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Berglöwen kommen in die Oberpfalz: Der erste Puma ist da

Der neue Schützenpanzer Puma fährt durch die Einfahrt der Grenzland-Kaserne und durchtrennt das Zielband
Der neue Schützenpanzer Puma fährt durch die Einfahrt der Grenzland-Kaserne und durchtrennt das Zielband (Quelle: Bundeswehr/Sascha Schmitt)Größere Abbildung anzeigen
Oberviechtach/Bayern, 03.05.2018.

Eine 45-jährige Ära ist zu Ende gegangen. Der Schützenpanzer Puma hat am 25. April im Panzergrenadierbataillon 122 seinen Vorgänger Marder abgelöst. Das Bataillon feierte diesen historischen Moment zusammen mit der Garnisonsstadt Oberviechtach mit einem Appell in der Grenzland-Kaserne.

Über 130 Ehrengäste aus Politik, Gesellschaft und Militär waren zur feierlichen Einführung des Schützenpanzers Puma am Standort in Oberviechtach gekommen. Oberstleutnant Christoph Huber, Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 122, betonte in seiner Ansprache, dass die große Teilnahme an der Veranstaltung die tiefe und enge Solidarität zwischen den Soldatinnen und Soldaten sowie der Gesellschaft in der Oberpfalz zeige.

45 Jahre treue Dienste

Zwei Schützenpanzer Marder in der Version 1A3 nehmen an der Übung „Iron Wolf 2017“ der Enhanced Forward Presence Battlegroup in Litauen teil
Zwei Schützenpanzer Marder in der Version 1A3 nehmen an der Übung „Iron Wolf 2017“ der Enhanced Forward Presence Battlegroup in Litauen teil (Quelle: Bundeswehr/Sebastian Heissbach)Größere Abbildung anzeigen

Seit Ankunft der ersten Schützenpanzer im Oktober des Jahres 1973 war der Marder durch seine kontinuierliche Weiterentwicklung und Modernisierung für das Panzergrenadierbataillon 122 stets ein zuverlässiges Waffensystem. Dies zeigte sich in zahlreichen multinationalen Großübungen, bei Einsätzen in Afghanistan und nicht zuletzt 2017 bei der Enhanced Forward Presence (EFP) Battlegroup der NATO in Litauen.

Mit der Umstellung auf den Puma erhält das Panzergrenadierbataillon 122 einen der modernsten und leistungsfähigsten Schützenpanzer der heutigen Zeit. Dieser zeichnet sich besonders durch Beweglichkeit, Feuerkraft und Schutz der Besatzung aus. Neben vielen technischen Weiterentwicklungen ist die neue Hauptwaffe, eine 30 Millimeter Maschinenkanone, die wesentliche Neuerung des Panzers. Diese ist im Vergleich zum Vorgängermodell am Marder stabilisiert und lässt auch das Feuern aus der Bewegung zu.

Das Bataillon ist der vierte von vorerst fünf Verbänden in der Bundeswehr, der mit dem neuen Schützenpanzer ausgestattet ist. Im süddeutschen Raum ist bisher nur das Panzergrenadierbataillon 112 in Regen mit dem Puma ausgerüstet. Bis Ende des Jahres erhalten die Oberviechtacher Grenadiere 30 Schützenpanzer Puma, weitere 14 Panzer sind für das Jahr 2020 geplant.

Wechsel bringt Veränderung

Der Schützenpanzer Puma fährt die Front des angetretenen Panzergrenadierbataillons 122 ab
Der Schützenpanzer Puma fährt die Front des angetretenen Panzergrenadierbataillons 122 ab (Quelle: Bundeswehr/Sascha Schmitt)Größere Abbildung anzeigen

Ein neues Waffensystem bringt viele Änderungen in Bedienung und Anwendung mit sich. In seiner Ansprache stellte Oberstleutnant Huber einige Parallelen zur Vergangenheit des Bataillons heraus. Wie in den Jahren der Einführung des Schützenpanzers Marders 1983 und 1984 bedingt auch der Puma eine Vielzahl an neuen Lehrgängen und eine Überprüfung der Einsatzgrundsätze und Taktiken. Dabei betonte der Kommandeur, dass der rasche Wechsel der Kampfweise am Feind aber bestimmend für die Panzergrenadiere bleiben werde.

„Seit Januar dieses Jahres läuft die Umschulung der Soldaten des Bataillons unverändert auf Hochtouren“, so Huber. Der Schwerpunkt der Oberviechtacher Panzergrenadiere ist seit dem erfolgreichen Abschluss der Führung der EFP Battlegroup im August letzten Jahres die Ausbildung und Umschulung der Schützentrupps und Kernbesatzungen auf den Schützenpanzer Puma. Im Schwerpunkt findet diese Ausbildung am Ausbildungszentrum Panzertruppen in Munster statt. Seit dem 25. April ist nun endlich auch die Ausbildung nach dem Prinzip „learning by doing“ am Standort in Oberviechtach möglich.

Neuer Schützenpanzer und bewährte Soldatinnen und Soldaten

Die Besatzung des Pumas und der Schützentrupp mit der Ausstattung Infanterist der Zukunft – Erweitertes System – stehen vor dem Schützenpanzer auf dem Appellplatz
Die Besatzung des Pumas und der Schützentrupp mit der Ausstattung Infanterist der Zukunft – Erweitertes System – stehen vor dem Schützenpanzer auf dem Appellplatz (Quelle: Bundeswehr/Sascha Schmitt)Größere Abbildung anzeigen

Die Einführung des neuen Schützenpanzers bringt die Oberviechtacher Panzergrenadiere zusammen mit dem System „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“ in ein neues Zeitalter der vernetzten Operationsführung.

„Die Soldatinnen und Soldaten können dankbar und stolz auf die Leistungen der Vergangenheit zurückzublicken und nun mit festem Vertrauen auf die eigene Ausbildung und Leistungsfähigkeit in die Zukunft schauen“, sagte Huber.

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Stand vom: 03.05.18 | Autor: Benjamin Lihring


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