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Panzersoldaten ins Baltikum verabschiedet

Mit einem feierlichen Appell in der Kyffhäuser-Kaserne in Bad Frankenhausen werden die Soldatinnen und Soldaten des künftigen NATO-Gefechtsverbandes verabschiedet
Mit einem feierlichen Appell in der Kyffhäuser-Kaserne in Bad Frankenhausen werden die Soldatinnen und Soldaten des künftigen NATO-Gefechtsverbandes verabschiedet (Quelle: Bundeswehr/André Klimke)Größere Abbildung anzeigen
Bad Frankenhausen/Thüringen, 15.06.2018.

400 Soldatinnen und Soldaten des Panzerbataillons 393 werden im zweiten Halbjahr in Litauen die Verantwortung innerhalb der NATO-Mission Enhanced Forward Presence übernehmen. Mit einem feierlichen Appell in der Kyffhäuser-Kaserne in Bad Frankenhausen sind die Panzersoldaten am 14. Juni verabschiedet worden. Für die kommenden sechs Monate werden sie den Kern eines multinationalen NATO-Gefechtsverbandes im litauischen Rukla stellen. Sie lösen das Jägerbataillon 292 aus Donaueschingen ab.

„In den letzten Wochen haben sie intensiv geübt, sie sind zusammengewachsen. Gemeinsam mit unseren litauischen Verbündeten werden sie nun in der Ausbildung und auf Übungen Solidarität zeigen. Gemeinsam tragen sie zur Abschreckung potenzieller Gefahren bei. Ich bin mir sicher, dass sie diese komplexe Herausforderung meistern werden“, sagte Oberst Gunnar Brügner, Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“, in seiner Ansprache.

Zur offiziellen Verabschiedung waren nicht nur die militärischen Vorgesetzten der Soldaten, sondern auch der Landtagsabgeordnete Christian Herrgott und die Landrätin des Kyffhäuserkreises Antje Hochwind anwesend.

Spannende und fordernde Zeit in Litauen steht bevor

Oberstleutnant René Braun wird ab August den multinationalen Gefechtsverband in Litauen führen
Oberstleutnant René Braun wird ab August den multinationalen Gefechtsverband in Litauen führen (Quelle: )Größere Abbildung anzeigen

Die Panzersoldaten aus Bad Frankenhausen stellen den personellen und materiellen Großteil der vierten Rotation des NATO-Gefechtsverbandes in Litauen und werden dabei von Kräften des Panzergrenadierbataillons 371, des Panzerpionierbataillons 701 und des Versorgungsbataillons 131 unterstützt. Oberstleutnant René Braun, Kommandeur des Panzerbataillons 393, stimmte in seiner Ansprache die Frauen und Männer auf die bevorstehende, große Aufgabe ein: „In Litauen übernehmen wir eine verantwortungsvolle Aufgabe. Wir stehen vor Ort für die Bündnissolidarität der NATO ein.“ Neben vielen Übungen werden sich die Soldaten ebenfalls in Krankenhäusern und Schulen einbringen und den Kontakt zur Zivilbevölkerung halten.

Gut vorbereitet für den multinationalen Gefechtsverband

Der Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 37, Oberst Gunnar Brügner (r), Landrätin des Kyffhäuserkreises Antje Hochwind (M.) und Oberstleutnant René Braun (l.) schreiten die Front ab
Der Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 37, Oberst Gunnar Brügner (r), Landrätin des Kyffhäuserkreises Antje Hochwind (M.) und Oberstleutnant René Braun (l.) schreiten die Front … (Quelle: Bundeswehr/André Klimke)Größere Abbildung anzeigen

In den letzten Monaten hat sich das Bataillon intensiv auf den Auftrag in Litauen vorbereitet. Neben verschiedenen Truppenübungsplätzen gehörten auch Aufenthalte im Gefechtsübungszentrum des Heeres dazu. Die Arbeit auf dem Gefechtsstand wurde bereits während der Brigadeübung Stolzer Wettiner mit den internationalen Partnern geübt. „Das Panzerbataillon 393 befindet sich jetzt auf der Zielgeraden der Vorbereitung“, so Braun. Die persönliche Ausrüstung und die Container werden gepackt und die Fahrzeuge vorbereitet, so dass Ende Juli alles auf die Bahn verladen werden kann.

NATO-Verbände verstärkt präsent

Oberst Gunnar Brügner ist sich sicher: „Der multinationale Gefechtsverband wird seine Aufgabe meistern“
Oberst Gunnar Brügner ist sich sicher: „Der multinationale Gefechtsverband wird seine Aufgabe meistern“ (Quelle: Bundeswehr/André Klimke)Größere Abbildung anzeigen
Nach den Beschlüssen der NATO-Gipfel von Wales und Warschau zeigt das Bündnis im Baltikum und Osteuropa verstärkt Präsenz als Reaktion auf die Ukraine-Krise und die russische Annexion der Krim. Deutschland führt dazu in Litauen einen multinationalen Gefechtsverband, der alle sechs Monate wechselt. Diese Battlegroup ist der litauischen „Iron Wolf“ Brigade in Rukla unterstellt, die als mechanisierter Infanterieverband aus sechs Bataillonen besteht.

Neben einer deutschen, einer niederländischen und einer tschechischen Kampfkompanie sind auch Soldaten aus Belgien Teil des Gefechtsverbandes in Litauen. Gemeinsame Übungen befähigen die europäischen Soldaten zum gemeinsamen Kampf. Auf diese Weise leistet die NATO ihren Beitrag zu einer glaubhaften Abschreckung eines potenziellen Aggressors.

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Stand vom: 15.06.18 | Autor: André Klimke


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