Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Aktuelles > Nachrichten und Berichte > Jahr 2018 > März 2018 > Eiskristall 2018: Die Pulk – zuverlässiger Begleiter im Schnee

Eiskristall 2018: Die Pulk – zuverlässiger Begleiter im Schnee

Auf Schneetrittlingen sind die Hochgebirgsjäger mit den Pulks unterwegs im schwierigen Gelände
Auf Schneetrittlingen sind die Hochgebirgsjäger mit den Pulks unterwegs im schwierigen Gelände (Quelle: Bundeswehr/Mario Bähr)Größere Abbildung anzeigen
Skjold/Norwegen, 05.03.2018.

Nördlich des Polarkreises übten deutsche Hochgebirgssoldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 im Februar bei eisigem Wind und frostigen Temperaturen. Ihre bis zu 40 Kilogramm schwere Ausrüstung ist immer am Mann. Auf länger geplanten Touren ist die Pulk als zuverlässiges Transportmittel unabdingbar.

Auf dem Übungsplatz Mauken, auf etwa 500 Höhenmetern, erhalten die Soldatinnen und Soldaten durch Ausbilder und Heeresbergführer Hauptfeldwebel André Tönnes* eine Einweisung in die Pulk. „Jeder soll hier unter den vorherrschenden Bedingungen und in schwierigem Gelände seine eigenen Erfahrungen damit machen“, so Tönnes.

Kurz erklärt – die Pulk

Für den Transport von der Ausrüstung über eine weitere Strecke ist die Pulk unabdingbar
Für den Transport von der Ausrüstung über eine weitere Strecke ist die Pulk unabdingbar (Quelle: Bundeswehr/Mario Bähr)Größere Abbildung anzeigen

Rucksack, Waffe, Helm, etwas Verpflegung und Munition passen locker auf das schlittenartige Gefährt, genannt Pulk. Die Schlittenwanne, deren Bezeichnung aus dem Finnischen kommt (finn. = pulkka), ist mit bis zu 100 Kilogramm belastbar und wurde ursprünglich von Schlittenhunden gezogen.

Die Pulk ist aus sehr stabilem Fiberglas hergestellt, verstärkt durch einen Rahmen aus Aluminium. Auf Gleitkufen lässt sie sich mit einem Set von Zugstangen und einem Zuggeschirr, das am Oberkörper befestigt wird, kräfteschonend über Schnee und Eis ziehen.

Ich packe meine Pulk und nehme mit...

Der Ausbilder gibt den Soldaten eine Einweisung in die Pulk
Der Ausbilder gibt den Soldaten eine Einweisung in die Pulk (Quelle: Bundeswehr/Mario Bähr)Größere Abbildung anzeigen

Es geht los. Zu zweit beladen die Hochgebirgsjäger die Pulk genau nach Anweisung mit ihrer Ausrüstung. Ein Soldat legt sich dabei das Gurtgeschirr am Oberkörper an. Schnell noch die Schneetrittlinge an und ab geht’s in Zweiergruppen. Über leichte Anhöhen, durch tiefen und stellenweise vereisten Schnee ziehen die hochmotivierten Soldaten ihre Pulks. Der jeweils zweite Soldat kann während der Fahrt zur Unterstützung mit seinen Skistöcken die Pulk auch schieben.

Der jeweilige Hintermann kann seinen Vordermann durch Schieben mit dem Skistock unterstützen
Der jeweilige Hintermann kann seinen Vordermann durch Schieben mit dem Skistock unterstützen (Quelle: Bundeswehr/Mario Bähr)Größere Abbildung anzeigen

Nach einer Stunde Laufen ist den Soldaten die Anstrengung anzusehen. Leicht durchgeschwitzt beschreibt Oberstabsgefreiter Alex Suckow* seine Erfahrung:

„In den Kurven lenkt sich die Pulk wie ein Lkw mit Anhänger. Es ist schwierig den richtigen Winkel einzuschlagen und die Balance zu halten.“

Weitere Impressionen


Fußzeile

nach oben

Stand vom: 05.03.18 | Autor: Daniel Richter


http://www.deutschesheer.de/portal/poc/heer?uri=ci%3Abw.heer.aktuell.nachrichten.jahr2018.maerz2018&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB050000000001%7CAWKMN8991DIBR