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Truppenbesuch bei den Jägern

Der leichte Spähwagen vom Typ Fennek der 5. Kompanie ist das Fahrzeug für Soldaten der Steilfeuerunterstützung der Infanterie
Der leichte Spähwagen vom Typ Fennek der 5. Kompanie ist das Fahrzeug für Soldaten der Steilfeuerunterstützung der Infanterie (Quelle: Bundeswehr/Enrico Pietsch)Größere Abbildung anzeigen
Schwarzenborn/Hessen, 23.02.2018.

18 Schülerinnen und Schüler der Johannes-Keppler-Schule aus Neuhof haben am 29. Januar das Jägerbataillon 1 im hessischen Schwarzenborn besucht. Der Truppenbesuch bot den jungen Besuchern die Gelegenheit, das Bataillon aus der Knüll-Kaserne einmal „hautnah“ zu erleben.

Nach kurzer Theorie – Vorstellung des Bataillons sowie Einführung in den Tagesablauf – durften die Gäste aus Neuhof die Jäger aus Schwarzenborn und deren Ausrüstung an zahlreichen Stationen hautnah erleben.

Von Fenneks und Wieseln

Großes Interesse bei den Schülern weckt der Waffenträger Wiesel, hier in der Panzerabwehrvariante
Großes Interesse bei den Schülern weckt der Waffenträger Wiesel, hier in der Panzerabwehrvariante (Quelle: Bundeswehr/Enrico Pietsch)Größere Abbildung anzeigen

Los ging es bei der 5. Kompanie. Hier waren die Stationen mit dem sehr leisen Spähfahrzeug vom Typ Fennek, dem Waffenträger vom Typ Wiesel sowie dem Mörser 120 Millimeter aufgebaut. Die Soldatinnen und Soldaten der Kompanie erklärten den Gästen sämtliche Details.
 

Nach Abschluss der Stationen folgte das Mittagessen in der Truppenküche, welches die perfekte Überleitung zum Nachmittagsprogramm war. Die  Ausbildungsunterstützungskompanie des Bataillons präsentierte den Schülern die Feldverpflegung der Soldaten.

Der Kompaniefeldwebel (2. v. r.), auch Spieß genannt, zeigt den Gästen den Inhalt der Feldverpflegung
Der Kompaniefeldwebel (2. v. r.), auch Spieß genannt, zeigt den Gästen den Inhalt der Feldverpflegung (Quelle: Bundeswehr/Enrico Pietsch)Größere Abbildung anzeigen

Die Einmannpackung, kurz EPa, ist eine Verpflegungsration, die einem Soldaten im Feld, sprich auf Übung oder im Einsatz, für 24 Stunden ausreichend Nahrung bietet. Neben zwei Warmspeisen beinhaltet es unter anderem Brot, Wurst, Schmierkäse und Getränkepulver. Die Schokolade im EPa könnte man als Motivationsschub verstehen. Doch: „Mit Motivation hat das weniger zu tun. Vielmehr enthält Schokolade viel Energie, die der Körper insbesondere bei hoher Belastung braucht“, erklärte Hauptmann Peter Lütticke.

Ganzes EPa und halbe Dackelgarage für jeden

Der Stationsleitende (r.) zeigt, wie der Soldat im Zweimannzelt oder unter dem Schrägdach die Nacht verbringt
Der Stationsleitende (r.) zeigt, wie der Soldat im Zweimannzelt oder unter dem Schrägdach die Nacht verbringt (Quelle: Bundeswehr/Enrico Pietsch)Größere Abbildung anzeigen

Nach der Station EPa ging es für die Schülerinnen und Schüler zur „Dackelgarage“. Sie konnten erleben, wie der Soldat allein unter dem Schrägdach, der sogenannten „Dackelgarage“, oder zu zweit in einem Zelt im Wald ruht.

„Jeder Soldat hat ein halbes Zelt dabei, dies reicht für ein Schrägdach. Alternativ kann ein Soldat seine Zeltbahn mit der eines Kameraden verknüpfen und so ein Zweimannzelt aufbauen“, so die Erklärung des Stationsleitenden.

Der Sandkasten für Erwachsene

Der Gruppenführer (kniend) weist seine Gruppe am Geländesandkasten in seine Planung ein
Der Gruppenführer (kniend) weist seine Gruppe am Geländesandkasten in seine Planung ein (Quelle: Bundeswehr/Enrico Pietsch)Größere Abbildung anzeigen

Zum Schluss wurde den Gästen aufgezeigt, wie der Gruppenführer einer Infanteriegruppe einen Geländesandkasten nutzt, um seine Absicht, den Auftrag sowie seinen Befehl für den Einsatz an seine Soldateninnen und Soldaten weiterzugeben.

Für den Geländesandkasten können Gegenstände wie Stöcke, Steine, Sand, Laub oder Gras genutzt werden. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und der Vorgesetzte kann alles nutzen, was ihm bei der Veranschaulichung und Darstellung von Geländeabschnitten, Gebäuden oder anderer Infrastruktur nutzt.

Mit dieser Station endete der Truppenbesuch für Schüler aus Neuhof. Dankend für die vielen Eindrücke verabschiedeten sie sich von den Jägern und traten die Heimreise an.


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Stand vom: 23.02.18 | Autor: Peter Lütticke


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