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Luftlandepioniere: Kein Beruf wie jeder andere

Hauptfeldwebel Jens Kester* (l.), Zugführer des Luftlandepioniermaschinenzuges, erklärt die Bedeutung der Schnellboote
Hauptfeldwebel Jens Kester* (l.), Zugführer des Luftlandepioniermaschinenzuges, erklärt die Bedeutung der Schnellboote (Quelle: Bundeswehr/Mario Leinen)Größere Abbildung anzeigen
Saarlouis/Saarland, 05.02.2018.

24 Schülerinnen und Schüler der Martin-Luther-King-Schule aus Saarlouis haben am 24. Januar unter dem Motto „Kein Beruf wie jeder andere“ die Luftlandepionierkompanie 260 in Saarlouis besucht. Während ihres Berufsorientierungstages erhielten sie einen Einblick in die Arbeit, durften selbst einmal die Ausrüstung tragen und einen Bagger bedienen.

„Die Bundeswehr bietet circa 60 Ausbildungsberufe an und dabei wird kein Unterschied zwischen Mann und Frau gemacht“, sagte Hauptmann Mario Schmidt vom Karriereberatungsbüro Saarlouis zu den Schülern. „Sie werden aber, egal welchen Weg Sie einschlagen, nicht nur Systemelektroniker, Tischler oder Krankenschwester, sondern in allererster Linie Soldat sein.“

Selbst einmal Soldat sein

Die Schüler freuen sich darüber, einmal selbst in ein Bundeswehrfahrzeug einsteigen zu dürfen
Die Schüler freuen sich darüber, einmal selbst in ein Bundeswehrfahrzeug einsteigen zu dürfen (Quelle: Bundeswehr/Mario Leinen)Größere Abbildung anzeigen

Drei Stationen hatten die Luftlandepioniere für die Schüler vorbereitet. An der ersten Station lernten sie die Ausrüstung, Fahrzeuge und Sperren der Luftlandepioniere kennen. Sie durften sogar mit anpacken, versuchten den schweren Rucksack der Soldaten zu stemmen und nahmen auf dem Fahrersitz der Fahrzeuge Platz.

Ausbilder Stabsunteroffizier Timo Zölke* (r.) erklärt den Schülern die Bedeutung von Sperren
Ausbilder Stabsunteroffizier Timo Zölke* (r.) erklärt den Schülern die Bedeutung von Sperren (Quelle: Bundeswehr/Mario Leinen)Größere Abbildung anzeigen

Daneben lauschten die Schüler besonders den Worten von Ausbilder Stabsunteroffizier Timo Zölke*, der ihnen den Sinn und Zweck von Sperren erklärte: „Sie sind dazu da, den Feind entweder zum Stehen zu bringen oder ihn in eine bestimmte Richtung zu zwingen.“

Soldaten mit speziellen Fähigkeiten

An der zweiten Station stellten sich die Soldaten mit erweiterter Grundbefähigung (EGB) vor. Das sind Soldaten mit ganz speziellen Fähigkeiten. Sie sind unter anderem im Nahkampf, in verschiedenen Schießtechniken sowie im Überleben und Verhalten bei Gefangennahme ausgebildet. EGB-Kräfte sind das Bindeglied zwischen den Kräften des Kommandos Spezialkräfte (KSK) und der Kampftruppe.

An der Station sahen die Schüler einen Soldaten mit kompletter Gefechtsausrüstung und probierten die Nachtsichtgeräte der Bundeswehr aus. Mit diesen absolvierten sie einen für sie aufgebauten Hindernisparcours im Dunkeln.

Schnellboote und Bagger

Ausbilder Stabsunteroffizier Sebastian Loets* erklärt einer Schülerin, wie die Baumaschine funktioniert
Ausbilder Stabsunteroffizier Sebastian Loets* erklärt einer Schülerin, wie die Baumaschine funktioniert (Quelle: Bundeswehr/Mario Leinen)Größere Abbildung anzeigen

Kurz darauf ging es für die Schüler zu den Schnellbooten und Baggern, wo sie vom Zugführer des Luftlandepioniermaschinenzuges Hauptfeldwebel Jens Kester* empfangen wurden. „Unser Auftrag ist unter anderem, die Soldaten mit unseren Booten über Flüsse zu fahren. Und wir sind militärische Bauarbeiter.“

Vorgestellt wurden die Schnellboote, mit denen die Luftlandepioniere Soldaten über Flüsse fahren oder eine Behelfsfähre für Fahrzeuge bauen können. Nach einer Einweisung am Bagger durften sich die Schüler schließlich auch selbst ausprobieren. So galt es, einen an einem Seil befestigten Kugelschreiber in das Loch einer Pylone zu manövrieren.

„Am besten haben mir die Schnellboote und der Parcours mit den Nachtsichtbrillen gefallen“, so das Fazit eines Schülers am Ende des Berufsorientierungstages bei der Luftlandepionierkompanie 260 in Saarlouis.

*Namen von der Redaktion geändert


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Stand vom: 05.02.18 | Autor: Andy Enderlin


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