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22. Tag der Infanterie: Familienfest der grünen Truppengattungen

Staatssekretär Peter Tauber (l.) und Brigadegeneral Andreas Hannemann (2. v. l.) besuchen die Station „Handwaffen der Infanterie“
Staatssekretär Peter Tauber (l.) und Brigadegeneral Andreas Hannemann (2. v. l.) besuchen die Station „Handwaffen der Infanterie“ (Quelle: Bundeswehr/FMZ Hammelburg)Größere Abbildung anzeigen
Hammelburg/Bayern, 07.08.2018.

Das Ausbildungszentrum Infanterie hat am 12. Juli bereits zum 22. Mal aktive Soldaten, Reservisten sowie Freunde der Infanterie zum Tag der Infanterie begrüßt. Viele Besucher aus dem In- und Ausland kamen nach Hammelburg auf den Lagerberg, um sich mit Kameraden zu treffen und sich über neue Entwicklungen bei der Infanterie auszutauschen.

Der 22. Tag der Infanterie stand ganz im Zeichen der großen Familie der Infanterie. Alle infanteristisch eingesetzten Truppengattungen wie Jäger, Gebirgs- und Fallschirmjäger des Heeres sowie Kräfte des Objektschutzes der Luftwaffe und des Seebataillons der Marine, aber auch Vertreter der Panzergrenadiere, stellten ihre Bereiche vor. Das Ausbildungszentrum Infanterie unterstrich damit seinen Charakter als Weiterbildungs- und Informationsplattform.

Bereits am Vortag besuchten rund 150 Schülerinnen und Schüler die Kaserne und informierten sich über den Arbeitgeber Bundeswehr und das Berufsbild des Soldaten.

Jährlich wechselnde Schwerpunkte
 

Als „Familienfest der Infanterie“ beschrieb der Kommandeur des Ausbildungszentrums Infanterie und General der Infanterie, Brigadegeneral Andreas Hannemann, die diesjährige Veranstaltung. „Es sind alle Infanteristen und infanteristisch eingesetzten Soldatinnen und Soldaten herzlich eingeladen: Vom Kommandeur über den Kompaniechef und den Spieß, bis hin zum Mannschaftssoldaten“, so Hannemann weiter.

Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf den einzelnen Truppengattungen der Infanterie. Diese stellten sich mit eigenen Stationen vor und standen den Besuchern Rede und Antwort. Zusätzlich informierten Vertreter des Amtes für Heeresentwicklung sowie der Truppengattung mit Vorträgen über aktuelle und zukünftige Entwicklungen.

Aktuelle und internationale Sicherheitspolitik

Der Präsident der finnischen Jägerstiftung, Generalmajor a. D. Jukka Pennanen, trägt im Infanteriesaal vor
Der Präsident der finnischen Jägerstiftung, Generalmajor a. D. Jukka Pennanen, trägt im Infanteriesaal vor (Quelle: Bundeswehr/FMZ Hammelburg)Größere Abbildung anzeigen

Erneut hatten die Organisatoren Gastredner für einen sicherheitspolitischen Diskurs eingeladen. So richteten der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium der Verteidigung und Oberleutnant der Reserve in der Jägertruppe, Dr. Peter Tauber, sowie der Präsident des Bundes der Deutschen Infanterie e.V., Generalleutnant a.D. Volker Halbauer, Grußworte an das Plenum.

Der Festvortrag fiel mit zwei finnischen Rednern in diesem Jahr international aus. Zuerst sprach der Präsident der finnischen Jägerstiftung, Generalmajor a. D. Jukka Pennanen, über die Geschichte der finnischen Jäger und deren starke Beziehung zur deutschen Infanterie. Ihm schloss sich der Inspekteur der finnischen Infanterie, Oberst i. G. Dr. Rainer Peltoniemi, mit einem Beitrag zu den finnischen Landstreitkräften an.

Neben den finnischen Gästen begrüßte Brigadegeneral Andreas Hannemann Delegationen aus Frankreich, Italien, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, den USA und aus Georgien.

Stimmungsvoller Kameradschaftsabend als Ausklang

Der Präsident des Bundes der Deutschen Infanterie e.V., Generalleutnant a. D. Volker Halbauer (3. v. l.), Brigadegeneral Andreas Hannemann (2. v. l.) und der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn (l.) ehren die Sieger der Mannschaftswertung des Schießwettbewerbs
Der Präsident des Bundes der Deutschen Infanterie e.V., Generalleutnant a. D. Volker Halbauer (3. v. l.), Brigadegeneral Andreas Hannemann (2. v. l.) und der Parlamentarische Staat… (Quelle: Bundeswehr/FMZ Hammelburg)Größere Abbildung anzeigen

Das Ende des Tages der Infanterie leitete der Kameradschaftsabend auf der Fähnrichwiese ein. Als Ehrengast sprach der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium der Verteidigung, Thomas Silberhorn. Er zeigte sich beeindruckt von den Leistungen der Soldatinnen und Soldaten. Silberhorn war 2003 Lehrgangsteilnehmer an einer fünftägigen Veranstaltung für zivile Führungskräfte und hatte so den Lagerberg mit der Saaleck-Kaserne schon kennengelernt. „Diese Zeit gab mir ein Gefühl dafür mit, was dahintersteht, wenn der Deutsche Bundestag Entscheidungen trifft“, erinnerte sich Silberhorn und ergänzte „es gibt erhebliche Verbesserungen, doch es gibt weiterhin viel zu tun.“

Krönender Abschluss des Tages der Infanterie ist traditionell die Ehrung der Teilnehmer des Schießwettbewerbs. Dabei hat die Reservistenarbeitsgemeinschaft (RAG) Schießsport Würzburg den Pokal für den Sieger der Mannschaftswertung erfolgreich verteidigt. Der Präsident des Bundes der Deutschen Infanterie e.V., Generalleutnant a. D. Volker Halbauer, überreichte dem Team den Pokal deshalb schon zum zweiten Mal.

In der Einzelwertung mit dem Gewehr G36 gewann Polizeioberkommissar Christian Holy. Stabsunteroffizier Timo Meyer nahm in der Einzelwertung mit der Pistole P8 den 1. Preis entgegen. In der kombinierten Wertung gewann Polizeihauptmeister Gertfried Hardtke.

Die Reservistenarbeitsgemeinschaft „Schießen“ des Landeskommandos Bayern sowie die Regionale Sicherungs- und Unterstützungskompanie Unterfranken hatten das diesjährige Vergleichsschießen organisiert und umgesetzt. Stellvertretend für alle an der Organisation und Vorbereitung Beteiligten erhielten Stabsfeldwebel Bernhard Simon und Hauptmann Georg Hagel zum Dank Urkunden. Angehörige des Heeresmusikkorps Veitshöchheim begleiteten den Kameradschaftsabend.

Ehrensache: Sammeln für den guten Zweck

Generalleutnant a. D. Volker Halbauer (r.), übergibt den Spendenscheck an Hauptmann Oliver Hartmann
Generalleutnant a. D. Volker Halbauer (r.), übergibt den Spendenscheck an Hauptmann Oliver Hartmann (Quelle: Bundeswehr/FMZ Hammelburg)Größere Abbildung anzeigen

Für den Bund der Deutschen Infanterie e.V. ist soziales Engagement eine wichtige Säule seiner Aktivitäten, betonte Halbauer. Er übergab in diesem Jahr einen Scheck an den Bezirksvorsitzenden des Deutschen Bundeswehrverbandes in Franken. Hauptmann Oliver Hartmann nahm im Namen der Soldaten und Veteranen Stiftung (SVS) des Deutschen Bundeswehrverbandes den Betrag in Höhe von 4.500 Euro entgegen. Das Geld kommt dem Programm „Familienkuren für Soldatinnen und Soldaten mit Paar- und Familienkonflikten“ zugute. Besonders Kinder von Soldatinnen und Soldaten, die unter einer psychischen Erkrankung leiden, stehen im Mittelpunkt des Programms.


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Stand vom: 07.08.18 | Autor: Thomas Schulze


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