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Er ist da!

Guter Brauch bei einer Beförderung ist der Schulterschlag - Oberstabsfeldwebel Alexander Gerecke (M.), Oberst i.G. Edgar Wagner (l.) und Oberstleutnant Matthias Krukow (r.)
Guter Brauch bei einer Beförderung ist der Schulterschlag - Oberstabsfeldwebel Alexander Gerecke (M.), Oberst i.G. Edgar Wagner (l.) und Oberstleutnant Matthias Krukow (r.) (Quelle: Bundeswehr/Jacky Woller)Größere Abbildung anzeigen
Münster/Nordrhein-Westfalen, 27.02.2018.

Der Stabszug des deutschen Anteils beim I. Deutsch-Niederländischen Korps hat zum 1. Januar 2018 den Dienstposten eines eigenen Kompaniefeldwebels erhalten. Diese Position, von den Soldaten auch „Spieß“ genannt, übernahm am 6. Februar Oberstabsfeldwebel Alexander Gerecke in Münster.

Zahlreiche internationale Gäste waren beim Appell des Stabszuges dabei als Oberst i. G. (im Generalstabsdienst) Edgar Wagner, der dienstälteste deutsche Offizier beim I. Deutsch-Niederländischen Korps, dem „Neuen“ die Amtsgeschäfte des Kompaniefeldwebels übertrug. Wagner ging in seiner Ansprache auf die Begrifflichkeit des „Spießes“ ein und blickte dabei in die deutsche Militärgeschichte zurück (siehe Infobox).

Von Hamburg nach Münster

Oberst i.G. Edgar Wagner (l.) überträgt Oberstabsfeldwebel Alexander Gerecke während eines Appells die Amtsgeschäfte des Kompaniefeldwebels
Oberst i.G. Edgar Wagner (l.) überträgt Oberstabsfeldwebel Alexander Gerecke während eines Appells die Amtsgeschäfte des Kompaniefeldwebels (Quelle: Bundeswehr/Jacky Woller)Größere Abbildung anzeigen

Alexander Gerecke begann seinen militärischen Werdegang 1991 beim Panzerartilleriebataillon 177 in Hamburg. In zahlreichen Truppenverwendungen bewährte er sich so gut, dass die Versetzung auf den neuen Dienstposten und die Beförderung zum Oberstabsfeldwebel – dem Spitzendienstgrad in der Laufbahn der Unteroffiziere – eine logische Folge war.

Zuvor war Gerecke an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg ebenfalls als Kompaniefeldwebel im Unterstützungsbereich des Stabsquartiers tätig.

Soldat zu sein heißt auch in den Einsatz zu gehen. Oberstabsfeldwebel Gerecke war bereits zweimal im Kosovo, einmal in Afghanistan und zuletzt in Mali.

„Haben Sie stets eine gute und sichere Hand bei der Führung der Ihnen anvertrauten Soldatinnen und Soldaten. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit zum Wohle der Angehörigen des Stabszuges und des gesamten Hauptquartiers des I. Deutsch-Niederländischen Korps.“, sagte Oberst i.G. Wagner abschließend.

Infobox

Der Spieß und die goldgelbe Schulterschnur
Der Kompaniefeldwebel unterstützt seinen Kompaniechef und die übergeordnete Stabsabteilung 1 – Personal – in den Bereichen Personal und Innere Führung. Weil für diese verantwortungsvolle Position viel Diensterfahrung erforderlich ist, tragen die Spieße in der Regel den höchsten Dienstgrad der Unteroffiziere, den des Oberstabsfeldwebels. Um diesen herausgehobenen Dienstposten besonders zu verdeutlichen, trägt der Kompaniefeldwebel die Spießkordel.

Diese besteht aus einem goldfarbenen Geflecht, und wird vom Kompaniefeldwebel um die rechte Schulter getragen. Der Kompaniefeldwebel, also der erste Unteroffizier einer Einheit und Träger der Spießschnur, gilt umgangssprachlich auch als „Mutter der Kompanie“.

Die Bezeichnung „Spieß“ geht auf die früher vom Feldwebel getragene Langwaffe, den Spieß, zurück. Der Spieß, als letzter Mann einer Einheit, trieb mit dem gleichnamigen Spieß die Mannschaften und Unteroffiziere an und sorgte dafür, dass kein Soldat zurückblieb.

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Stand vom: 27.02.18 | Autor: Willi Blank


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