentrums als Lehr- und Ausbildungsort für den Führernachwuchs des Deutschen Heeres hin. Im Zentrum des Wappens steht das silberne Herzschild mit dem feuerspeienden, rotbewehrten, blauen Drachen. Schild und Drachen symbolisieren dabei sowohl Schutz als auch Wehrhaftigkeit. Der Drachen wurde dem Stadtwappen der Garnisonsstadt Munster entnommen und dokumentiert damit die in jeder Hinsicht einzigartige Verbindung zwischen Ausbildungszentrum, Garnisonsstadt und ihren Bürgern.


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Stand vom: 29.08.16


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