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Premiere:
Fallschirmjäger springen aus Ausbildungsflugzeug M28

Altenstadt/Bayern, 29.06.2017.

Erstmals sind am 27. Juni Fallschirmjäger des Ausbildungsstützpunktes Luftlande und Lufttransport über Altenstadt in Oberbayern aus einem zivilen Flugzeug vom Typ PZL M28 Skytruck gesprungen. Die Maschine steht von nun an allen springenden Truppenteilen der Bundeswehr zur Verfügung, um die Ressourcen militärischer Luftfahrzeuge für die Ausbildung zu erweitern.

Die ersten Fallschirmjäger sprangen zunächst mittels automatischer Auslösung aus einer Absprunghöhe von 400 Metern in die Tiefe. Bei dem Verfahren werden die Fallschirme mit einer am Luftfahrzeug befestigten Aufziehleine zwangsausgelöst. Anschließend folgten die Freifallspringer aus einer Höhe von etwa 3.000 Metern. Sie verwendeten das Verfahren der manuellen Auslösung, bei dem auch Passagiere im Tandemsprung sicher den Heeresflugplatz Altenstadt erreichten.

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Vertrag über vier Jahre geschlossen

„Das ist heute der Höhepunkt einer mehr als fünfjährigen Projektarbeit“, sagte Oberstleutnant Christian Schoebel, Leiter des Ausbildungsstützpunktes, der zusammen mit weiteren Offizieren den Fallschirmsprung aus der M28 eröffnete. „Mit der Nutzung der M28 in der Fallschirmsprungausbildung ist eine neue Qualität in der Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit der uns zur Verfügung stehenden Flugzeuge erreicht worden.“

Im Tandem geht es sicher Richtung Heeresflugplatz Altenstadt
Im Tandem geht es sicher Richtung Heeresflugplatz Altenstadt (Quelle: Bundeswehr/Konstantin Möller)Größere Abbildung anzeigen

Von der Leistungsfähigkeit des Flugzeuges, das der Bundeswehr von einem zivilen Betreiber aus Magdeburg auf Grundlage eines Vierjahresvertrages zur Verfügung gestellt wird, konnten sich auch Vertreter der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 61 aus Manching und des Luftfahrtamtes der Bundeswehr überzeugen. Beide Bereiche waren zentral an der Erprobung und Zulassung der M28 beteiligt.

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Fakten des Projektes haben überzeugt

Hauptmann Tobias Hub, seit 2012 Projektoffizier für die M28 im Ausbildungsstützpunkt, war sichtlich stolz auf das Ergebnis: „ Es war ein langer, aufreibender, ermüdender und steiniger Weg. Doch letztlich gaben die realen und absolut überzeugenden spezifischen Fakten dieses Projektes den wesentlichen Ausschlag dafür, dass nach einer über fünfjährigen Erprobungs-, Zulassungs- und Vertragsgestaltungsphase die Nutzung dieses Luftfahrzeuges für die Bundeswehr erfolgreich umgesetzt werden konnte.“

Die M28 kann in der Konfiguration Fallschirmsprung bis zu 14 Fallschirmspringer und zwei Absetzer aufnehmen
Die M28 kann in der Konfiguration Fallschirmsprung bis zu 14 Fallschirmspringer und zwei Absetzer aufnehmen (Quelle: Bundeswehr/Konstantin Möller)Größere Abbildung anzeigen

In den kommenden Jahren wird daher die M28 im Wesentlichen die Lücke zwischen der aus der Nutzung gehenden Transall C-160 und dem noch nicht für den Fallschirmsprung zugelassenen Airbus A400M schließen.

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Stand vom: 30.11.17 | Autor: Ausbildungsstützpunkt Luftlande und Lufttransport


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