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Erster Workshop zum Programm „Innere Führung heute“ gestartet

Der Pilotworkshop ist Auftakt einer Reihe von weiteren Workshops zur Inneren Führung im Heer
Der Pilotworkshop ist Auftakt einer Reihe von weiteren Workshops zur Inneren Führung im Heer (Quelle: Bundeswehr/Mario Bähr)Größere Abbildung anzeigen
Strausberg/Brandenburg, 03.11.2017.

Am Zentrum für Informationsarbeit der Bundeswehr in Strausberg haben vom 23. bis 25. Oktober 30 Führungskräfte, Bataillonskommandeure und Kompaniechefs des Heeres am Pilotworkshop zum Programm „Innere Führung heute“ des Bundesministeriums der Verteidigung teilgenommen. „Was stelle ich mir unter guter Führung vor – und wie können wir sie weiterentwickeln?“, waren die Leitfragen, die alle beschäftigten.

Der Workshop ist Teil der Erarbeitung eines umfassenden Lagebildes zur gelebten Führung in den Streitkräften, um unter anderem auf dieser Basis die Innere Führung erlebbarer zu gestalten und – wo notwendig – weiterzuentwickeln. Als Unternehmensphilosophie der Bundeswehr ist sie das Band, das alle Soldatinnen und Soldaten zusammenhält. Innere Führung bildet die Basis für den militärischen Dienst und ist Selbstverständnis für alle Soldaten sowie Fundament für gemeinsames Handeln.

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Dialog bringt uns voran

Brigadegeneral Oliver Kohl, Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 41, leitet die Arbeitsgruppe „Innere Führung heute“
Brigadegeneral Oliver Kohl, Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 41, leitet die Arbeitsgruppe „Innere Führung heute“ (Quelle: Bundeswehr/Maximilian Schulz)Größere Abbildung anzeigen

„Losgelöst von aktuellen Ereignissen wollen wir die Gesamtlage in den Blick nehmen und untersuchen, was die Kompaniechefs und Bataillonskommandeure heutzutage davon abhält, möglichst nah bei ihren Männern und Frauen zu sein. Es geht um den Kern unseres Berufes – es ist unser Programm!“

Mit dieser Aussage begrüßte Brigadegeneral Oliver Kohl, Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 41 und Leiter der Arbeitsgruppe „Innere Führung heute“, die Teilnehmenden des Workshops. Diese setzten sich wiederum in Arbeitsgruppen mit unterschiedlichsten Aspekten von (Innerer) Führung auseinander.

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Zeit ist ein wichtiger Faktor

Major Marcus Schöler, Kompaniechef im Jägerbataillon 1: „Wir müssen uns Zeit für unsere Soldaten nehmen“. Das sei nötig, um gut zu führen
Major Marcus Schöler, Kompaniechef im Jägerbataillon 1: „Wir müssen uns Zeit für unsere Soldaten nehmen“. Das sei nötig, um gut zu führen (Quelle: Bundeswehr/Maximilian Schulz)Größere Abbildung anzeigen

Eine der ersten Fragen in den Arbeitsgruppen galt den aktuellen Herausforderungen. Positive wie auch negative Erfahrungen rund um die Innere Führung skizzierten die Teilnehmer als Grundlage anschließender Diskussionen. Moderatoren gaben dabei immer wieder neue Impulse zur Bearbeitung des Erlebten.

„Auftragsflut und Bürokratie verlangen ein exaktes Zeitmanagement“, so Major Marcus Schöler, der seit mehr als zwölf Monaten Chef der 1. Kompanie des Jägerbataillons 1 in Schwarzenborn ist. Die Zeit, sich um seine Soldaten zu kümmern, sei ein absolut wertvolles Gut. Als Kompaniechef sei es wichtig, sich von seinem Schreibtisch zu lösen – gutes Führen klappe nicht aus dem Dienstzimmer heraus, erklärt Schöler. Bürokratischer Aufwand verlange immer mehr Zeit der Vorgesetzten.

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Führung ist ein laufender Prozess

Innere Führung in den Streitkräften ist ein Prozess, dem alle Soldatinnen und Soldaten unterliegen
Innere Führung in den Streitkräften ist ein Prozess, dem alle Soldatinnen und Soldaten unterliegen (Quelle: Bundeswehr/Maximilian Schulz)Größere Abbildung anzeigen

Eine der vielen Forderungen während des Workshops war, dass Führung Verantwortung und Freiraum brauche, Absicherungsdenken guter Führung hingegen abträglich wäre. Auch das Akzeptieren und Lernen aus Fehlern gehöre dazu.

Brigadegeneral Kohl bemerkte: „Die offen und durchaus kontrovers geführten Diskussionen sind ein klares Zeichen, dass diese Workshops in die richtige Richtung zielen.“ Die Erkenntnisse aus diesem und den folgenden Workshops sollen schließlich ab Mitte 2018 in konkreten Maßnahmen münden.

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Stand vom: 02.07.18 | Autor: René Hinz


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