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Die „Zwölfer“ verabschieden sich: Großer Zapfenstreich in Amberg

Auf dem Podest: Brigadegeneral Jörg See (l.), Oberbürgermeister Michael Cerny (M.) und Staatsminister Dr. Marcel Huber (r.) nehmen den Großen Zapfenstreich ab
Auf dem Podest: Brigadegeneral Jörg See (l.), Oberbürgermeister Michael Cerny (M.) und Staatsminister Dr. Marcel Huber (r.) nehmen den Großen Zapfenstreich ab (Quelle: Bundeswehr/Hans Bernreuther)Größere Abbildung anzeigen
Amberg/Bayern, 07.03.2018.

Im Fackelschein sind am Abend des 6. März die Soldatinnen und Soldaten der Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“ mit dem Heeresmusikkorps Veitshöchheim auf dem Marktplatz in Amberg angetreten. Mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedeten sich die „Zwölfer“ von den Bürgern ihrer Garnisonsstadt. In Kürze wird Cham ihre neue militärische Heimat sein.

Für die Menschen in der Region sowie für die Soldaten war es ein Tag, der unvergessen bleiben soll. Die gut 300-jährige Geschichte Ambergs als Garnisonsstadt endete offiziell an diesem Abend. Vor allem der Rückhalt und die Verbundenheit der Bevölkerung mit der Bundeswehr hatten die Jahrzehnte zwischen Soldaten und Bürgern geprägt.

Abschied mit Wehmut

Das Heeresmusikkorps Veitshöchheim begleitet unter Leitung von Oberstleutnant Roland Dieter Kahle (Podest) den Großen Zapfenstreich musikalisch
Das Heeresmusikkorps Veitshöchheim begleitet unter Leitung von Oberstleutnant Roland Dieter Kahle (Podest) den Großen Zapfenstreich musikalisch (Quelle: Bundeswehr/Hans Bernreuther)Größere Abbildung anzeigen

„Die erlebte gemeinsame Geschichte, die Zuversicht und den Stolz auf das Geleistete werden wir mit nach Cham nehmen. Dort werden wir aus der gemeinsamen Zeit in Amberg eine Tradition der Panzerbrigade 12 und ihren unterstellten Truppenteilen entwickeln und die Geschichte dieses Großverbandes in der Region Oberpfalz und Niederbayern fortschreiben“, sagte der Kommandeur der Panzerbrigade 12, Brigadegeneral Jörg See, während des Empfangs.

Brigadegeneral Jörg See (M.), Kommandeur der Panzerbrigade 12, spricht beim Empfang im Amberger Rathaus zu den geladenen Gästen
Brigadegeneral Jörg See (M.), Kommandeur der Panzerbrigade 12, spricht beim Empfang im Amberger Rathaus zu den geladenen Gästen (Quelle: Bundeswehr/Hans Bernreuther)Größere Abbildung anzeigen

„Wir bleiben der Region erhalten – fest eingebettet, mit den Menschen verbunden und auf deren Rückhalt bauend“, sagte See. Generationen von Ambergern haben seit 1959 in der Brigade ihren Grundwehrdienst abgeleistet. Der Abschied von Amberg sei ein Schritt, der für viele – vor allem für Soldaten, die schon lange mit der Brigade in Amberg verbunden sind – auch mit einer ordentlichen Portion Wehmut verbunden.

Höchstes militärisches Zeremoniell der Bundeswehr

Der Begriff Zapfenstreich kommt aus dem 16. Jahrhundert. Mit einem Schlag auf den Zapfen eines Fasses wurde den Landsknechten die Nachtruhe befohlen. Später wurde der Zapfenstreich auch in musikalischer Form gegeben. Bei der Infanterie durch Flöten und Trommeln, bei der Kavallerie mit Trompetensignalen. Während der Befreiungskriege kamen ein kurzes Abendlied und – entsprechend eines Brauches in der russischen Armee – ein Gebet hinzu. Der Große Zapfenstreich ist das höchste militärische Zeremoniell in der Bundeswehr.

Enge Verbindung zur Region – auch musikalisch

Die enge Verbindung zur Region fand auch ihren Ausdruck in der Auswahl der Musikstücke für die Serenade auf dem Marktplatz, die üblicherweise aus drei Musikstücken besteht. Zu Ehren der Stadt Amberg spielte das Heeresmusikkorps Veitshöchheim unter Leitung von Oberstleutnant Roland Dieter Kahle den „Steigermarsch“, den „Deutscher-Kaiser-Marsch“ als Marsch der Panzerbrigade 12 und abschließend „Des großen Kurfürsten Reitermarsch“, den Marsch des Deutschen Heeres.

Abgenommen haben den Großen Zapfenstreich der Oberbürgermeister der Stadt Amberg, Michael Cerny, begleitet vom Ehrengast, Staatsminister Dr. Marcel Huber, und dem Kommandeur der Panzerbrigade 12. Anschließend rückte die Formation zu den Klängen des „Zapfenstreichmarsches“ ab.

In der Dunkelheit des Amberger Marktplatzes, beleuchtet nur von den Fackeln der Soldaten des Panzergrenadierbataillons 112, entstand so eine einzigartige Stimmung. Die Bevölkerung sowie die Soldatinnen und Soldaten werden diese wohl nicht so schnell vergessen.

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Stand vom: 07.03.18 | Autor: Constanze Kumpf


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