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Zertifikat erkämpft: Jägerbataillon 291 bereit für den UN-Einsatz

Der Zugführer erhält während der Patrouille neue Einsatzbefehle
Der Zugführer erhält während der Patrouille neue Einsatzbefehle (Quelle: Bundeswehr/Andreas Keck)Größere Abbildung anzeigen
Letzlingen/Sachsen-Anhalt, 03.08.2018.

Die Bundeswehr sendet im Herbst das Jägerbataillon 291 in den UN-Einsatz MINUSMA in Mali. Vorort müssen die Partnernationen für sechs Monate eng zusammenarbeiten. Die Zertifizierung haben sie sich nun auf dem Truppenübungsplatz Altmark zusammen erkämpft.

Der Gefechtsverband des Jägerbataillons 291 aus Illkirch-Graffenstaden (Frankreich) hat im Juli auf dem Truppenübungsplatz Altmark die Zertifizierung für den MINUSMA-Einsatz (Mission multidimensionnelle intégrée des Nations unies pour la stabilisation au Mali) erhalten. Unter französischer, kanadischer, litauischer und tschechischer Beteiligung haben rund 600 Soldatinnen und Soldaten mit mehr als 200 Gefechtsfahrzeugen gemeinsam geübt und gekämpft.

Multinationale Ausbildung

Ein Gruppenführer des Jägerbataillons 291 funkt Aufklärungsergebnisse an den Gefechtsstand
Ein Gruppenführer des Jägerbataillons 291 funkt Aufklärungsergebnisse an den Gefechtsstand (Quelle: Bundeswehr/Andreas Keck)Größere Abbildung anzeigen

Es war die letzte Station ihrer Ausbildung. Die Soldaten des Jägerbataillons 291 und weiterer NATO-Verbände stellten in der Letzlinger Heide ihre Einsatzbereitschaft für den bevorstehenden Auslandseinsatz in Mali unter Beweis.

Die Übung war die letzte in einer monatelangen Vorbereitungsphase und zugleich die Bewährungsprobe für das Bataillon. In der Altmark wurde der multinationale Gefechtsverband, die Intelligence Surveillance Reconnaissence (ISR) Task Force, zusammengeführt.

Ausgestattet mit dem Ausbildungsgerät Duellsimulator (AGDUS) konnten die Soldaten effektiver und realitätsnah üben. Das Ziel: Die Zertifizierung und damit die volle Einsatzbereitschaft.

Effektiv und einsatznah

Litauische Soldaten des multinationalen Gefechtsverbandes betreiben einen Checkpoint
Litauische Soldaten des multinationalen Gefechtsverbandes betreiben einen Checkpoint (Quelle: Bundeswehr/Andreas Keck)Größere Abbildung anzeigen

Die Übung war in zwei Abschnitte gegliedert. In der Einsatzübung I waren die Soldaten auf Zug- und Kompanie-Ebene gefordert. Dazu gehörten Aufklärungsergebnisse liefern, die eigenen Kräfte absichern oder bei gefährlichen Situationen blitzschnell reagieren.

In der Einsatzübung II wurde der gesamte Gefechtsverband mit möglichen Szenarien aus dem Einsatz konfrontiert. Es war die Bewährungsprobe für die Task Force. Die Soldaten mussten im multinationalen Verbund kämpfen. Das Beherrschen des hochintensiven Gefechts war für Oberst Frank Wachter, Stellvertreter des Kommandeurs der Deutsch-Französischen Brigade, von zentraler Bedeutung. In der Altmark erreiche der Gefechtsverband seine volle Einsatzbereitschaft, so der künftige Kommandeur des 9. Deutschen Einsatzkontingentes in Mali.

Der Gefechtsverband übt das hochintensive Gefecht

Ein Transporthubschrauber NH-90 übernimmt den Abtransport der Verwundeten, während der zweite die Umgebung absichert
Ein Transporthubschrauber NH-90 übernimmt den Abtransport der Verwundeten, während der zweite die Umgebung absichert (Quelle: Bundeswehr/Andreas Keck)Größere Abbildung anzeigen

In der Einsatzübung I wurden auch die Versorgung und der Abtransport von Verwundeten einer in einen Hinterhalt geraten Patrouille trainiert. Mit der „Golden Hour“ begann ein Wettlauf gegen die Zeit. In dem Zeitfenster von 60 Minuten, das in den meisten Fällen das Überleben der Patienten sichert, müssen die Verletzten mit dem Hubschrauber abtransportiert werden.

Im GÜZ übernahmen deutsche Transporthubschrauber NH-90 Forward Air Medevac den Verwundetentransport, in Mali werden es kanadische Heeresflieger mit Hubschraubern vom Typ CH-147F Chinook und CH-146 Griffon sein. Der Befehlshaber der kanadischen Heeresflieger war dafür in die Letzlinger Heide gereist.

Einsatzbereitschaft bewiesen

Das Allschutz-Transport-Fahrzeug (ATF) Dingo sichert den Patrouillenweg
Das Allschutz-Transport-Fahrzeug (ATF) Dingo sichert den Patrouillenweg (Quelle: Bundeswehr/Andreas Keck)Größere Abbildung anzeigen

Für den multinationalen Gefechtsverband wurde die Einsatzübung II zur Kraftprobe. 72 lange Stunden wurden erneut Hinterhalt, die Befreiung eingeschlossener Kräfte und die Versorgung von Verwundeten geübt. Erfolgreich: Die Zusammenarbeit funktionierte reibungslos.

Oberstleutnant Jörg Hoogeveen, G3 Stabsoffizier der Deutsch-Französischen Brigade, zeigte sich beindruckt: „Die Zusammenarbeit zwischen den Kompanien und den Unterstützungskräften hat unter der Führung von Oberstleutnant Martin Winkler hervorragend geklappt. Sie alle haben das ganz hervorragend gemacht. Die Intelligence Surveillance Reconnaissence Task Force ist einsatzbereit.“


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Stand vom: 06.08.18 | Autor: Oliver Richter/Phillip Wolf


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