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Geschichte

Das Bataillon hat seinen Ursprung im Jahr 1991. Mit der Aufstellung in Mühlhausen gehörte es zunächst zur Artillerie der Division des Wehrbereichs VII. Hierzu wurden Soldaten aus den alten und neuen Bundesländern zusammengezogen.

Als Hauptwaffensystem fand die Feldhaubitze ihren Einsatz. Die Aufklärung wurde durch Radar- und das Schallmesssystem durchgeführt. Mit diesen Systemen war das Feldartilleriebataillon 701 besonders geeignet, in einem möglichen Konfliktfall vorrangig die gegnerische Artillerie zu bekämpfen.

Im Zuge der Strukturreformen der Bundeswehr wurde das Bataillon mehrmals umgegliedert. Es besteht heute aus zwei Panzerartilleriebatterien, einer Raketenartilleriebatterie, einer aufklärenden Artilleriebatterie, der Versorgungs- und Unterstützungsbatterie und dem Stab.

Mit der Drohne Kleinfluggerät Zielortung (KZO), dem Counter Batterie Radar (COBRA) sowie dem Artilleriebeobachtungsradar (ABRA) wurden die aufklärenden Systeme erweitert. In den schießenden Batterien finden sich heute modernste Waffensysteme wieder: die Panzerhaubitze 2000 und der Raketenwerfer MARS II.

Die heutige Gliederung wurde ab dem 1. Januar 2014 eingenommen und mit dem Umzug von Mühlhausen an den neuen Standort Weiden i.d.Opf abgeschlossen.

Die Namensgebungen des Bataillons
1. Juli 1991 - 31. März 1992Feldartilleriebataillon 701
1. April 1992 - 30. Juni 1994Beobachtungsartilleriebataillon 701
1. Juli 1994 - 30. September 2002Beobachtungsartilleriebataillon 131
1. Oktober 2002 - 30. Juni 2008Artillerieaufklärungsbataillon 131
1. Juli 2008 - 31. Dezember 2013Beobachtungspanzerartilleriebataillon 131
1. Januar 2014 - heuteArtilleriebataillon 131

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Soldatische Höhepunkte

Einsätze

Vom Februar bis August 1996 sammelten acht Soldaten des Bataillons ihre ersten Erfahrungen im neuen Aufgabenspektrum der Bundeswehr – Einsätze im Ausland. Sie begleiteten das IFOR (Implementation-Force) – Kontingent in Bosnien und Herzegowina als Fachleute.

Wenige Jahre später bildete das Bataillon innerhalb von 6 Monaten bis zum März 2002 auf einem Truppenübungsplatz in der Lausitz mehr als 4.500 Soldatinnen und Soldaten aus ganz Deutschland für ihre bevorstehenden Auslandseinsätze aus.

In Afghanistan war das Bataillon erstmals im Rahmen eines deutschen Einsatzkontingentes in Kabul bei ISAF (International Security Assistance Force) eingesetzt. Die Artillerieaufklärungsbatterie überzeugte hier mit dem Aufklärungssystem Luna (luftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung) und trug damit wesentlich zur Auftragserfüllung bei.

Weitere Einsätze folgten:
  • KFOR Mai 2004 bis November 2004
  • ISAF Mai 2005 bis Juli 2005
  • KFOR September 2005 bis Februar 2006

Im 40. deutschen Einsatzkontingent KFOR war das Artilleriebataillon 131 Leitverband im Kosovo von Januar bis Mai 2015. Während die dritte Batterie als Einsatzkompanie im Norden für Frieden sorgte, nahmen weitere Soldaten die Führung der deutschen Anteile von Prizren aus war.

Hochwasser

1997 wurde das Bataillon bei der Bekämpfung des Oderhochwassers eingesetzt. Auch 2002 unterstützten die Soldaten wieder bei der Bekämpfung des Hochwassers, diesmal in Stendal. Innerhalb kürzester Zeit stellte der Verband die Marschbereitschaft her und verlegte innerhalb von drei Tagen an die Elbe.
Als im Juni 2013 die dritte Batterie als Vorkommando nach Weiden verlegte, war ihre erste Aufgabe die Unterstützung im Kampf gegen die Fluten in Regensburg.

Immer arbeiteten die Soldaten eng mit dem Technischen Hilfswerk und den ortsansässigen Feuerwehren zusammen, um weitere Schäden zu verhindern und die Menschen vor den Wassermassen zu schützen.

Öffentliche Veranstaltungen

Neben öffentlichen Gelöbnissen, Veranstaltungen mit Patengemeinden, Informationsveranstaltungen für Schulklassen, öffentlichen Appellen und Beteiligung an verschiedenen Messen ist auch der bundesweite sogenannte „Girls'Day“ ein fester Bestandteil im Jahresplan des Verbandes. An diesen öffentlichen Tagen hatten und haben Besucher und Interessierte die Gelegenheit, hinter die Kulissen der Artillerietruppe zu schauen und insbesondere auch das Artilleriebataillon 131 kennen zu lernen.

Unter diesen Tagen sind sicherlich folgende die Herausragenden:
Auf dem Blohbach in Mühlhausen fand am 23. Mai 2003 ein großer Zapfenstreich statt. Das gesamte Bataillon unterstützte die Artilleriebrigade 100 bei der Vorbereitung und Durchführung. Mehr als 5.000 Zuschauer folgten der militärischen Zeremonie in den Abendstunden und lauschten den Klängen des Heeresmusikkorps II.

Den Höhepunkt im Jahr 2016 stellte der Tag der offenen Tür am 19. Juni in der Ostmark-Kaserne dar. Mehr als 15.000 Besucher nahmen die Gelegenheit war und zeigten mit Ihrem Interesse die Verbundenheit zum neu in Weiden aufgestellten Artilleriebataillon 131. Die sechs Monate Vorbereitung haben sich wirklich gelohnt.

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Verbandsabzeichen

Verbandsabzeichen des Artilleriebataillon 131

Der rot-weiße Hintergrund entspricht den Landesfarben von Thüringen und stellt die Verbindung zu diesem Bundesland dar, denn das Bataillon hat hier seinen Ursprung. Für den Beobachtungs- und Aufklärungsanteil im Verband steht der Adlerkopf. Gekreuzte Rohre sind das Sinnbild für die Zugehörigkeit zur Krone aller Waffen: Der Artillerie. Die Verbindung zum Standort Weiden in der Oberpfalz spiegelt der Pfälzer Löwe wieder.

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Stand vom: 11.06.18


http://www.deutschesheer.de/portal/poc/heer?uri=ci%3Abw.heer.dienstst.10pzdiv.gldg.artbtl131.geschichte