Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Aktuelles > Nachrichten und Berichte > Jahr 2018 > März 2018 > Brigade bereitet sich auf Zertifizierung als schnelle Eingreiftruppe vor

Brigade bereitet sich auf Zertifizierung als schnelle Eingreiftruppe vor

Während der Übung Heideblitz bereitet sich die Panzerlehrbrigade 9 im multinationalen Gefechtsstand auf die Zertifizierung für den Auftrag VJTF vor
Während der Übung Heideblitz bereitet sich die Panzerlehrbrigade 9 im multinationalen Gefechtsstand auf die Zertifizierung für den Auftrag VJTF vor (Quelle: Bundeswehr/Rainer Stolze)Größere Abbildung anzeigen
Wildflecken/Bayern, 05.03.2018.

Für die Panzerlehrbrigade 9 hat vom 29. Januar bis zum 9. Februar die computergestützte Rahmenübung Heideblitz 2018 unter der Leitung der 1. Panzerdivision stattgefunden. Dies war die Generalprobe für die Mitte März 2018 geplante Übung Wizard Sword, bei der die Zertifizierung der Brigade für den Auftrag Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) erfolgen wird.

Heideblitz 2018 war eine der größten Gefechtsstandübungen seit Bestehen der Panzerlehrbrigade 9. Mit dieser Übung bereitete sich der multinationale Brigadestab der künftigen VJTF-Brigade mittels Computersimulation auf ihren künftigen Auftrag als Speerspitze der NATO vor.

Premiere für den multinationalen Gefechtsstand

Soldaten der 2. Kompanie des Jägerbataillons 91 halten am Gefechtsstand Wache
Soldaten der 2. Kompanie des Jägerbataillons 91 halten am Gefechtsstand Wache (Quelle: Bundeswehr/Waldemar Zorn)Größere Abbildung anzeigen

Erstmals wurde das Zusammenspiel zwischen den Gefechtsständen der künftigen VJTF-Brigade mit multinationaler Besetzung geübt. Die durchweg englischsprachige Übung ermöglichte die Zusammenarbeit mit den 60 internationalen Soldaten aus den Partnernationen Norwegen, Niederlande, Belgien, Tschechien und Luxemburg sowie rund 1.200 deutschen Soldaten.

Am 29. Januar ging es los. Die Übungsteilnehmer wurden vom Kommandeur der Panzerlehrbrigade 9, Brigadegeneral Ullrich Spannuth, begrüßt und anschließend in die Übung eingewiesen. Der Schwerpunkt zu Beginn lag in der Optimierung der Stabsprozesse. Besonders gefordert waren die Soldaten und Soldatinnen der Stabs- und Fernmeldekompanie, die durch ihren Einsatz überhaupt erst den technischen Rahmen für diese Übung setzten.

Zusammenarbeit ist alles

Offiziere des Stabes beurteilen die Lage im Übungsland Bothnia
Offiziere des Stabes beurteilen die Lage im Übungsland Bothnia (Quelle: Bundeswehr/Waldemar Zorn)Größere Abbildung anzeigen

Mit zunehmender Eskalation im Konflikt mit dem Übungsland Bothnia baute sich die Lage weiter auf und setzte den multinationalen Gefechtsstand unter Druck. Jetzt war es umso wichtiger, dass die verschiedenen Führungsebenen koordiniert zusammenarbeiten und die Lageinformationen schnell aufgenommen und verarbeitet wurden.

Der Kommandeur konnte so mit den gewonnenen Informationen, auf Grundlage einer fundierten Beratung durch den Stab, zielgerichtet seine Führungsentscheidungen treffen. Eine für alle Akteure herausfordernde Aufgabe, die es in der Übung Wizard Sword in fortgesetzter Intensität zu meistern gilt, um als multinationaler Stab für den Auftrag VJTF zertifiziert zu werden.

Vorbereitungen waren getroffen

Generalleutnant Michiel van der Laan, Kommandierender General des I. Deutsch-Niederländischen Korps, und Generalmajor Markus Laubenthal (r.), Leitender der Übung und Kommandeur der 1. Panzerdivision, sprechen mit Soldaten
Generalleutnant Michiel van der Laan, Kommandierender General des I. Deutsch-Niederländischen Korps, und Generalmajor Markus Laubenthal (r.), Leitender der Übung und Kommandeur der… (Quelle: Bundeswehr/Waldemar Zorn)Größere Abbildung anzeigen

Bereits zwei Wochen vor der eigentlichen Übung wurde das Material für den Aufbau der Gefechtsstände von den verschiedenen Verbänden der VJTF-Brigade nach Wildflecken verlegt. Die Soldaten der Stabs- und Fernmeldekompanie errichteten die Gefechtsstände und nahmen die Technik – trotz des Orkans Friederike – zeitgerecht in Betrieb.

„Die Angehörigen der Stabs- und Fernmeldekompanie haben einmal mehr ausgezeichnete Arbeit geleistet“, so Brigadegeneral Spannuth. Mit dem Ende der Übung Heideblitz am 9. Februar werden die Soldaten der Stabs- und Fernmeldekompanie im wöchentlichen Schichtwechsel die Gefechtsstände in Betrieb halten, um einen reibungslosen Beginn der Übung Wizard Sword sicherzustellen. Erst mit Ende dieser Übung am 23. März werden die Gefechtsstände abgebaut und für den Rücktransport vorbereitet.

„Well done“

Die multinationale Zusammenarbeit im Gefechtsstand funktioniert
Die multinationale Zusammenarbeit im Gefechtsstand funktioniert (Quelle: Bundeswehr/Waldemar Zorn)Größere Abbildung anzeigen

Mit Heideblitz konnte ein ganz entscheidender Schritt in Richtung Einsatzbereitschaft des VJTF-Brigadestabes gemacht werden. Die erarbeiteten Konzepte haben sich in der Praxis bewährt und die Angehörigen des Stabes haben mit Engagement und Fachexpertise eine ausgezeichnete Basis für die anstehenden Aufgaben gelegt.

„Wir alle, vom Gefreiten bis zum Brigadegeneral, haben enorm viel bei dieser Übung gelernt. Ich bin auch stolz darauf, welchen Leistungsstand wir am Ende der Übung erreicht haben. Well done, indeed!“, sagte Spannuth abschließend.


Fußzeile

nach oben

Stand vom: 02.07.18 | Autor: Rainer Stolze


http://www.deutschesheer.de/portal/poc/heer?uri=ci%3Abw.heer.aktuell.nachrichten.jahr2018.maerz2018&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB050000000001%7CAWKB7N193DIBR