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Seedorf: Fast 400 Soldaten gehen in den Einsatz

Verabschiedungsappell: 386 Einsatzsoldatinnen und -soldaten sowie Abordnungen aus der Division Schnelle Kräfte sind auf dem Sportplatz in Selsingen angetreten
Verabschiedungsappell: 386 Einsatzsoldatinnen und -soldaten sowie Abordnungen aus der Division Schnelle Kräfte sind auf dem Sportplatz in Selsingen angetreten (Quelle: Bundeswehr/Maximilian Schulz)Größere Abbildung anzeigen
Seedorf/Niedersachsen, 21.11.2017.

Ehefrauen und -männer, Angehörige, Freunde und Bevölkerung haben in den Abendstunden des 16. November fast 400 Soldatinnen und Soldaten in den Einsatz verabschiedet. Für viele von ihnen ist es der erste Einsatz in Mali, acht Soldaten gehen nach Afghanistan. Die meisten von ihnen werden von Januar bis Mai 2018 im Auslandseinsatz sein.

Im flackernden Schein der Fackeln und Feuerkörbe waren die Soldaten des Fallschirmjägerregimentes 31, der Luftlandeaufklärungskompanie 310 und der Luftlandepionierkompanie 270 auf dem Sportplatz der Gemeinde Selsingen angetreten. Abordnungen der Division Schnelle Kräfte sowie Gäste aus der Politik, des öffentlichen Lebens und der Militärseelsorge ergänzten die angetretenen Soldaten.

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Stark verbunden - Soldat und Bevölkerung

Für alle deutlich zu sehen, die Wappen der  zu verabschiedenden Soldaten: Luftlandepionierkompanie 270, Fallschirmjägerregiment 31, Luftlandeaufklärungskompanie 310 (v.l.n.r.)
Für alle deutlich zu sehen, die Wappen der zu verabschiedenden Soldaten: Luftlandepionierkompanie 270, Fallschirmjägerregiment 31, Luftlandeaufklärungskompanie 310 (v.l.n.r.) (Quelle: Bundeswehr/Maximilian Schulz)Größere Abbildung anzeigen

„Es ist ein Stück Tradition, die Einsatzkontingente mit einem feierlichen Appell öffentlich zu verabschieden“, erklärte Regimentskommandeur Oberst Christian von Blumröder in seiner Rede. „Die große Anteilnahme von ihnen als Gäste und Angehörige bestärkt uns Soldaten bei unserem Auftrag, nicht nur in den Einsatzgebieten“, so der Oberst.

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Einsatz mit neuen Facetten

Der Kommandeur der Division Schnelle Kräfte, Generalmajor Andreas Marlow: „Der Rückhalt der Bevölkerung gebe uns Soldaten Kraft“
Der Kommandeur der Division Schnelle Kräfte, Generalmajor Andreas Marlow: „Der Rückhalt der Bevölkerung gebe uns Soldaten Kraft“ (Quelle: Bundeswehr/Maximilian Schulz)Größere Abbildung anzeigen

Der ranghöchste Fallschirmjäger der Bundeswehr, der Kommandeur der Division Schnelle Kräfte, Generalmajor Andreas Marlow, beschrieb diesen Einsatz in Mali als „neues Kapitel in der Geschichte der Fallschirmjäger.“ Der für die Fallschirmjäger neue und bisher unbekannte Einsatzort Afrika werde den Soldaten in vielerlei Hinsicht einiges abverlangen. Gerade deshalb sei der Rückhalt aus den Familien, aus dem Kameradenkreis, aber auch aus der Bevölkerung heraus enorm wichtig. Letzteres sei rund um den Standort Seedorf besonders stark zu spüren, so der General.

Die politische Botschaft vom Bundestagsabgeordneten Oliver Grundmann und dem Samtgemeindebürgermeister Gerhard Kahrs fielen eindeutig aus: „Wir stehen hinter euch“, versicherten die regionalen politischen Repräsentanten. Allen sei bewusst das der Einsatz ein gefährlicher und schwieriger sei, der auch Gefahren für Leib und Leben mit sich bringe.

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Aus der Heimat für den Einsatz

Die Übergabe von Ortschildern an die Soldaten ist ein guter Brauch und birgt ein Stück Heimatgefühl
Die Übergabe von Ortschildern an die Soldaten ist ein guter Brauch und birgt ein Stück Heimatgefühl (Quelle: Bundeswehr/Maximilian Schulz)Größere Abbildung anzeigen

Die Bürgermeister der Patengemeinden überreichten beim Abschiedsappell ihre Ortschilder. Damit geht immer auch ein Stück Heimat mit den Soldaten in den Einsatz und zeigt – viele tausend Kilometer von zu Hause entfernt – die Verbundenheit.

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Es ist schwer – für alle

Verabschiedungsappell: Die Anwesenheit der Angehörigen und der Öffentlichkeit macht es für alle etwas leichter
Verabschiedungsappell: Die Anwesenheit der Angehörigen und der Öffentlichkeit macht es für alle etwas leichter (Quelle: Bundeswehr/Maximilian Schulz)Größere Abbildung anzeigen

350 Kilometer ist Marlies M.* zum Verabschiedungsappell angereist. Die 52-Jährige ist zweifache Mutter und wegen ihres ältesten Sohnes mit unter den Gästen. „Es ist nicht der erste Einsatz und doch ist es immer wieder neu und immer wieder schwer.“ Diese öffentliche Verabschiedung helfe ungemein, die Herausforderungen solcher Einsätze familiär zu verarbeiten. Der Rückhalt aller hier Anwesenden unterstützt dabei. „Das Wichtigste für mich ist, dass alle wieder gesund nach Hause kommen und wir alle gemeinsam den Rückkehrer Appell feiern“, sagte Marlies M. abschließend.

Die Nationalhymne, gespielt vom Heeresmusikkorps Hannover, beendete den feierlichen Appell. Zum Musikstück „Muss i denn zum Städele hinaus“ marschierten alle angetretenen Soldaten aus.

Mehr Informationen zu den Einsätzen der Bundeswehr: Link

* Namen redaktionell geändert


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Stand vom: 18.05.18 | Autor: Rene Hinz


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