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Panzergrenadiere üben sich in der Verzögerung

Oberstleutnant i. G. Matthias Dierks (M.), Chef des Stabes der Panzergrenadierbrigade 41, weist die Abteilungsleiter ein
Oberstleutnant i. G. Matthias Dierks (M.), Chef des Stabes der Panzergrenadierbrigade 41, weist die Abteilungsleiter ein (Quelle: Bundeswehr/Stefanie Kozitzki)Größere Abbildung anzeigen
Neubrandenburg/Mecklenburg-Vorpommern, 08.03.2018.

Die Panzergrenadierbrigade 41 befindet sich gerade auf einer internationalen Friedens- und Stabilisierungsmission. Dann trifft die Nachricht ein, dass NATO-geführte Truppen angegriffen werden. Von der 1. Panzerdivision erhalten die Soldatinnen und Soldaten den Auftrag, den Angriff des Feindes zu verzögern. Jetzt heißt es, Zeit gewinnen – Zeit für die Evakuierung der Bevölkerung.

Es ist ein Szenario auf der Übung Haffstab I, um die Arbeit auf dem Brigadegefechtsstand zu üben. Ende Februar waren die Abteilungen der Brigade drei Tage lang mit dieser Lage beschäftigt. „Es geht darum, den Führungsprozess auf der Ebene Brigade zu üben und die Grundsätze der Operationsart Verzögerung anzuwenden“, sagt Oberstleutnant im Generalstabsdienst (i. G.) Matthias Dierks, Chef des Stabes der Panzergrenadierbrigade 41.

Verzögern muss gelernt sein

Major i. G. Anja Buresch (r.), Abteilungsleiterin G3 der Panzergrenadierbrigade 41, weist die Soldaten in die taktische Lage der Brigade ein
Major i. G. Anja Buresch (r.), Abteilungsleiterin G3 der Panzergrenadierbrigade 41, weist die Soldaten in die taktische Lage der Brigade ein (Quelle: Bundeswehr/Stefanie Kozitzki)Größere Abbildung anzeigen

„Die Operationsart Verzögerung ist sehr anspruchsvoll“, sagt Major i. G. Anja Buresch. Sie ist die Leiterin der Generalstabsabteilung 3 (G3) der Brigade und Beraterin in allen Taktikfragen während dieser Übung. Die Ziele seien, Zeit zu gewinnen, den Feind in eine bestimmte Richtung zu lenken, die Kräfte des Gegners abzunutzen und die eigenen Kräfte dem Feinddruck zu entziehen.

Auf Augenhöhe miteinander arbeiten

Unter Hochdruck arbeiten die Soldaten in der G3-Abteilung an einer Lösung
Unter Hochdruck arbeiten die Soldaten in der G3-Abteilung an einer Lösung (Quelle: Bundeswehr/Stefanie Kozitzki)Größere Abbildung anzeigen

Im Übungsverlauf sprechen die Soldaten über verschiedene taktische Möglichkeiten der Verzögerung. Für die einzelnen Abteilungen ist diese Operationsart eine große Herausforderung. Ein Grund: In den vergangenen Jahren ging es für die Verbände des Heeres in Übungen und im soldatischen Alltag nicht um das Verzögerungsgefecht, sondern eher um Stabilisierungseinsätze. Doch die veränderte politische Lage habe zu einem Umdenken geführt. Die Entwicklung – vor allem in Osteuropa – habe gezeigt, dass die NATO-Truppen und damit die Bundeswehr vor einer neuen Herausforderung stehen, erklärt Dierks.

Positive Bilanz – aber es geht noch mehr

Ungewohnt: Während der Übung sind die Wege zwischen den Stabsabteilungen kurz
Ungewohnt: Während der Übung sind die Wege zwischen den Stabsabteilungen kurz (Quelle: Bundeswehr/Stefanie Kozitzki)Größere Abbildung anzeigen

Oberstleutnant i. G. Dierks zieht nach der Übung eine positive Bilanz, weiß aber auch, dass noch jede Menge Arbeit vor ihm und seinem Brigadestab liegt. „Diese fängt jetzt erst an. Bei der nächsten Übung Haffstab II gilt es, das Erlernte umzusetzen. Unser Schwerpunkt liegt dann im Umsetzen des Operationsplans in eine konkrete Befehlsgebung. Das ist gewissermaßen die Arbeitsanweisung für die Brigade.“


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Stand vom: 08.03.18 | Autor: Holger Schmidt


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