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Kommandowechsel beim „Heeresfliegerregiment 76 – Brothers in Arms“

Oberstleutnant Ronny R. (l.) übergibt als sichtbares Zeichen der Führung sein Funkgerät an seinen Nachfolger, Oberstleutnant Rudolf F. (r.)
Oberstleutnant Ronny R. (l.) übergibt als sichtbares Zeichen der Führung sein Funkgerät an seinen Nachfolger, Oberstleutnant Rudolf F. (r.) (Quelle: Bundeswehr/Michael Seidel)Größere Abbildung anzeigen
Gao/Mali, 06.02.2018.

Im malischen Gao hat der deutsche Kontingentführer, Oberst Johannes Derichs, am 16. Januar das Kommando über den gemischten Heeresfliegerverband „76“ von Oberstleutnant Ronny R. an Oberstleutnant Rudolf F. übergeben. Die Zahl 76 ist die Summe der Regimentszahlen des Kampfhubschrauberregiments 36 (Fritzlar) sowie der Transporthaubschrauberregimenter 10 (Faßberg) und 30 (Niederstetten), aus denen sich der Verband zusammensetzt.

Eingesetzt vom UN-Hauptquartier in Bamako, unterstützen die deutschen Heeresflieger im Sektor Ost hauptsächlich als fliegender Konvoischutz und als medizinisches Evakuierungsmittel den MINUSMA-Einsatz. Zu allen Einheiten der gemeinsamen UN-Mission haben sie ein vertrauensvolles Verhältnis der Zusammenarbeit aufgebaut.

Oberst Johannes Derichs (M.) übergibt das Kommando über den gemischten Heeresfliegerverband in Gao von Oberstleutnant Ronny R. (r.) an Oberstleutnant Rudolf F. (l.)
Oberst Johannes Derichs (M.) übergibt das Kommando über den gemischten Heeresfliegerverband in Gao von Oberstleutnant Ronny R. (r.) an Oberstleutnant Rudolf F. (l.) (Quelle: Bundeswehr/Michael Seidel)Größere Abbildung anzeigen

Mit der Übernahme der Verantwortung über vier Kampfhubschrauber Tiger und vier Transporthubschrauber NH-90 sowie knapp 200 Soldatinnen und Soldaten im September letzten Jahres, galt es große Herausforderungen zu meistern. Dazu zählte auch die Wiederaufnahme des Flugbetriebes der Tiger Kampfhubschrauber nach dem tragischen Flugunfall vom 26. Juli 2017.

„Ich vermag nicht zu sagen, wie vielen Blauhelmsoldaten wir das Leben gerettet haben, aber immer wenn ein deutscher Tiger einen Konvoi begleitete, gab es keinen Angriff.“, sagt der scheidende Kommandeur nicht ohne Stolz. Die Anzahl der Soldaten und Zivilisten, die vom Gefechtsfeld ausgeflogen wurden kennt er ebenfalls genau: 39 Verwundete wurden mit den deutschen NH-90 evakuiert, davon 15 während seiner Zeit als Kommandeur. „Ich durfte in den letzten vier Monaten diesen Verband führen und konnte feststellen, dass wir hier einen Verband geschaffen haben, der im höchsten Maße leistungsfähig ist“, bedankt sich R. bei seinen Soldaten. „Das haben wir erreicht, weil Sie gute Soldaten sind!“

Oberst Derichs bedankte sich bei Ronny R. für die gute Zusammenarbeit. Auf den neuen Kommandeur warten weitere anspruchsvolle Aufgaben, sagte er. So gelte es im Februar noch zwei belgische NH-90 in den Verband zu integrieren. „Sie haben auf Herausforderungen kreativ und goldrichtig reagiert. Sie haben das gemischte Heeresfliegerregiment 76 mit dem ausgesprochenen guten Wahlspruch ‘Brothers in Arms' geschaffen“, lobte Derichs die angetretenen Heeresflieger.


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Stand vom: 06.02.18 | Autor: Norman Möller


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