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Nach fünf Erdumrundungen in fast 1.500 Tagen: Kommandeurwechsel bei der „Zehnten“

Einmarsch des Heeresmusikkorps Veitshöchheim mit Truppenfahnen der Verbände der 10. Panzerdivision und dem Ehrenzug auf den Appellplatz
Einmarsch des Heeresmusikkorps Veitshöchheim mit Truppenfahnen der Verbände der 10. Panzerdivision und dem Ehrenzug auf den Appellplatz (Quelle: Bundeswehr/Volker Schöppel)Größere Abbildung anzeigen
Veitshöchheim/Bayern, 11.09.2018.

Der Kommandeur der 10. Panzerdivision, Generalmajor Bernd Schütt, hat sich am 7. September aus dem Funkkreis seiner Division abgemeldet. Danach erhielt Brigadegeneral Harald Gante die Truppenfahne der „Zehnten“ und damit das Kommando aus der Hand des Kommandeurs Einsatz im Kommando Heer und Stellvertreters des Inspekteurs des Heeres, Generalleutnant Johann Langenegger.

Generalmajor Schütt war es eine „Freude und Ehre diese Truppe führen zu dürfen“. Die zum Übergabeappell angetretenen Soldatinnen und Soldaten spürten den Stolz ihres Divisionskommandeurs auf seine Truppe als er in einer kurzen Rede die vergangenen gut vier Jahre Revue passieren ließ. Doch er verspüre auch Wehmut, seine „schönste Verwendung“ mit dem heutigen Tag im liebgewonnenen Veitshöchheim hinter sich lassen zu müssen.

Schütt wisse die Soldatinnen und Soldaten bei seinem Nachfolger in guten Händen. Vor allem die Menschen würden ihm in guter Erinnerung bleiben. Er hob die Verbundenheit der Bevölkerung mit den Truppenteilen der 10. Panzerdivision besonders hervor. Schließlich bestehen rund 130 Patenschaften mit Dienststellen im Bereich der 10. Panzerdivision.

Rund 160 Dienstreisen mit 200.000 Kilometern

Generalmajor Bernd Schütt (M.) inspiziert 2015 als Divisionskommandeur der 10. Panzerdivision die schnelle NATO-Eingreiftruppe gestellt durch das Panzergrenadierbataillon 371
Generalmajor Bernd Schütt (M.) inspiziert 2015 als Divisionskommandeur der 10. Panzerdivision die schnelle NATO-Eingreiftruppe gestellt durch das Panzergrenadierbataillon 371 (Quelle: Bundeswehr/Volker Schöppel)Größere Abbildung anzeigen

Führen von vorn ist Schütts Credo. Deswegen war er vornehmlich auf zwei Achsen, mit seiner „beweglichen Befehlsstelle“ – einem schwarz glänzenden Kleinbus – unterwegs zu seinen Truppen. Die sind in 26 Orten in fünf Bundesländern und zwei Staaten stationiert. Wahrlich keine Kleinigkeit. Während seiner gut 160 jeweils mehrtägigen Dienstreisen war Generalmajor Schütt knapp 200.000 Kilometer unterwegs, um am Puls seiner Truppe zu sein. Das entspricht etwa fünf Erdumrundungen.

Alle Truppenteile der 10. Panzerdivision waren beim Appell mit Abordnungen vertreten. Generalmajor Bernd Schütt (r.) und Generalleutnant Johann Langenegger  schreiten die Front ab
Alle Truppenteile der 10. Panzerdivision waren beim Appell mit Abordnungen vertreten. Generalmajor Bernd Schütt (r.) und Generalleutnant Johann Langenegger schreiten die Front ab (Quelle: Bundeswehr/Samuel Spiegel)Größere Abbildung anzeigen

Zwischen der Übernahme des Kommandos über die damalige Division Süd am 7. August 2014, der Umbenennung zur 10. Panzerdivision am 1. Januar 2015 sowie der Übergabe an seinen Nachfolger, führte Generalmajor Bernd Schütt seine Division auf den Tag genau 1493 Tage.

Soldaten zu führen erfüllte Schütt in bislang jeder Führungsverwendung. Ob als Kommandeur der Panzerlehrbrigade 9 in Munster, des Panzerbataillons 74 in Cuxhaven oder im Auslandseinsatz in Afghanistan als Kommandeur des Provinicial Reconstruction Teams in Feyzabad oder als Kommandeur des Regional Commands North in Masar-i Sharif.

Nächste Station: Abteilungsleiter Strategie und Einsatz im Ministerium

Generalmajor Bernd Schütt (M.) übergibt die Truppenfahne an Generalleutnant Johann Langenegger (2. v. r.) in der Balthasar-Neumann-Kaserne
Generalmajor Bernd Schütt (M.) übergibt die Truppenfahne an Generalleutnant Johann Langenegger (2. v. r.) in der Balthasar-Neumann-Kaserne (Quelle: Bundeswehr/Volker Schöppel)Größere Abbildung anzeigen

Nach gut vier Jahren endet nun diese sehr bewegte Zeit. Im Bundesministerium der Verteidigung wird Generalmajor Bernd Schütt Leiter der Abteilung Strategie und Einsatz und bleibt damit der Truppe verbunden. Sein Nachfolger, Brigadegeneral Harald Gante, war zuvor Kommandeur der Offizierschule des Heeres in Dresden.

Gemeinsame Verwendungen

Generalleutnant Johann Langenegger (3.v.l.) übergibt die Truppenfahne der 10. Panzerdivision an Brigadegeneral Harald Gante (2.v.r.)
Generalleutnant Johann Langenegger (3.v.l.) übergibt die Truppenfahne der 10. Panzerdivision an Brigadegeneral Harald Gante (2.v.r.) (Quelle: Bundeswehr/Samuel Spiegel)Größere Abbildung anzeigen

Den „alten“ und den „neuen“ Kommandeur verbindet aber nicht nur die Führung des größten deutschen Heeresverbandes im Süden Deutschlands. Beide Generale kennen sich bereits aus vorherigen Verwendungen. So folgte Gante im Jahr 2007 Schütt bereits als Stabsabteilungsleiter G3 in der mittlerweile aufgelösten 14. Panzergrenadierdivision „Hanse“ in Neubrandenburg. In Afghanistan arbeiteten beide ebenfalls eng zusammen.

Gante übernimmt Kommando über die 10. Panzerdivision

Der Handschlag besiegelt die Übergabe: Generalmajor Bernd Schütt (l.), Generalleutnant Johann Langenegger (M.), Brigadegeneral Harald Gante (r.)
Der Handschlag besiegelt die Übergabe: Generalmajor Bernd Schütt (l.), Generalleutnant Johann Langenegger (M.), Brigadegeneral Harald Gante (r.) (Quelle: Bundeswehr/Samuel Spiegel)Größere Abbildung anzeigen

Brigadegeneral Harald Gante hat die 10. Panzerdivision als Kommandeur übernommen, eine Verwendung auf die er sich freue, wie er sagte. Auch wolle er „die vor ihm liegenden Aufgaben zusammen mit seinen Soldatinnen und Soldaten anpacken.“ Der neue Kommandeur war vorher unter anderem Kommandeur der Offizierschule des Heeres in Dresden, der Panzerbrigade 21 „Lipperland“ in Augustdorf sowie des Pionierbataillons 140 in Emmerich am Rhein.

Nach dem Appell marschieren die Soldaten am Podest mit Generalmajor Bernd Schütt (l.), Generalleutnant Johann Langenegger (M.) und Brigadegeneral Harald Gante (r.) vorbei
Nach dem Appell marschieren die Soldaten am Podest mit Generalmajor Bernd Schütt (l.), Generalleutnant Johann Langenegger (M.) und Brigadegeneral Harald Gante (r.) vorbei (Quelle: Bundeswehr/Volker Schöppel)Größere Abbildung anzeigen

Zum ersten Mal in Veitshöchheim hat Gante bereits in seiner ersten Woche einen überaus positiven Eindruck von Mainfranken gewinnen können. Die ersten Reiseziele hat er schon im Blick: seine ihm unterstellten Brigaden.

Im Oktober steht mit der Zertifizierungsübung Common Tennacity 2018 in Wildflecken – eine Großübung mit rund 1.000 Soldatinnen und Soldaten der 10. Panzerdivision – an. Hier soll das Gefecht der verbundenen Kräfte in einem hochintensiven Gefecht im multinationalen Umfeld geübt werden.


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Stand vom: 11.09.18 | Autor: Stephan Voges


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