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Enhanced Forward Presence: Von Müllheim über Kehl nach Rukla

Das Abladen der Abrollcontainer auf den Waggons ist reinste Millimeterarbeit, gelingt aber auf Anhieb
Das Abladen der Abrollcontainer auf den Waggons ist reinste Millimeterarbeit, gelingt aber auf Anhieb (Quelle: Bundeswehr/Andreas Keck)Größere Abbildung anzeigen
Müllheim/Baden-Württemberg, 02.01.2018.

Morgens, 4:10 Uhr im badischen Müllheim: 25 Soldaten der 2. Kompanie des deutsch-französischen Versorgungsbataillons machen sich bereit zur Abfahrt. Das Ziel ist der Bahnhof in Kehl am Rhein. Eine halbe Stunde später rollen die ersten Lkw vom Hof der Robert-Schuman-Kaserne. Etwas mehr als 110 Kilometer müssen die Soldaten nun zurücklegen, um das Fahrziel zu erreichen.

Der Kehler Bahnhof ist aber vorerst nur ein Zwischenziel. Denn die ersten Soldatinnen und Soldaten der Deutsch-Französischen Brigade verlegen mit ihrem Material noch viel weiter, nämlich nach Rukla in Litauen. Sie bilden die dritte Rotation mit einem Gefechtsverband unter deutscher Führung innerhalb des NATO-Programms „Enhanced Forward Presence“ (EFP).

Von der Straße auf die Schiene

Geschafft: Sicher verzurrt geht es auf die Reise nach Litauen
Geschafft: Sicher verzurrt geht es auf die Reise nach Litauen (Quelle: Bundeswehr/Andreas Keck)Größere Abbildung anzeigen

Ankunft am Kehler Bahnhof: Lkw an Lkw ist aufgereiht. Für die Soldaten bedeutet das zunächst, die Fahrzeuge für die bevorstehende Bahnverladung vorzubereiten. Nach einer kurzen Verspätung, weil die Waggons noch nicht vor Ort sind, beginnt nun die Verladung der Fahrzeuge. Ein Lkw Multi nach dem anderen fährt auf die Waggons. Das Abladen der Abrollcontainer ist besonders schwierig, da diese exakt auf den Waggons abgestellt werden müssen. Alles ist reinste Millimeterarbeit, gelingt aber auf Anhieb.

Der Schwerlasttransporter (SLT) ist etwas breiter als der Eisenbahnwaggon, deshalb ist vom Einweiser Augenmaß gefragt
Der Schwerlasttransporter (SLT) ist etwas breiter als der Eisenbahnwaggon, deshalb ist vom Einweiser Augenmaß gefragt (Quelle: Bundeswehr/Andreas Keck)Größere Abbildung anzeigen

Nun kommen die großen Maschinen an die Reihe. Die drei Schwerlasttransporter (SLT) sind etwas breiter als die Waggons, durchaus eine Herausforderung. Für das eingespielte Team aber kein Problem. Gleichzeitig werden nur ein paar Meter weiter ein Allschutz-Transportfahrzeug Dingo, ein Geländewagen Wolf sowie ein Lkw Unimog verladen. Insgesamt werden 19 gepanzerte und ungepanzerte Fahrzeuge sowie drei Container mit Ausrüstung die Reise nach Litauen antreten.

Das Personal geht in die Luft

Ein Allschutz-Transportfahrzeug Dingo (vorn) und ein Unimog (hinten) werden ebenfalls auf die Bahn verladen
Ein Allschutz-Transportfahrzeug Dingo (vorn) und ein Unimog (hinten) werden ebenfalls auf die Bahn verladen (Quelle: Bundeswehr/Andreas Keck)Größere Abbildung anzeigen

Nachdem die Bahnverladung abgeschlossen ist, freuen sich die 25 Soldaten endlich nach Hause gehen zu dürfen und nochmal ihre Familien zu sehen. Sie werden am folgenden Tag wieder um vier Uhr morgens raus müssen, um mit dem Bus zum Stuttgarter Flughafen zu fahren. Dort wartet eine Transportmaschine C-160 Transall auf sie.

Die Soldaten des deutsch-französischen Versorgungsbataillons sind die ersten der Deutsch-Französischen Brigade, die in der dritten EFP-Rotation für sechs Monate in Litauen die Bündnisverpflichtungen als NATO-Partner erfüllen werden.


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Stand vom: 15.03.18 | Autor: Andreas Keck


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