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Geschichte

Das Pionierbataillon 905 kann auf eine über 50-jährige Geschichte zurückschauen. Die Anfänge liegen im Baupionierbataillon 764, das am 1. Januar 1963 als Geräteeinheit aufgestellt wurde. Sein Standort war zunächst Ebenhausen, zwei Monate später dann Garching – Hochbrück. Das Bataillon war in sechs Kompanien gegliedert. In der Bataillonsnummer weist die „7“ auf die Zugehörigkeit zur Territorialverteidigung, die Zahl „6“ auf den Wehrbereich VI hin.
Vier Jahre später, mit Wirkung vom 1. Mai 1967, wurde das Bataillon in Pionierbataillon 764 umbenannt, hatte dann in neuer Gliederung nur noch fünf Kompanien, blieb aber eine Geräteeinheit.
Die anfängliche Unterstellung des Bataillons ist bislang nicht zu ermitteln gewesen, wechselte Anfang 1973 zum schweren Pionierregiment 760, danach zu einem nicht bekannten Termin zum Verteidigungsbezirkskommando 65 und im November 1977 zurück zum Wehrbereichskommando VI.

Vierzehn Jahre bestand das Bataillon, als es April 1981 unter gleichzeitiger Umgliederung in Pionierbataillon 761 umbenannt wurde. Es bestand als Geräteeinheit aus einer Stabs-und Versorgungskompanie (1./-), drei Pionierkompanien (2./- bis 4./-) und einer Pioniermaschinenkompanie (5./-) und unterstand dem Pionierregiment 76.

Zum 1. Januar 1993 erfolgte in Vorbereitung auf die Einnahme der Heeresstruktur 5 der Wechsel der Unterstellung vom Pionierregiment 76 zum Pionierkommando 2, um drei Monate später dann der neu aufgestellten Pionierlehrbrigade 60 unterstellt zu werden. Als Folge des Wechsels von PiRgt 76 zum PiKdo 2 erhielten alle Kompanien den Zusatz „schwer“. Mit der Unterstellung unter die PiLBrig 60 war das Bataillon ab April 1993 wie folgt gegliedert: Stabs- und Versorgungskompanie (1./-), drei Pionierkompanien (2./- bis 4./-), Technische Pionierkompanie (5./-) und Feldersatzkompanie (6./-). Eine weitere Veränderung erfolgte zum gleichen Zeitpunkt mit der Verlegung des Bataillons nach Bruckmühl in den Mobilmachungsstützpunkt Heufeld.

Zum 1. April 1998 wurde das Bataillon erneut umgegliedert und wurde nun von Bruckmühl nach Brannenburg verlegt.
Die zunächst im Rahmen der Einnahme der Struktur „Bundeswehr der Zukunft“ zum 1. Oktober 2003 unter Beibehaltung des Status einer Geräteeinheit angeordnete Umbenennung in Panzerpionierbataillon 300 wurde ausgesetzt, allerdings wechselte das Bataillon die Unterstellung unter die Panzergrenadierbrigade 30.

Aufgrund der geplanten Auflösung der PzGrenBrig 30 war zunächst beabsichtigt, das Bataillon der Panzerbrigade 12 zu unterstellen, dies wurde jedoch wenig später auf die Unterstellung unter die Gebirgsjägerbrigade 23 geändert.

Im Rahmen der Einnahme der Struktur „Neues Heer“ wurde das Bataillon mit Wirkung vom 31. Dezember 2008 formal aufgelöst, allerdings wurde das Personal für das ab 1. Juli 2008 aufzustellende Pionierbataillon 905 herangezogen, so dass aus Sicht des Bataillons von einer ungebrochenen Tradition gesprochen werden kann. In der nun eingenommenen Gliederung bestand das Bataillon als Geräteeinheit aus drei Kompanien, der Stabs- und Unterstützungskompanie (1./-), einer Pionierkompanie (2./-) und einer Panzerpionierkompanie (3./-).
Mit Wirkung vom 1. Oktober 2009 verlegte das Bataillon von Brannenburg nach Ingolstadt.

Als eines der wenigen, im Zuge der Einnahme der Struktur „Neues Heer“ aufgestellten nichtaktiven Bataillone wurde das PiBtl 905 in die Struktur des Heeres übernommen und wechselte dazu zum 1. Juli 2014 die Unterstellung zur Division Süd. Ab diesem Zeitpunkt besteht das Bataillon aus dem in Ingolstadt beheimateten Bataillonsstab mit Stabs- und Unterstützungskompanie (1./-) und einer Pionierkompanie (2./-) sowie einer Pionierkompanie (3./-) in Holzminden und einer Pionierkompanie (4./-) in Gera. Im Frieden führt der Kommandeur das Bataillon, im Einsatz sind 2. bis 4. Kompanie dem Gebirgspionierbataillon 8, dem Pionierbataillon 1, bzw. dem Pionierbataillon 701 unterstellt.
Seit Dezember 2014 untersteht das Bataillon der aus der Division Süd hervorgegangenen 10. Panzerdivision.

Quelle: Benkel, Manfred: Jahrbuch 2015 der Gebirgstruppe der Bundeswehr – Verzeichnis der Gebirgstruppenteile in der 1. Gebirgsdivision und verwandter Dienststellen sowie deren Ursprünge, 2015


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Stand vom: 11.06.18


http://www.deutschesheer.de/portal/poc/heer?uri=ci%3Abw.heer.dienstst.10pzdiv.gldg.pibtl905.geschichte